Dem gemeinsamen Bekenntnis „gegen qualvolle Tiertransporte“ müssen Taten folgen! Letztens haben alle – angefangen von den Bauernvertreter*innen bis hin zum Landeshauptmann, von den Landwirtschaftssprecher*innen aller Parteien bis zu den Konsument*innen – das Ende der unsäglichen Tiertransporte gefordert. Dann lasst uns nicht auf strengere EU-Regeln warten, sondern mit Maßnahmen im Land mutig vorangehen und konkrete Schritte setzen!

Von Daniel Zadra, Grüner Klubobmann in Vorarlberg

Die Vorarlberg Milch – als Genossenschaft mit über 500 Milchbetrieben – hat es selbst in der Hand, Regeln zur Einhaltung von Tierschutz festzulegen. Vorarlberg Milch kann ihre eigenen Mitglieder in die Pflicht nehmen: Milchlieferverträge gibt es nur für jene Betriebe, die auf Kälbertransporte gänzlich verzichten – sprich, ihre Kälber nicht außer Landes schaffen.

Förderstrukturen ändern, Zweinutzungsrassen fördern

Jenseits der gesetzlichen Lage hat die Politik selbstverständlich die Möglichkeit, steuernd einzugreifen. Es geht um die politische Verantwortung. Die Landwirtschaftspolitik hat jahrzehntelang Fördergelder in die einseitige Steigerung von Milchleistung gesteckt und damit in die Haltung von hochgezüchteten Milchkühen. Jetzt heißt es auf diesem Weg gegenzusteuern. Land und Landwirtschaftskammer können die Beratungs- und Förderstrukturen so ausrichten, dass nur noch Zweinutzungsrassen gefördert werden – sprich Tiere, die sich sowohl für die Fleisch- als auch für die Milchproduktion eignen. Das sind nur zwei konkrete Forderungen des 5-Punkte-Plans für Milch ohne Kälbertransporte der Grünen.