Washington, Brüssel, Wien, Bregenz, Moskau – Am 7. April 2016 hielt ich meinen Vortrag „Zivilcourage verändert die Welt“, der in aller Kürze den Inhalt meines im Sommer 2015 in Deutsch und Russisch erschienenen Buches „Verantwortungslos – Zivilcourage für ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“ zusammenfasst. Und er ist heute aktueller denn je. Inzwischen hat der bekannteste Intellektuelle der USA, Noam Chomsky (88) sein Buch „Wer beherrscht die Welt? – Die globalen Verwerfungen der amerikanischen Politik“ herausgegeben, mein guter Freund, Alt-Bischof Erwin Kräutler am Xingu in Brasilien, ruft uns mit seinem Werk „Habt Mut!“ zum Handeln auf. Mein Autorenkollege und Freund, der Schweizer Soziologe und UN-Sonderberichterstatter Jean Ziegler, setzt nach „Ändere die Welt!“ auch mit „Der schmale Grat der Hoffnung – meine gewonnenen und verlorenen Kämpfe, und diejenigen, die wir gemeinsam gewinnen werden“ auf die Kraft der aufgeklärten Zivilgesellschaft. Zivilcourage verändert die Welt! Das ist eine Tatsache, liebe Freunde – untermauert mit zahlreichen Leuchtturmbeispielen wie Vandana Shiva, Marie Monique Robin, Ibrahim Abouleish, den verstorbenen Lakota-Aktivisten Russell Means und Floyd „Red Crow“ Westerman („the spiritual world is real life, it’s everything – humans forgot how to live on earth in empathy and in harmony with nature – so, they are not gonna make it“) – aber nicht nur international, sondern ganz besonders auch regional in kleinen Strukturen auf der ganzen Welt. Immer mehr kleine Solidargemeinschaften „beSINNen“ sich und ihre Lebensweise und widmen sich einer selbstbestimmten Naturkreislaufwirtschaft. Zivilcourage ist mutiges Denken, Reden und Handeln. Zivilcourage bedeutet aber auch Risiko, denn Friedensstifter und Menschenfreunde wurden immer schon auf die verschiedenste Art und Weise zum Schweigen gebracht. Mit einer steigenden Zahl an Freunden und Gemeinwohl-Aktivisten dient nicht nur dieser Blog www.progression.at einer ethischen und ökologisch-sozialen Gesellschafts-, Wirtschafts- und Friedensentwicklung, sondern auch unsere „Garden Eden Organisation“ der Vernetzung als Global Family zur selbstbestimmten, gesunden Ernährungs- und Existenzsicherung. 

Von Verena Daum (Vortrag am 7.4.16 auf Einladung des Grünen Forums Rankweil)

Gleich vorweg möchte ich ganz klar betonen, dass ich weder mit PARTEIPOLITIK, noch mit irgendwelchen IDEOLOGIEN oder RELIGIONEN etwas am Hut habe – und schon gar nicht mit mir gerne unterstellten ANTIAMERIKANISMEN.

Ich sage das deshalb, weil ich aufgrund meiner geopolitischen Aufklärungsarbeit als Journalistin, die ihren Job ernst nimmt und Verantwortung übernimmt, von bestimmten Seilschaften, von Namenlosen in diversen Foren und über sogenannte „Soziale Medien“ als Gutmensch, Putinversteherin, Marxistin, links-linke Boulevard-Tussi oder von anonymen Anrufern als „Hexe, die man früher auf dem Scheiterhaufen verbrannt hätte“ beschimpft wurde. Für mich nur eine Bestätigung, auf dem richtigen Weg zu sein, und erst recht motiviert weiterzumachen.

ZUR PARTEIPOLITIK: Mir geht es um vernünftige Sachpolitik und darum, dass sich unsere gewählten Volksvertreter mit aller Kraft ihrer eigentlichen Aufgabe widmen, und zwar dem Gemeinwohl und den entsprechenden Rahmenbedingungen dafür.

ZU RELIGIONEN: Ich bin aus Überzeugung konfessionslos, aber ein ebenso spiritueller Mensch wie das jeder von uns ist – ich setze auf den gesunden Menschenverstand und teile hier die Ansicht etwa des Dalai Lama, Stephen Hawking und Gerichtspsychiater Primar Dr. Reinhard Haller oder von Papst Franziskus, die alle im Einklang die Notwendigkeit hervorheben, dass wir uns auf die uns angeborene und innewohnende Empathie besinnen und diese wieder kultivieren müssen – entgegen der Anbetung des Goldenen Kalbs und entgegen dem kollektiven Egoismus. Im Sinne von Beziehungsfähigkeit – im Sinne von Kooperation statt Konfrontation.

