Während der österreichische Außenminister Schallenberg in Wien kürzlich eine mehr als peinliche Pressekonferenz lieferte, in der er einmal mehr als Phrasendrescher der US/EU-Politik mit „westlichen Werten“ und – kein Witz – „Nawalny“ fungierte, stand sein russischer Gast und Amtskollege Sergej Lawrow felsenfest neben ihm und bezeichnete etwa den von der ukrainischen Putsch-Regierung einberufenen „Krim-Gipfel“ als „Hexensabbat“. Damit ist alles gesagt. Das Treffen mit Kanzler Sebastian Kurz gestaltete sich sachlich, während nachmittags großes Einvernehmen zwischen dem souveränen Staatsmann Lawrow und Vertretern des austro-russischen „Sotschi-Dialogs“ in der russischen Botschaft herrschte. „Es war ein ausgesprochen gutes Gespräch, sehr verständnisvoll. Lawrow hat unsere Aktivitäten gewürdigt“, sagte der österreichische Ko-Vorsitzende im Lenkungsausschuss des „Sotschi-Dialogs“, Christoph Leitl, seines Zeichens Präsident der Eurochambres. Selbstredend, dass ein zukünftig ökologisch-sozialer Wirtschaftsraum Eurasien heißen muss, der durch die neue Seidenstraße verbunden wird – zum Wohle aller. Ob das nun dem US/UK-Westen gefällt oder nicht.

Von Verena Daum, www.progression.at, www.garden-eden.org

Spätestens seit dem Afghanistan-Drama ist durchgängig allen klar: der US/UK-Hegemon ist tot. Sein Russland-Bashing hat seine Wirkung verfehlt. Auch wenn die EU-Politik sich noch ziert – bilateral wollen EU-Staaten mit Russland und ganz Eurasien zusammenarbeiten. Wiederholt schilderte Christoph Leitl bei Wirtschaftstreffen etwa in St. Petersburg: „Man spricht es nicht offen aus, aber die Sanktionen sind für unsere Unternehmen bedrückend. Die Betriebe bleiben zwar in Russland, doch das Wachstum ist beeinträchtigt und die Kaufkraft der Menschen sinkt. Die Wirtschaft lebt von Vertrauen und Kooperationen, nicht von Drohungen und Sanktionen. Seit Jahren schaden die Sanktionen sowohl den russischen als auch den österreichischen Unternehmen. Wir haben uns mit den Sanktionen selbst ins Knie geschossen.“ Der langjährige Ex-Chef der Wirtschaftskammer Österreich, der an der Spitze von Eurochambres nun 20 Millionen europäische Unternehmen mit 120 Millionen Mitarbeitern vertritt, bringt das Beispiel der Lebensmittelindustrie. Vor den Sanktionen exportierte Österreich im Wert von 100 Millionen Euro jährlich Lebensmittel nach Russland. Inzwischen hat Russland einen Einfuhrstopp verhängt, seine eigene Industrie aufgebaut und exportiert heute „mehr Lebensmittel als Waffen“. Russland habe sich nach China geöffnet, obwohl „Russland mit Rohstoffen und die EU mit Know-how und Technologien einander hervorragend ergänzen würden“, bedauert Leitl. Dennoch beteuerte Wladimir Putin bei der Gründung der Dialog-Plattform gegenüber Leitl: „Seien Sie überzeugt, wir sind Europäer“.

