Bregenz/Vorarlberg – Ein neues Verständnis von Wirtschaften ist überlebensnotwendig. Wenn wir unseren Kindern einen Planeten hinterlassen wollen, auf dem sie leben können, müssen wir beginnen, verantwortungsbewusster mit unseren vorhandenen Ressourcen umzugehen. Dazu gehört ein neues Wirtschaftsverständnis, das sich daran orientiert, ein gutes Leben für alle zu sichern. Das ungebremste Wachstum hat die Erde an ihre Grenzen geführt.

Von Adi Gross, Klubchef der Vorarlberger Grünen

Wenn wir so weiter machen, machen wir unseren Planeten kaputt. Die Devise muss daher lauten: Alles mit Maß und Ziel. Als Anker für diese Neuorientierung kann der von den Grünen ins Leben gerufene Wohlstandsindex dienen, der im Herbst im Landtag beschlossen wird. Mit dieser neuen Messgröße hat sich die Politik unter anderem auch danach zu richten, dass sie den Nachkommen eine intakte und lebenswerte Erde hinterlässt. Der Welterschöpfungstag (1. August) zeigt jenen Tag an, ab dem wir im Öko-Defizit leben. Seit 1. August sind für dieses Jahr die ökologischen Ressourcen des Planeten ausgeschöpft und wir leben global auf Pump. Das heißt: Wir entnehmen der Erde mehr natürliche Ressourcen als sie wieder generieren kann. Und wir hinterlassen mehr Abfälle und Treibhausgase, als sie verarbeiten kann, um ein stabiles Ökosystem zu gewährleisten. Die Industriestaaten brauchen für ihre Art zu leben und zu wirtschaften drei Erden. Wir haben aber nur einen Planeten. Also sind wir gut beraten, besser auf unsere Erde zu schauen. Der Wohlstandsindex und die Debatte darüber, was wir unter Wohlstand verstehen, ist ein wichtiger Schritt dazu, den wir in Vorarlberg leisten können.