ZU IDEOLOGIEN: Was eine Ideologie gut oder schlecht macht, erklärt mein Freund Jean Ziegler kurz und klar. Darauf komme ich später noch zurück.

UND ZU DEN UNTERSTELLTEN ANTIAMERIKANISMEN: Ich verbrachte meine Jugend in den frühen 1980er Jahren und das gesamte Jahr 1986 in den USA, ich lebte in New York und Los Angeles. Ich liebe Land und Leute, wollte mich in Nordamerika sesshaft machen, habe dort eine Art Pflegeeltern und viele liebe Freunde. Ich besuchte die Reservate der Native Americans. Die USA sind ein wunderbares Land mit vielen guten Menschen – mit offenherzigen, innovativen, kreativen und engagierten Menschen, die genauso unter den desaströsen Machenschaften der herrschenden Monopolkapitale und ihren rassistisch-bigotten Macht-Eliten zu leiden haben wie der Rest der Welt.

„Würde Vernunft Liebe“ hieß meine erste Edition an Erfahrungsberichten aus 30 Jahren journalistischer Berufung und humanitären Einsätzen in Afrika, Südamerika, im Nahen Osten und in Asien, die ich im März 2015 herausgab. Wenn wir alle Würde, Vernunft und Liebe leben würden, dann sähe die Welt anders aus. Die aktualisierte Neuauflage mit dem Titel „Verantwortungslos – Zivilcourage für ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“ erschien in Deutsch und Russisch im August 2015.

Das erste Büchlein „Würde Vernunft Liebe“ habe ich gemeinsam mit Jugendlichen und Studenten sowie unserem Bischof und ausgebildeten Psychologen Benno Elbs in Dornbirn besprochen. Wir haben das Thema Zivilcourage erörtert. Dabei blieb eine Aussage ganz besonders im Gedächtnis: „Ich bin nicht der Mutigste, eher der schüchterne Typ, aber der Hypo-Alpe-Adria-Skandal hat mich so aufgeregt, dass ich spontan eine Online-Petition für den Hypo-U-Ausschuss startete, bei dem mit medialer Unterstützung – in den VN durch Johannes Huber – 55.000 Unterschriften zusammenkamen“, erzählte der damalige HTL-Student Christoph Konzett aus Thüringen und ermunterte die Runde mit den Worten: „Heute haben wir den U-Ausschuss. Es heißt jetzt, ich hätte Zivilcourage gezeigt. Ihr seht also, auch so einer wie ich kann etwas bewirken.“

Als mich Elisabeth Bösch vom Grünen Forum Rankweil einlud, diesen Abend unter dem Motto „Zivilcourage verändert die Welt“ mitzugestalten, um die Fehlentwicklungen der Globalisierung aus meiner persönlichen Erfahrung heraus zu veranschaulichen und die vielen Lösungswege zahlreicher engagierter Menschen bewusst und sichtbar zu machen, fragte sie mich, wann und warum ich Naturschutz- und Menschenrechtsaktivistin geworden bin.

Wahrscheinlich war ich das schon immer – so, wie viele andere Menschen auch, wie zum Beispiel meine vor knapp einem Jahr verstorbene Kollegin und Freundin Marianne Mathis. Schlüsselerlebnisse waren aber sicherlich die Hungerkatastrophe in Somalia 1993 und der Völkermord in Ruanda 1994, dem die ganze Welt nur zugesehen hat. Die Frachttransporte nach Mogadischu waren nicht nur mit Maissäcken gefüllt – damals war mir und den meisten anderen Monsanto noch kein Begriff -, sondern auch mit Waffen für die War Lords.

Die damaligen Fernsehbilder der abgemagerten Kinder in Somalia mit ihren Hungerbäuchen und Fliegen um den Mund, haben in mir unendlich tiefes Mitgefühl ausgelöst – wie auch Zorn und Unverständnis für diesen Skandal. Als Chefin der Wochenzeitung WANN & WO – konzipiert als junge Boulevard-Zeitung mit hoher Auflage und Reichweite und daher eine gute Plattform – habe ich spontan eine Spendenaktion aufgesetzt, mich an die Vorarlberger Caritas gewandt für einen möglichst direkten Weg der Hilfsmittel an die Notleidenden. Ich begab mich ins Katastrophengebiet. Und ich habe damals begonnen, die Entwicklung unserer Auslandscaritas medial zu unterstützen.

Wenn man miterlebt hat, wie Kinder unter unsäglichen Schmerzen elend verhungern, wenn sie schwer verletzt, traumarisiert und völlig entkräftet auf dem Fluchtweg von Ruanda nach damals Zaire zusammenbrechen und sterben, dann wäre man kein Mensch, würde man den Ursachen nicht auf den Grund gehen und Aktivistin werden. In seinem Buch „Wir lassen sie verhungern“ beschreibt Jean Ziegler den Verlauf des furchtbaren Sterbens eines verhungernden Kindes. „Jedes Kind, das heute an Hunger stirbt, ist ermordet worden“, sagt er und erklärt immer wieder, dass nur eine interessierte und aufgeklärte Zivilgesellschaft den Wandel in eine ethische und ökologisch-soziale Globalisierungsentwicklung herbeiführen kann.