„Sotschi Dialog“ fördert Kooperation und beendet Konfrontation

Der russische Präsident Wladimir Putin und der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen haben im Mai 2019 gemeinsam das bilaterale Gesprächsforum „Sotschi-Dialog“ eröffnet und zeigten Einigkeit in zahlreichen internationalen Fragen. „Wertschätzung, Interessenausgleich und Kooperation verbinden“, sind sich alle Teilnehmer einig. „Wir wollen das Verbindende vor das Trennende stellen“, bringt es der österreichische Leiter des Forums, der ehemalige österreichische Wirtschaftskammerpräsident und amtierende Präsident der europäischen Wirtschaftskammer Christoph Leitl, auf den Punkt. Sein Partner auf russischer Seite ist der ehemalige Bildungsminister Andrej Fursenko. Weiter auf österreichischer Seite im Committee sind der Industrielle Hannes Androsch, Ex-Justizminister Wolfgang Brandstetter, seitens der österreichischen Industriellenvereinigung Anlagenbauer und Vorarlberger Konsul der Russischen Föderation Ing. Hubert Bertsch, der Historiker Stefan Karner, die Direktorin des Kunsthistorischen Museums Sabine Haag, Wirtschaftskammer-Generalsekretär Karl-Heinz Kopf, die Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler, Salzburgs Ex-Landeshauptmann Franz Schausberger und der Präsident der österreichisch-russischen Freundschaftsgesellschaft Richard Schenz. Der Focus liegt auf den Wirtschaftsbeziehungen und ökologisch-sozialen Zukunftsfragen. Bei der Eröffnung des Dialogs unterstützten Putin und Van der Bellen gemeinsam das von den USA angefeindete Pipelineprojekt Nord Stream 2. Van der Bellen bestätigte, dass die OMV „nicht die geringste Absicht hat, aus dem Projekt auszusteigen“. Einig waren Van der Bellen und Putin auch in Sachen EU-Sanktionen. Van der Bellen sagte zu Putin: „Als Ökonom kann ich Ihnen nur zustimmen, Sanktionen schaden beiden Seiten.“ Putin betonte, die Sanktionen würden dem Völkerrecht widersprechen, weil nicht der UNO-Sicherheitsrat sie erlassen habe. Van der Bellen wiederholte seine Aussage von 2018, wonach es „keine grundsätzliche Vertrauenskrise“ zwischen Russland und Europa gebe: „Ich denke, wir wissen, woran wir wechselseitig sind.“ Seitens der Unternehmer als Säule für prosperierende Volkswirtschaften sollte einer eurasischen Wirtschaftsunion von Lissabon bis Wladiwostok mitsamt neuer Seidenstraße nichts im Weg stehen. Eine solche Partnerschaft auf Augenhöhe stünde für Frieden und Wohlstand aller Völker.

Aktuelle Infos aus Russland:

Moskauer Flughafen Scheremetjewo gilt als der verkehrsreichste in Europa

Moskauer Flughafen Scheremetjewo gilt als der verkehrsreichste in Europa

Der Flughafen Moskau Sheremetyevo wurde als der verkehrsreichste in Europa anerkannt. Im Juni empfing es 2,94 Millionen Passagiere. Das berichtet das britische Portal Air Service One. Der zweitgrößte Flughafen war der Flughafen Istanbul mit 2,8 Millionen Passagieren. Den dritten Platz belegte ein weiterer Moskauer Luftfahrthafen – der Flughafen Domodedovo mit einem Passagieraufkommen von 2,45 Millionen Menschen pro Monat. Es wird darauf hingewiesen, dass Heathrow in London historisch der verkehrsreichste Flughafen in Europa ist. Gleichzeitig wird berichtet, dass es in den letzten zwei Monaten in Folge nur die 17. Zeile des Ratings einnimmt. Zuvor war Sheremetyevo der erste Flughafen in Russland mit einem einzigartigen Service – es wurde möglich, die Passkontrolle mit Biometrie zu passieren. Das automatisierte Passkontrollsystem (ASPK) erkennt Reisepässe russischer Staatsbürger ab der 75. Serie, die über biometrische Tags verfügen. Dadurch wurde die Zeit, die ein Passagier für die Passkontrolle benötigt, erheblich verkürzt.

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Московский аэропорт Шереметьево признали самым загруженным в Европе

Московский аэропорт Шереметьево признали самым загруженным в Европе. За июнь он принял 2,94 миллиона пассажиров. Об этом сообщает британский портал Air Service One. Вторым по загруженности стал аэропорт Стамбула, который принял 2,8 миллиона пассажиров. Третье место заняла еще одна московская авиагавань — это аэропорт Домодедово с пассажиропотоком 2,45 миллиона людей за месяц. Отмечается, что исторически наиболее загруженным аэропортом Европы является Хитроу в Лондоне. При этом сообщается, что последние два месяца подряд он занимает только 17-ю строчку рейтинга. Ранее Шереметьево стал первым в России аэропортом с уникальной услугой — в нем появилась возможность пройти паспортный контроль по биометрии. Автоматизированная система паспортного контроля (АСПК) распознает паспорта граждан России 75-й серии и выше, имеющие биометрические метки. В итоге время прохождения пассажиром паспортного контроля значительно сократилось.

