Bregenz, Hohenems – Gesunde Tiere bedeutet gesunde Menschen – aktiver Tierschutz beginnt bei unseren Ernährungsgewohnheiten und unserem Konsumverhalten. 23 verdiente Preisträger dürfen sich heuer über ihre Auszeichnung mit dem Vorarlberger Tierschutzpreis freuen. Sie setzen sich mit viel Liebe und Engagement für Haustiere, Nutztiere und Wildtiere ein. Kindergärten und Schulen führten beeindruckende Bewusstseinsbildung durch, was den Umgang mit Tieren und ihre Bedürfnisse angeht.

(der Artikel ist am 4. Oktober 2017 in den Vorarlberger Nachrichten erschienen)

„Artgerechte Tierhaltung ist für Vorarlberger Betriebe längst kein Schlagwort mehr, sondern gelebte Praxis“, weiß Gesundheitslandesrat Christian Bernhard.

Nahrungskette ohne Gift

„Gesunde Lebensmittel kommen nur von gesunden Tieren. Das beinhaltet sowohl gesunde Futtermittel wie auch artgerechte Tierhaltung in angemessenen Strukturen“, sagt Bernhard. „Der Konsument unterstützt diese Bestrebungen durch sein Kaufverhalten und seine Ernährungsgewohnheiten und trägt damit nicht nur zum Tierschutz bei, sondern fördert auch eine ökologische Landwirtschaft. Der Vorarlberger Tierschutzpreis fördert dieses Bewusstsein bei Produzenten wie Konsumenten gleichermaßen. Ich danke allen, die diese Bestrebungen ernst nehmen und danach leben.“

Tiere sind fühlende Wesen

„Tiere sind fühlende Wesen und verdienen unseren respektvollen und achtsamen Umgang“, betont die Initiatorin des Vorarlberger Tierschutzpreises, Verena Daum (VN). „Gerade die grausame Massentierhaltung als Folge einer pervertierten Agro-Chemie-Industrie führt uns das unsägliche Leid vor Augen, das wir unseren Mitwesen damit antun, die uns Menschen so viel geben. Tiere dienen dem Naturkreislauf, sie sind uns Nahrung, Freunde und treue Begleiter und tun der Seele gut. Es ist schön zu sehen, dass dieses Bewusstsein bei uns allen immer stärker wird und wir uns nicht nur durch bewussten Konsum aktiv fürs Tierwohl einsetzen, sondern zudem mit viel persönlichem Engagement. Heuer können wir so viele gute Beispiele auszeichnen wie noch nie, das freut mich ganz besonders.“

Viele positive Beispiele

„Vom Tierschutz wird leider viel zu oft nur in negativem Zusammenhang berichtet. Umso erfreulicher ist es, dass in Vorarlberg eine Einrichtung wie der Tierschutzpreis geschaffen worden ist, um einmal die vielfältigen positiven Beispiele vor den Vorhang zu holen und der Öffentlichkeit zu präsentieren“, erklärt Landesveterinär Dr. Norbert Greber. „Für mich persönlich war es ein Erlebnis, bei den Besuchen vor Ort zu sehen, wie sehr sich die Tierschutzpreisanwärter fürs Tierwohl einsetzen und sich mit ihren Projekten identifizieren. Ich wünsche mir, dass die Verleihung des Tierschutzpreises zum Welttierschutztag die notwendige Beachtung findet und dass es den Tierschutzpreis auch in Zukunft geben wird, um all die vielfältigen Anstrengungen von privaten Tierhaltern, Landwirten und Vereinen entsprechend positiv zu würdigen.“

Tierwohl im Ökoland

„Dem Tierwohl kommt in der Landwirtschaftsstrategie 2020 ,Ökoland Vorarlberg – regional und fair‘ ein hoher Stellenwert zu“, bekräftigt Landesrat Erich Schwärzler. „Bei ihrer täglichen Arbeit erbringen die Tierhalter in der Betreuung der Tiere eine große Leistung. Diese rechnet sich für den Tierbesitzer und unterstützt das Tierwohl – dafür vielen Dank. Der Vorarlberger Tierschutzpreis zeichnet stellvertretend für viele Tierhalter diese Leistungen im Besonderen aus.“

Vorarlberger Tierschutzpreis würdigt positive Mensch-Tier-Beziehung: als eingespieltes Team fürs Tierwohl besuchten Tierschutzpreis-Initiatorin Verena Daum (Vorarlberger Nachrichten, www.progression.at, Garden Eden Organisation) und Landesveterinär Dr. Norbert Greber die engagierten Preisträger 2017 und machten sich ein Bild vom großartigen Einsatz für das Wohl unserer Mitwesen