Vielleicht können sich noch einige von euch an die Fernsehbilder nach dem Massaker in Ruanda erinnern, an zerstückelte Leichen, an die Bagger, die die Leichenberge in Massengräber schoben. An den schier unendlichen Flüchtlingsstrom auf der Straße nach Goma. Mit unserem damaligen Landesrettungskommandanten, dem heutigen Rot Kreuz-Direktor Roland Gozzi, machte ich mich auf den Weg ins Flüchtlingslager am Rutschuru-Fluss, nachdem meine Vorarlberger Leser innert kürzester Zeit eine Million Schillinge gespendet hatten, um die Trinkwasseraufbereitung des Roten Kreuzes zu unterstützen.

Auf der Straße der Flüchtlinge haben sich bei mir die Bilder der geschundenen, traumatisierten und apathischen Menschen unauslöschlich eingebrannt, die immer wieder am Wegrand liegen blieben und starben. Besonders das Antlitz eines kleinen Jungen werde ich nie mehr vergessen – sein Kopf und seine Arme übersät mit Wunden und Schnitten – geschwächt lief er der Menschenmenge hinterher solange er konnte, dann blieb auch er liegen und starb. Ich habe damals völlig durchgedreht – wollte den Kleinen und all die anderen Elenden aufpäppeln, retten, mitnehmen, mich um sie kümmern. Dieses Gefühl der Ohnmacht war unerträglich. Um deine Frage zu beantworten, liebe Elisabeth, ich wurde wohl damals zur Aktivistin.

Was mich bewogen hat, meine Bücher herauszugeben, war die unsägliche mediale Kriegsrehtorik im Sommer 2014 – dieses Heraufbeschwören und Schüren eines neuen Kalten Krieges bzw. eines heißen Weltwirtschaftskrieges. Ich möchte euch dazu einen Auszug aus meinem Vorwort im Buch „Verantwortungslos“ vorlesen:

 

SOMMER 2014 – MEDIALE KRIEGSRHETORIK UND PLÜNDERUNG DER VOLKSWIRTSCHAFTEN IM 21. JAHRHUNDERT

Im August 2014 sind die Profiteure des Leids genau dieselben wie vor 100 Jahren, vor 1000 Jahren, zu allen Zeiten: Man muss nur fragen, wer die Nutznießer von Ausbeutung und Kriegen sind, betonen die lateinamerikanisch geprägten Freiheitstheologen Bischof Erwin Kräutler am Xingu/Brasilien und Papst Franziskus in Rom. Die Anwort ist klar: Profiteur ist das verheerende System des Finanzkapitalismus, das sich wie ein Krebsgeschwür über den Globus stülpt. Profiteur ist sein Erfinder, der transatlantische Interessensverband, dem es um den Erhalt der globalen Vormachtstellung geht.

Die Finanzmärkte haben sich von der Realwirtschaft abgekoppelt. Die Welt hat sich von einer nachhaltig produktiven und innovativen Industrie, von der Forschung für zukunftsfähige Entwicklung abgewandt und sich in ein globales Spielcasino verwandelt auf Kosten von Mensch und Natur, auf Kosten der Volkswirtschaften. Geld arbeitet nicht. Die Menschen arbeiten.

Weltweit toben hunderte bewaffnete Konflikte und Kriege. Am 1. August 1914 erklärte Deutschland Russland den Krieg. Ein regionaler Konflikt wurde zum Auslöser des Ersten Weltkriegs. Wird heute – 100 Jahre danach – mit der Ukraine-Krise ein neuer Kalter Krieg oder gar ein Dritter Weltkrieg (der in Wahrheit mit System und struktureller Gewalt längst wütet) angezettelt? Solange sich Moskau durch Provokationen und Sanktionen des Westens nicht dazu hinreißen lässt, besteht die Chance zur Rückkehr an den Verhandlungstisch, die Chance auf Frieden.

Die laut UNO völker- und menschenrechtswidrigen Wirtschaftssanktionen, die immer eine Verelendung der Bevölkerung nach sich ziehen, schaden nicht nur Russland, sondern besonders auch der EU selbst. Frieden bringen sie schon gar nicht. Sie hemmen stattdessen eine gemeinsame positive Entwicklung noch viele Jahre.

