Fürs Tierwohl Engagierte werden 2021 wieder mit dem VN-Tierschutzpreis ausgezeichnet. Jedes Jahr am 4. Oktober ist Welttierschutztag. In unser aller Bewusstsein, sollte jeder Tag ein solcher sein. „Tierwohl ist Menschenwohl und fördert ein intaktes Ökosystem“, lautete das Motto der Initiatoren des Vorarlberger Tierschutzpreises, des damaligen Tierschutzombudsmannes Pius Fink, der ehemaligen VN-Chefredakteurin Verena Daum und dem damaligen Landesrat Erich Schwärzler, die diesen 2012 ins Leben riefen und 2013 erstmals vorbildlich engagierte Tierfreunde in den Bereichen „beruflicher“ und „ehrenamtlicher“ Umgang mit Tieren auszeichneten.

Seither wurden jedes Jahr bis zu 23 Preisträger für ihre Leistungen fürs Tierwohl und den Tierschutz – stellvertretend für alle Engagierten – präsentiert und gewürdigt. „Es geht um einen positiven Zugang zum Thema Tierhaltung, Tierwohl und Tierschutz – bei Haustieren genauso wie bei Wildtieren oder den Tieren in der Land- und Viehwirtschaft. Dabei geht es um ganzheitliches Tierwohl im Kontext mit dem Naturkreislauf im Ökosystem – ohne Negativ-Impact! Denn, ohne pathetisch klingen zu wollen: Liebevoller und achtsamer Umgang mit der Natur als unsere Lebensgrundlage und mit allen fühlenden Wesen – besonders mit unseren Schutzbefohlenen -, rettet schlussendlich die Menschheitsfamilie“, sagt die Tierschutzpreis-Mitinitiatorin Verena Daum. Nicht zuletzt Corona geschuldet, werden ab sofort die Tierschutzpreise alle zwei Jahre vergeben – abwechselnd mit dem VN-Klimaschutzpreis. Die nächste Tierschutzpreisverleihung findet zum Tierschutztag im Herbst 2021 statt.

Positive Emotionen

„Tierwohl bedeutet mehr, als den gesetzlichen Mindeststandard einzuhalten, mehr als die bloße Abwesenheit von Schmerzen, Schäden, Leiden und Angstzuständen, nämlich, dass zusätzlich die Bedürfnisse der Art und bestenfalls des Individuums gemäß der Persönlichkeitsforschung bei Tieren größtmöglich erfüllt werden und die Tiere positive Emotionen ausleben können“, betont die Vorarlberger Tierschutzombudsfrau Karin Keckeis. „Was man im Zusammenhang mit den viel diskutierten Tierwohl-Labeln und somit der Beurteilung von Tierwohl heutzutage keinesfalls außen vor lassen sollte, ist der ökologische und nachhaltige Aspekt. So sind Leistungen im Tierschutz im Zusammenspiel mit ökologischen Aspekten und nachhaltigen Lösungen zu sehen.“ Für Landesveterinär Norbert Greber ist der Tierschutzpreis ein Leuchtturmprojekt: „Tierschutz ist in der Öffentlichkeit und leider auch in der tagtäglichen Arbeit des Amtstierarztes viel zu oft im negativen Sinne präsent, nämlich wenn es um vermutete oder tatsächliche Verstöße geht. Somit ist der Tierschutzpreis ein Leuchtturmprojekt, weil hier Tierschutz von einer völlig anderen Seite thematisiert wird: in dem Sinne, dass Tierhalter mit vorbildlichem Umgang mit Tieren vorgestellt und ausgezeichnet werden.“

Mit Namen und Gesicht

„In der Vorarlberger Landwirtschaft kommt dem Tierwohl ein hoher Stellenwert zu“, informiert Landesrat Christian Gantner. „So haben die von Tierhaltern täglich verantwortungsbewusst betreuten Tiere Namen und Gesicht. Der Vorarlberger Tierschutzpreis zeichnet stellvertretend für viele Vorbilder diese Leistungen im Bereich der beruflichen und ehrenamtlichen Betreuung von Tieren im Besonderen aus. Klar ist auch: Jeder Kassabon beim Einkauf von Qualitätsprodukten aus der Region ist ein Stimmzettel für eine flächendeckende, tierhaltende und zukunftsorientierte Landwirtschaft. Regionale Lebensmittel schützen das Klima und fördern das Tierwohl.“ Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher unterstreicht die Wichtigkeit des Projekts: „Der Zustand einer Gesellschaft zeigt sich darin, wie sie mit ihren Tieren umgeht. Mit dem Vorarlberger Tierschutzpreis werden Vorbilder in Bezug auf eine positive Mensch-Tier-Beziehung nun alle zwei Jahre präsentiert und ausgezeichnet. Tierwohl und Tierschutz stehen hier im Vordergrund und dadurch auch die Förderung einer nachhaltigen und gesunden Lebensweise sowie eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur.“