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Die russische Regierung setzt Arbeitsgruppen für die Anpassung der heimischen Wirtschaft an die globale Energiewende ein

Die russische Regierung will verschiedene Arbeitsgruppen für die Anpassung der heimischen Wirtschaft an die globale Energiewende einsetzen. Unter anderem sollen dabei Möglichkeiten einer Verringerung von Exporten konventioneller Brennstoffe bei gleichzeitiger Entwicklung alternativer Energien untersucht werden. Die Leitung soll Vize-Regierungschef Andrej Beloussow übernehmen. Quelle (RU)

McKinsey hat Moskau in die Top drei Städte mit dem besten Verkehrssystem aufgenommen

Moskau belegt den dritten Platz in einer neuen McKinsey-Studie, die den Verkehr in 25 der weltweit führenden Metropolregionen analysiert. Dazu trugen der Ausbau der Metro, der Bau des IDC und die Aufstockung der zugewiesenen Fahrspuren für den öffentlichen Verkehr bei. Moskau belegt in einer neuen Studie des Beratungsunternehmens McKinsey „Transport Systems in 25 Cities of the World: Components of Success“ den dritten Platz. Die russische Hauptstadt lag nach Singapur und Peking an zweiter Stelle. In einer früheren ähnlichen Studie von McKinsey, veröffentlicht vor drei Jahren, im Juni 2018 Moskau Platz nur Sechster. Die Studie untersuchte Städte mit mehr als 5 Millionen Einwohnern, einem Bruttoregionalprodukt (BRP) pro Kopf von über 10.000 US-Dollar, die Anzahl der Autos – mehr als 150 pro 1.000 Einwohner. Die Autoren wählten 21 Städte mit vergleichbaren Verkehrssystemen aus. Vier weitere Städte wurden aufgrund ihrer Führung in mehreren internationalen Rankings für die Entwicklung verschiedener Aspekte von Verkehrssystemen aufgenommen.

Moskau ist mit dem besten Verkehrssystem in die Top-Ten-Städte der Welt eingestiegen. Um die Position der Stadt in Zukunft zu verbessern, ist es notwendig, die Kosten für die Nutzung eines Autos in der Stadt zu erhöhen, sich mit der Geschwindigkeitsbegrenzung in der Hauptstadt zu befassen, eine Fahrradinfrastruktur zu entwickeln und eine mobile Anwendung zu verbessern Verkehrsdienste, die Autoren der Studie, ein McKinsey-Partner und der Leiter des Expertenzentrums, sagten gegenüber RBC. Das Moskauer Ministerium für Verkehr und Entwicklung der Straßenverkehrsinfrastruktur (Deptrans) hat den Bericht kennengelernt, da es alle Studien und Bewertungen verfolgt. So könne man Moskau mit dem Rest der Megastädte der Welt vergleichen und verstehen, worauf man zunächst achten sollte, sagte ein Vertreter der Abteilung. McKinsey studierte Verkehrssysteme in den folgenden 25 Städten: acht Städte in Asien (Beijing, Shenzhen, Shanghai, Tokio, Bangkok, Seoul, Hongkong und Singapur), acht Städte in Europa (London, Madrid, Berlin, Paris, Mailand, Istanbul, Moskau und Petersburg), fünf in Nordamerika (New York, Chicago und Los Angeles, Toronto und Mexiko-Stadt), zwei in Südamerika (Buenos Aires und São Paulo) und je einer in Australien und Afrika (Sydney und Johannesburg). Warum Moskau in die Top 3 aufgestiegen ist: „Man kann den Markt nicht überlisten.“ 10 Gebote des Handels von Lewis Borsellino: Die endgültige Gesamtbewertung der McKinsey-Städte wird auf der Grundlage von sieben Spezialbewertungen gebildet, darunter physische (Schienenverkehr, Straßennetz und gemeinsamer Verkehr) und finanzielle Erreichbarkeit des Verkehrs (öffentlicher Verkehr; Kosten und Hindernisse bei der Nutzung des Individualverkehrs), Effizienz öffentlicher Verkehrsmittel und Individualverkehr, seine Bequemlichkeit (evaluiert E-Dienste, Reisekomfort, Intermodalität und Fahrkartensystem) sowie Sicherheit und nachhaltige Entwicklung (physische und ökologische Sicherheit).

Подробнее на РБК:

https://www.rbc.ru/society/12/08/2021/611412389a79479fac4f12cb

http://www.progression.at/lawrow-zur-frage-was-russland-an-der-ukrainischen-grenze-tut-wir-leben-da-aber-was-suchen-die-usa-in-der-ukraine/

http://www.progression.at/seit-jahrzehnten-versuchen-transatlantiker-mit-aller-gewalt-deutsch-russische-wirtschaftspartnerschaften-zu-verhindern/

http://www.progression.at/eurasische-wirtschaftsunion-als-autonome-allianz-bedeutet-frieden-und-wohlstand/