An diesem Gedenktag sagte der russische Präsident Wladimir Putin während der Einweihung eines Denkmals: »Die Menschheit sollte längst begriffen und die wichtigste Wahrheit erkannt haben: Gewalt erzeugt Gewalt. Frieden und Wohlstand sind nur durch guten Willen und Dialog zu erreichen. Das sind die Lehren aus Kriegen. Der Erste Weltkrieg ist ein tragisches Beispiel dafür, was passiert, wenn sich Menschen nicht zuhören. Dieser Krieg erinnert uns daran, wozu Aggression und Egoismus, maßlose Ambitionen von Staatenführern und politischen Eliten führen, die sich über den gesunden Menschenverstand erheben. Das hat Europa schon damals ins Chaos gestürzt. Es ist gut, sich auch heute daran zu erinnern.«

Nach meinem jugendlichen Auswanderungsdrang ins damals auf den ersten Blick verlockende Land der unbegrenzten Möglichkeiten – Phil Collins besang 1986 das »Land of Confusion« – begann ich vor knapp 30 Jahren Fragen zu stellen. Als Journalistin, aber vor allem als Mensch. Warum werden mit Monsanto-Mais gleichzeitig Waffen an War-Lords nach Afrika geliefert? Warum ließ die ganze Welt den Völkermord in Armenien, in Deutschland und 1994 in Ruanda zu?

Warum haben wir aus den vergangenen 100 Jahren unserer Kriegsgeschichte nichts gelernt? Warum beherrscht heute eine Handvoll Großbanken und multinationaler Konzerne mitsamt Geheimdiensten und übermächtiger Rüstungsindustrie unseren Globus? Und warum interessiert das kaum jemanden, warum verschweigen Massenmedien beharrlich, was tatsächlich vor sich geht und was das alles für die Erde und die Menschheit bedeutet?

Ich habe in Ecuador das hinterlassene Desaster von Texaco/Chevron gesehen, in Quito den Menschenrechtsanwalt Pablo Fajardo interviewt, der in erster Instanz einen Sieg gegen den Konzern errungen hatte und seither mit allen Mitteln niedergeklagt und mit Mord bedroht wird. Der Aktivist Donald Moncayo führte mich in den Dschungel von Lago Agrio, wo über 1000 hochtoxische Ölschlammbecken die Lebensgrundlage der Menschen, das Grundwasser und teilweise Zuläufe zum Amazonas verseuchen. Über 70 Prozent der jungen Leute leiden dort an Krebs und gehen völlig verarmt elend zugrunde.

Ich bewegte mich 1994 in Ruanda mit zigtausenden schwerst verletzten und traumatisierten Kindern und Frauen auf der Flucht in Richtung Auffanglager in Goma (damals Zaire). Unser österreichisch-deutsches Rot-Kreuz- Team vorsorgte 1,5 Millionen Flüchtlinge mit aufbereitetem Trinkwasser.

Wenn im provisorischen Ernährungscamp der Mutter Teresa Schwestern in Äthiopien hungernde Kleinkinder zu schwach sind, um Nahrung aufzunehmen und man sie sterben sehen muss, prägt einen das fürs Leben.

In Burkina Faso operierte ein österreichisches Ärzteteam drei Wochen lang in Zwölf-Stunden-Doppelschichten Menschen mit Noma, einer schlussendlich tödlichen Infektionskrankheit aufgrund von Immunschwäche durch Mangelernährung.

Ein wichtiger Solidaritätsbeweis und eine mehr als notwendige Hilfeleistung, aber leider nur Symptombehandlung und ein Tropfen auf den heißen Stein für Milliarden Opfer des herrschenden Systems. Und dennoch, erinnern wir uns an den Satz von Itzhak Stern gegenüber Oskar Schindler, als er sagte: »Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt.« Ein Anstoß zum Umdenken, zu mitfühlendem und vernünftigem Handeln.

Über den Hunger in der Welt lernte ich den engagierten Menschenrechtsaktivisten Jean Ziegler kennen, mit dem ich seither freundschaftlich verbunden bin.

Ganz intuitiv waren in den 1980er-Jahren die Songs »Biko« und »Mandela Day« von den »Simple Minds« meine meistgehörten. Die Filme »Der Name der Rose« (zur Überwindung des Patriarchats), »The Kite Runner«, »Slumdog Millionaire«, »Blood Diamond« oder »Lord of War« lösten in mir eine Art Erfahrungs- und Erkenntnis-Déjà-vu aus, als etwa Nicolas Cage in seiner Rolle als Waffendealer emotionslos erklärt: »Jeder zwölfte Mensch auf dem Globus ist bewaffnet. Stellt sich mir nur die eine Frage: Wie bewaffnen wir die anderen elf?«

Unternehmerin, Managerin, Journalistin, Naturschutz- und Menschenrechtsaktivistin sowie Systemkritikerin mit ausgeprägtem Gerechtigkeitsempfinden zu sein, schließt sich gegenseitig nicht aus – ganz im Gegenteil. Es geht mir darum, über das Prinzip von Ursache und Wirkung aufzuklären, im Rahmen meiner Möglichkeiten Bewusstsein zu schaffen. Der Krieg gegen die Menschlichkeit muss aufhören. Das wünsche ich mir und ich leiste meinen Beitrag, so gut ich das kann.

