Schwarzach – Die Anbetung des Goldenen Kalbs ist wider die Natur. In vielen Bereichen unseres Lebens bewirken Chemie und technische Entwicklungen Gutes, bringen neue Erkenntnisse, Fortschritt, mitunter sogar Wohlstand. In der Landwirtschaft und im Lebensmittelbereich hat die chemische Keule allerdings nichts verloren. Dort reicht das, was die Natur und ihre Kreisläufe zu bieten haben, völlig aus, um die Welt – erwiesenermaßen auch zwölf Milliarden Menschen – aus regionalen Kleinstrukturen heraus gesund zu ernähren.

Von Verena Daum (das Editorial ist am 6. Oktober 2017 in der Extra-Ausgabe „Ökoland Vorarlberg“ in den Vorarlberger Nachrichten erschienen)

Die toxische Mischung ist unersättliche Gier und der Missbrauch von technischem Fortschritt für „fiktiven Profit“, der dadurch entstandene kollektive Egoismus, der eine zerstörerische Agrochemie-Industrie und eine Konsum- und Wegwerfgesellschaft hervorbrachte, die selbst den Ast absägt, auf dem sie sitzt. Mit Gift & Genen von Monsanto/Bayer & Co. wird unser Heimatplanet nachhaltig verseucht, unfruchtbar gemacht und in einem Tempo ausgebeutet, das der überlebensnotwendigen Energie-, Ressourcen- und Agrarwende, die durch Regionalinitiativen allerorts langsam zu greifen beginnt, kaum eine Chance lässt.

Glyphosat ist derzeit im wahrsten Sinn des Wortes in aller Munde, nämlich einerseits seit Jahrzehnten in der Nahrungskette und andererseits endlich auch medial, um diesem Irrweg entgegenzuwirken. Glyphosat ist das weltweit am häufigsten eingesetzte Pestizid. Die Rückstände des Gifts befinden sich in der Umwelt und dadurch in unseren Lebensmitteln. Zaghaft wird inzwischen zugegeben, was nach dem Gesetz der Logik und dem Prinzip von Ursache und Wirkung längst klar ist: „wahrscheinlich krebserregend“ (WHO) und im Endeffekt mit Sicherheit tödlich – für Mutter Erde und ihre Lebewesen.

Zahlreiche Petitionen wie etwa „Gemeinsam stoppen wir Glyphosat“ von GLOBAL2000 werden von der Bevölkerung immer stärker getragen und der Druck seitens der Zivilgesellschaft auf die Politik wächst spürbar. In Vorarlberg gedeihen längst Obst- und Gartenkultur, Permakultur und Konsumentensolidarität für ein Leben und Wirtschaften im Einklang mit der Natur. So haben bereits 25 Gemeinden auf „giftfrei“ umgestellt und viele ziehen nach. Wirtschaftsethik sowie couragiertes und selbstbestimmtes Handeln sind Gebot der Stunde.

Saat der Freiheit – raus aus der Destruktivität exponentiellen Wachstums – hin zu qualitativem Wachstum im Einklang mit der Natur

Die Garden Eden Organisation steht für die weltweite Bewegung regionaler Solidargemeinschaften hin zur selbstbestimmten und gesunden Nahrungssicherung

Wirtschaftsethik bedeutet empathisch zu leben und zu arbeiten im Einklang mit der Natur

Frieden und Freiheit durch Wirtschaftsethik – Klimabündnis Vorarlberg vernetzt mit Regenwaldgemeinden im Chocó in Kolumbien

Flüsse des Lebens und regional-globale Agrarwende – Klimabündnis Vorarlberg-Chocó

Vorarlberger Tierschutzpreis der Vorarlberger Nachrichten und vom Land Vorarlberg 2017: die elf Hauptpreisträger mit Tierschutzpreis-Initiatorin Verena Daum (Vorarlberger Nachrichten, www.progression.at, Garden Eden Organisation info@garden-eden.org), Landesveterinär Dr. Norbert Greber und Landesrat Erich Schwärzler; FOTO: OLIVER LERCH

Eingespieltes Team im Engagement für Tierwohl und gesunde Lebensmittel mit dem „Vorarlberger Tierschutzpreis“ und international mit der „Garden Eden Organisation“: Landesveterinär Dr. Norbert Greber mit Tierschutzpreis-Initiatorin und Journalistin/Autorin Verena Daum (Vorarlberger Nachrichten, www.progression.at, Garden Eden Organisation info@garden-eden.org, Buch „Verantwortungslos – Zivilcourage für ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“ in Deutsch und Russisch), FOTO: OLIVER LERCH

Journalist/Author/Publisher/Human Rights Activist Verena Daum (Vorarlberger Nachrichten, www.progression.at, Garden Eden Organisation info@garden-eden.org, book „Irresponsibly – civil courage to end war against humanity“ in german und russian language); WEBSITE GARDEN-EDEN.ORG NOT YET ONLINE