„Für ein intaktes Ökosystem – packen wir’s an!“ lautet das Motto des Projekts „Klimaschutzpreis 2020“ der Vorarlberger Nachrichten, zudem am 20. März 2020 zum Auftakt eine Extra-Ausgabe erschienen ist. Der Coronavirus hat derzeit die ganze Welt fest im Griff. Die Corona- und Klimakrise haben eines gemeinsam: Es geht um die Gesundheit und das Überleben der Menschheit. Eine enorme Herausforderung, aber noch viel mehr eine einmalige Chance zur Besinnung, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, solidarisch zu sein im Bewusstsein, dass wir eine Menschheitsfamilie sind, den Reset-Button zu drücken, um ganz neu und richtig anzufangen und durchzustarten.

Von Verena Daum (das Editorial ist am 20.3.2020 in der VN-Extra-Ausgabe „Klimaschutzpreis 2020“ erscheinen)

Was brauchen wir wirklich, um gesund, geborgen und glücklich zu sein? Bisherige Fehlentwicklungen können jetzt korrigiert werden. Wir können einen neuen Weg einschlagen, der der Natur und allen Lebewesen zukünftig nützlich sein wird und keinen Schaden verursacht. Nach der Coronakrise wird die Welt wohl nicht mehr sein, wie sie war. Wenn wir aus unseren Fehlern lernen und in uns gehen, erkennen, was denn wirklich lebensnotwendig ist, werden wir am Ende sogar weit mehr Lebensqualität erreichen, als uns der verheerende Turbo-Finanzkapitalismus mit Welthunger, toxischer Agrochemieindustrie und Ressourcenkriegen vorgaukelte. Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr merken, dass man Geld nicht essen kann. Die indianische Weissagung bringt es auf den Punkt. Die Machthaber der sogenannten „Krönung der Schöpfung“ sind dabei, aus purer Geldgier den Ast abzusägen, auf dem die Menschheit sitzt – die eigene Lebensgrundlage Natur zu zerstören. Unsere Weltwirtschaft muss in Einklang mit dem planetarischen Ökosystem gebracht werden. Eine „Industrie mit Zukunft“ kann und will wesentlicher Teil der Lösung und nicht das Problem sein.

Ein Ende der Überflussproduktion nach der Coronakrise

Die Wertstoffkette muss künftig sauber geschlossen werden. Überflussproduktion von Dingen, die niemand braucht, muss beendet werden. Stichwort: „Fast Fashion“! Ökotechnologien sind auf dem Vormarsch, hier ist Wasserstoff zu erwähnen, der überall auf der Welt mit rein erneuerbarer Energie ohne Atomstrom generiert werden kann. Und die effizientesten Retter der Natur: Die Bäume als wertvolle Mischwälder. Der „Trillion Trees“-Bewegung von Plant-fort-he-Planet.org kann sogar Donald Trump etwas abgewinnen, wie er in Davos verlauten ließ: Weltuntergangs-Pessimismus á la Greta rette die Welt nicht und es gebe weitaus schlimmere Umweltverschmutzer als die USA, aber Milliarden Bäume zu pflanzen, klar, da machen die USA gerne mit, man sei ja schließlich für Naturschutz. Es braucht allerorts mutige Politik, die für die Bevölkerung sozial verträglich die richtigen Weichen stellt, um Ökonomie, Ökologie und Soziales zu harmonisieren. Im regionalen Wirkungsbereich und im planetarischen Kontext. Zahlreiche Innovationen, Initiativen und Verhaltensweisen von Kindern, Jugendlichen, Schülern, Gemeinden, Vereinen, Unternehmern und Landwirten werden im November in der Vorarlberger Gemeinde Mäder bei der Verleihung des VN-Klimaschutzpreises 2020 vor den Vorhang geholt. Mitmachen und einreichen auf klima.vn.at! Referieren wird Plant-for-the-Planet.org-Gründer Felix Finkbeiner.

„Für ein intaktes Ökosystem – packen wir’s an!“ lautet das Motto des Projekts „Klimaschutzpreis 2020“ der Vorarlberger Nachrichten, zudem am 20. März 2020 zum Auftakt eine Extra-Ausgabe erschienen ist. Verena Daum www.progression.at

„Verbotene Frucht – unser innerer Kampf zwischen materieller Gier und universaler Liebe“ (Verena Susanne Daum, dzt. 2. Auflage) ist ein dreisprachiges (Deutsch, Englisch, Russisch) 232 Seiten starkes Sachbuch, das desaströse Wirtschaftsentwicklungen und den Kampf um Macht und Ressourcen aufzeigt – aber auch Handlungsfelder und Möglichkeiten für zukunftsfähige Lebens- und Verhaltensweisen im Sinne einer empathischen, ökologisch-sozialen Gesellschafts- und Weltwirtschaftsordnung. Mit Beiträgen und Stetements von u. a. Vandana Shiva, Jean Ziegler, Erwin Kräutler, Michael Lüders und Hubert Bertsch.