Aufgrund der unerträglichen Kriegsrhetorik im Sommer 2014, hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, begann ich nach meinem 50. Geburtstag Ende August auszugsweise veröffentlichte Beiträge für ein Buch zu sammeln und meinen persönlichen Zugang zu den Dingen des Lebens auf der Grundlage meiner humanitären Einsätze zu dokumentieren.

Ich stieß 2005 auf das Buch des »Economic Hit Man« John Perkins und verbrachte zum Jahreswechsel drei Wochen mit Bischof Erwin Kräutler am Xingu und Amazonas in Brasilien. Der ehemalige Wirtschaftskiller Perkins beschreibt das mörderische Konzept des herrschenden Systems, dem nicht nur weite Teile Südamerikas zum Opfer fielen, sondern auch Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion.

Mit der Unterzeichnung des »Production Sharing Agreement« (PSA), hat Boris Jelzin Russland damals praktisch den Todesstoß versetzt. Die korrupte Oligarchie führte Freudentänze auf. Ausländische Ölkonzerne erhielten den Freibrief, das Land völlig auszubeuten, es zum gratis Rohstoff liefernden Drittweltland und Hinterhof der transatlantischen Drahtzieher zu machen. Russland und seinen Menschen blieben nur Umweltverschmutzung, Elend und Hunger.

Als Wladimir Putin kam, schaffte er diesen Zustand ab. Er rettete die Industrie und das Land vor dem Untergang und sorgte für Aufschwung. Was den unsäglichen Umgang des Westens mit dem Präsidenten der Russischen Föderation erklärt. In seiner Rede an die Nation am 18. Dezember 2014 in Moskau bezeichnete Wladimir Putin die NATO-Osterweiterung als Beginn eines neuen Kalten Krieges, das Vorgehen des Westens sei wie der Bau einer neuen Berliner Mauer.

Der Westen verfolge das Ziel, die Souveränität Russlands zu verletzen. Russland schütze seine nationalen Interessen, seine Unabhängigkeit und sein Recht auf Existenz. Russland sei nicht aggressiv und greife niemanden an. Die USA hingegen seien in den 1990er-Jahren um den ganzen Erdball geflogen und planten heute in Europa eine Raketenabwehr. »Wir flogen nicht«, sagte Putin. »Der Rüstungsetat des russischen Verteidigungsministeriums beträgt 50 Milliarden US-Dollar, der des Pentagon liegt fast zehnmal höher.«

Tags darauf verlängerte die EU die Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Ich teile die Auffassung des deutschen Philosophen Richard David Precht, dass die rhetorische Mobilmachung eines unverantwortlichen NATO-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen und von Teilen der deutschen Leitmedien im Sommer 2014 extrem gefährlich und der alte und dumme Weg in die falsche Richtung ist.

Die globale und geopolitische Zukunft wird stark von den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) und der APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation) geprägt sein. Will Europa nicht an Bedeutung verlieren und zukünftig aktiv mitgestalten, wird das nur in partnerschaftlicher Kooperation mit Russland als europäisches bzw. eurasisches Land möglich sein.

 

EINE NEUE WIRTSCHAFTSETHIK

fordern etwa der Papst und mein Freund Dom Erwin, der in seinem neuen Buch „Habt Mut!“ zu Zivilcourage aufruft und sieben Punkte von emphatischem Verhalten aufzählt:

– liebe die Menschen

– schau bei den Armen nicht weg

– achte auf die Schöpfung

– suche den Frieden

– führe auf Augenhöhe

– hab’ Mut zu Veränderungen

– es gibt nur EINE Welt, nimm deine globale Verantwortung wahr

 

Auch Jean Ziegler ruft mit seinem aktuellen Buch „Ändere die Welt“ zu mutigem Aktivismus auf, meinen Artikel in den Vorarlberger Nachrichten dazu, den ich auch in meinem Buch abgedruckt habe, lese ich euch vor:

KRIEG, HUNGER UND NOT SIND HEUTE LÄNGST WIEDER ALLTAG

sagt der Soziologe und UN-Menschenrechtsbeauftragte Jean Ziegler. Aufklärungsfeindliches Denken gewinne derzeit leider an Boden. Ziegler stellt die Frage, warum es den Menschen der westlichen Warengesellschaften nicht gelingt, die Ketten abzuschütteln, die sie hindern, frei zu denken und zu handeln.

