BREGENZ – „Es ist nicht das Klima, das wir retten müssen, sondern die Zukunftschancen unserer Nachkommen“, sagt der Vorarlberger Landesrat Johannes Rauch (Grüne). „Wir sind, wie es Bundespräsident Alexander Van der Bellen so treffend formuliert hat, die erste Generation, die vom Klimawandel massiv betroffen sein wird und gleichzeitig die letzte, die das Schlimmste verhindern kann“, bringt es der Umwelt- und Klimalandesrat Johannes Rauch auf den Punkt.

„Das Wissen dazu: Vorhanden! Die Techniken: Weitgehend vorhanden! Die guten Beispiele, wie es gehen kann: Es gibt sie! Was wir tun müssen, ist zu lernen, das Beste, Innovativste, Klügste, das es an vielen Orten in vielen einzelnen Bereichen gibt, voneinander zu übernehmen und umzusetzen: Die Verkehrspolitik aus Kopenhagen, die Stadtplanung von Freiburg oder Oslo, nachhaltige Landwirtschaftsmodelle, Gemeinwohlökonomie statt blindem Wachstumsglauben, Freiheit statt Konsumzwang, ein gutes Leben für alle anstatt unermesslichem Reichtum für Wenige. Geht nicht? Sinnlos, weil die Chinesen und die Amerikaner und viele andere das Gegenteil tun? Weil alles eh schon so schlimm ist? ,Die Welt ist zum Verändern da, nicht zum Ertragen’ sagt dazu Harald Welzer.“

Optimismus ist gefragt

„Genau deshalb ist Pessimismus keine Lösung! Genau deshalb ringen wir in Vorarlberg um die noch so kleinen Schritte: Energieautonomie, den bestmöglichen Öffentlichen Verkehr, Zukunft für den Radverkehr, regionale Lebensmittel mit Qualität, gute Bildung und beste Ausbildung für alle“, führt Landesrat Rauch weiter aus. „Vorarlberg alleine kann und wird die Welt nicht verändern. Aber unser eigenes Land so zu gestalten, dass es zukunftsfähig ist, das ist unsere Verantwortung – und die können nur wir wahrnehmen. Gemeinsam.“

Der Artikel ist am 23.3.2019 in der Extra-Ausgabe „Klimaschutzpreis 2020“ der Vorarlberger Nachrichten erschienen.