„Wir können Hunger, Epidemien und Tyrannei heute verhindern“, doch werde gierig mit roher Gewalt um Güter gekämpft. Den Gegenpol zur herrschenden und tödlichen Weltordnung der Oligarchen des globalisierten Finanzkapitals sieht Ziegler in der Kraft der weltweiten Zivilgesellschaft. „Wir Menschen, jeder Einzelne von uns, können die Welt positiv verändern. In der aufgeklärten Gesellschaft hat der Aufstand des Gewissens längst begonnen“, sagt Ziegler im Gespräch und zitiert Victor Hugo: „Auf den Fronten des Widerstands ruht die Hoffnung der Völker.“

Ungerechtigkeit beseitigen zu wollen, hat nichts mit Gleichmacherei zu tun. Die kollektive Existenz der Menschen ist überall von Ungleichheit geprägt. Jedoch ist laut Jean-Jacques Rousseau „zwischen den Beziehungen von Mensch zu Mensch das Schlimmste, was dem einen widerfahren kann, sich dem Belieben des anderen ausgeliefert zu sehen“.

Was eine Ideologie richtig oder falsch macht, beantwortet Ziegler mit Duby und Vladimir Jankélévitch: „Falsch ist eine Ideologie, wenn sie einer Strategie der Entfremdung, der Unterdrückung, der Regression des Menschen dient. Befördert sie jedoch die Emanzipation, die Selbstbestimmung, die Menschwerdung eines Menschen, dann ist die Ideologie richtig.“ Harmlos sei sie niemals, denn entweder befreit sie, oder sie unterdrückt.

Die wuchernde Bürokratie der Überverwaltung ist die neue Geißel der Menschheit!

Heute wird der Planet von der Ideologie des Neoliberalismus beherrscht, kritisiert Ziegler. Sie soll die Herrschaft der Oligarchien rechtfertigen, die das Finanzkapital besitzen. Als der korrupte Polizeistaat Sowjetunion zerbrach, der die Bezeichnung „kommunistisch“ nie verdiente, führten die herrschenden westlichen Klassen den „Washingtoner Konsens“ ein.

Ein Gentleman’s Agreement, das in den 1980er/90er-Jahren zwischen den führenden transkontinentalen Mächten, Wall-Street-Banken, der Federal Reserve Bank und Finanzinstitutionen wie Weltbank und IWF geschlossen wurden. Ziel: die Privatisierung der Welt. Zudem beansprucht heute eine wuchernde Bürokratie in den modernen Industriestaaten den Großteil der Ressourcen der Gemeinschaft, weiß Ziegler. Sie funktioniert, reproduziert sich und wächst unablässig nach ihren eigenen Gesetzen und macht den Bürger zum geplagten Untertanen.

Max Horkheimer bezeichnete die „Überverwaltung“ als die schlimmste Geißel der modernen demokratischen Staaten. Jean Ziegler setzt daher auf Aufklärung und Bewusstsein in der Zivilgesellschaft und zitiert Immanuel Kant: „Die Unmenschlichkeit, die einem anderen angetan wird, zerstört die Menschlichkeit in mir.“ (VN-Bericht, 18. April 2015)

 

DIE SKANDALÖSEN UND TÖDLICHEN MACHENSCHAFTEN VON MONSANTO & CO. …

… möchte ich an dieser Stelle gar nicht mehr kommentieren. Die sind euch allen inzwischen hinlänglich bekannt. Ich möchte euch aber die Dokumentationen und Schriften der Journalistin und Filmemacherin – Doku-Titel „Mit Gift & Genen“ – Marie Monique Robin und der Trägerin des Alternativen Nobelpreises, Vandana Shiva, ans Herz legen, die beide aufzeigen, dass biologische und kleinstrukturierte, regionale Landwirtschaft die Weltbevölkerung nachhaltig gesund ernähren kann.

Land-Grabbing, Gift & Gene, Ressourcenkriege, Destabilisierung ganzer Regionen und die hochprofitablen Waffengeschäfte der Kriegsgewinnler entziehen den Menschen im globalen Süden die Lebens- und Existenzgrundlage. Destabilisierungskriege, Ausbeutung der Ressourcen, Verelendung und Massenflucht sind gezielt geplant.

Der Tod und Zerstörung bringende Weg der Globalisierung von Monsanto & Co. ist der falsche. Den richtigen Weg hat zum Beispiel Ibrahim Abouleish mit seinem Projekt „Sekem“ gewählt, den ich als Blog-Beitrag auch hier auf www.progression.at beschrieben habe:

„Es braucht viel Geduld, etwas zu ändern – mein Bestreben war und ist es, die Erde zu heilen und den Menschen zu helfen“, sagt Ibrahim Abouleish, der seine Idee für eine positive, soziale und materielle Wirtschaftsentwicklung in die Tat umgesetzt hat. Der Wahlösterreicher, der mit einer Grazerin verheiratet ist, beschloss nach einem Besuch in seinem Heimatland Ägypten 1977 seinen Managerposten in einem Schweizer Pharmakonzern zu verlassen und noch im selben Jahr mit seiner Familie zurückzukehren und die Entwicklungsinitiative „Sekem“ auf 70 Hektar Wüste knapp 50 Kilometer nordöstlich von Kairo zu starten, um den Bildungsnotstand sowie die Umweltverschmutzung zu stoppen – und stattdessen ein nachhaltiges und gesundes Wirtschaften zu ermöglichen.

Ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell für das 21. Jahrhundert

Sekem (www.sekem.com) ist heute Marktführer in der biologischen Landwirtschaft und für pflanzliche Heilmittel. Ibrahim Abouleish setzte von Anfang an auf Bodenkultivierung im krassen Gegensatz zu den agro-chemisch-industriellen und ausschließlich profit- und machtorientierten Killer-Methoden von Monsanto & Co. und deren Gen-Manipulation und Pestizid-Verseuchung. Anstatt den Boden (mitsamt Nahrungskette) zu vergiften, auszulaugen und zur Wüste zu machen, ging der engagierte Wissenschaftler den umgekehrten Weg und erweckt Mikro-Organismen zum Leben und macht mittels natürlicher Kompostierung den Boden fruchtbar zum Erhalt und Schutz der Natur und zum Nutzen der Lebewesen und unserer Nachkommen.

Das Unternehmen der Familie Abouleish und deren Mitarbeiter-Team forciert den landesweiten Einsatz biologisch-dynamischer Anbaumethoden, es betreibt Schulen und Ausbildungsprogramme, ein medizinisches Zentrum und eine Akademie für angewandte Kunst und Wissenschaften, beschäftigt heute 2000 Menschen auf inzwischen 300 Hektar Land und wird von 250 Kleinbauern mit biologisch nach den Demeter-Richtlinien angebauten Produkten beliefert. Inzwischen sind es in ganz Ägypten bereits 800 Farmen, die nach der biologisch-dynamischen Methode produzieren. Auf der Website des Unternehmens ist der Sekem-Impuls wie folgt kurz beschrieben:

 

Beeindruckt von der Tatsache, dass ein Mensch in die Wüste geht, um NEUES hervorzubringen, ist uns die Wüste zum Ausgangspunkt des Sekem-Impulses geworden:

– Wüsten breiten sich weltweit aus und vernichten das Leben von Mensch und Natur

– Verwüstungen sind auch ein äußeres Bild für die Austrocknung von Existenz im sozialen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben

– Wüste ist aber auch ein Ort der Klarheit und des Neubeginns für Zukünftiges

– Eine Verwandlungsperspektive von Wüste ist ein Garten, wo die Pflege-Kunst vielfältiges Leben zur Erscheinung kommen lässt

– Auf dem Weg dahin gilt es Wüsten (jeglicher Art) aufzuspüren, darin Brunnen zu bauen, Begrünung, Verlebendigung und neue Existenz zu ermöglichen

Der Sekem-Impuls will in diesem Sinne Wüste verwandeln und zu einer gesunden Entwicklung des Wirtschafts-, Kultur- und Soziallebens beitragen und die „Koalition des Weltfriedens“ durch Begegnungen von Orient und Okzident stärken (Buchtipp: Ibrahim Abouleish, „Die Sekem Vision – Eine Begegnung von Orient und Okzident verändert Ägypten“, ISBN 3-932386-77-9).

Für sein Lebenswerk, sein „Geschäftsmodell für das 21. Jahrhundert, in dem wirtschaftlicher Erfolg in die soziale und kulturelle Entwicklung der Gesellschaft integriert ist und dies durch die ,Wirtschaft der Liebe’ fördert“, wurde Ibrahim Abouleish 2003 mit dem Alternativen Nobelpreis ausgezeichnet.

Diese „Wirtschaft der Liebe“ …

… und der Empathie soll die Basis zahlreicher Privatinitiativen und Projekte auf der ganzen Welt und auch in unserer Region sein. Dass Bildung der wichtigste Rohstoff der Zukunft ist und wir global wie regional gesamtheitliche und ethische Wissensvermittlung brauchen, um nicht noch weitere junge Generationen zu verlieren, ist ganz besonders auch im Engagement der Bodensee Akademie und der Vorarlberger Caritas Auslandshilfe verankert. Genauso wie das Installieren von kleinstrukturierter Landwirtschaft im Einklang mit der Natur – in lebenden Ökosystemen und Kreisläufen -, denn nur sie steht für das Ende des Hungers, für Umwelt- und Klimaschutz, für gesunde Ernährungs- und Existenzsicherung.

Entwickeln wir also den Willen, uns Wissen anzueignen und mutig sinnlose Gewohnheiten loszulassen und neue, gute, zukunftsfähige Lebenswege zu gehen. Ibrahim Abouleish versucht mit seinem Projekt eine Gemeinschaft zu schaffen, in der Menschen aus allen Gesellschaftsschichten und Nationen zusammen arbeiten und voneinander lernen können. Mit dem Preisgeld des Alternativen Nobelpreises gründete er die Privatuniversität „Heliopolis“, um für zukünftige Generationen eine umfassende Bildung zu ermöglichen. Länder wie Indien, der Senegal oder Südafrika sind bereits in Kontakt mit Sekem. Der Wille, der Mut und der Einsatz eines einzelnen Menschen kann unglaublich viel Positives bewirken – eine lebensbejahende Globalisierung für uns alle. Lassen wir uns also keinesfalls davon abhalten.

 

DIE KRAFT DER ZIVILGESELLSCHAFT SIND WIR …

… jeder einzelne von uns. Gemeinsam sind wir daher in der Lage, ab sofort eine friedliche, würde- und sinnvolle sowie nachhaltig gesunde Globalisierungsentwicklung einzuleiten. Indem wir global denken und regional handeln. Jeder in seinem persönlichen Lebensumfeld und Wirkungskreis. So ergibt sich aus den Regionen heraus eine gelebte globale Solidarität. Genau wie Ibrahim Abouleish hat auch der ehemalige HTL-Student Christoph Konzett gezeigt, was die Eigeninitiative des Einzelnen bewirken kann.

Gegen Gift & Gene hilft nur eine biologische, kleinstrukturierte Landwirtschaft im ökologischen Kreislauf und im Einklang mit der Natur.

Gegen den Klimawandel hilft nur die globale und fundamentale Ressourcen- und Energiewende und die Achtsamkeit aller.

Gegen Krieg und Gewalt hilft nur der Weg des Dialogs, der Beziehungsfähigkeit, der Empathie, des einander Verstehens – im Sinne von Kooperation statt Konfrontation für eine neue Wirtschaftsethik, eine ökologisch-soziale Marktwirtschaft und Globalisierungsentwicklung.

Ändern wir also ganz bewusst Gewohnheiten und wählen wir einen Lebensstil, der kein Leid verursacht, sondern der Natur und allen Wesen nützt. Eine Lebensweise, die Nutzen stiftet anstatt Schaden verursacht.

Regionale Initiativen und Aktivitäten gibt es viele, etwa die von Christian Felber ins Leben gerufene Gemeinwohlökonomie, der sich schon zahlreiche Vorarlberger Unternehmen verschrieben haben und eine Gemeinwohlbilanz erstellen. Die Allmenda-Bewegung und die Bodensee Akademie stehen für „blühendes Leben“, für Bodenkultur und dafür, was wir Menschen etwa von den Bienen lernen können, sowie für die Gründung der ersten genossenschaftlichen Gemeinwohlbank. Die Sozialökonomische Plattform der Fachhochschulstudenten in Vorarlberg setzt sich gegen Monsanto & Co. und für eine neue Wirtschaftsethik ein. Die Vorarlberger Auslandscaritas ist in den Partnerländern regional aktiv in der Bildung, im Kinderschutz und mit genossenschaftlichen Kreislauflandwirtschaftsprojekten. Die Aktion bzw. der Verein smile4madagaskar meiner lieben Freunde Birgit und Gebhard mitsamt Team kümmert sich um Schulbesuch und Betreuung von Kindern, um Natur- und Umweltschutz sowie um Gesundheit.

Als Projektleiterin u. a. des VN-Klimaschutzpreises sehe ich enorm viel Eigeninitiative und Engagement in Sachen Umwelt- und Klimaschutz von Schülern und Jugendlichen, von Privaten und Unternehmen und viele Initiativen in Gemeinden.

Unsere Zivilcourage verändert die Welt zum Positiven! Danke für eure Aufmerksamkeit!

Verena Daum, Noam Chomsky, Jean Ziegler, Books: „Wer beherrscht die Welt?“, „Verantwortungslos – Zivilcourage für ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“, „Der schmale Grat der Hoffnung“

Verena Daum (Garden Eden Organisation), Alt-Bischof Erwin Kräutler, Books: „Dom Erwin“, „Rot wie Blut die Blumen“, www.progression.at

Journalist, Human Rights Activist, Verena Daum (Garden Eden Organisation) mit syrischen Flüchtlingen im Libanon 6 km von Homs entfernt, www.progression.at

Journalist, Human Rights Activist Verena Daum (Garden Eden Organisation) mit Martin Hagleitner-Huber und Norbert Mathis von der Vorarlberger Auslandscaritas bei der Einsatzplanung in Partnerländern, www.progression.at