Bregenz/Vorarlberg – Den „March against Monsanto“ begleitet der Song „Seeds of Freedom“ von Manu Chao im Sinne von gesunder Nahrungs- und dadurch Friedenssicherung. In ihrem Buch „Seeds of Suicide“ beschrieb Vandana Shiva, die kürzlich beim World Future Council in Bregenz zu Gast war, den Massenselbstmord indischer Bauern aufgrund der vernichtenden Abhängigkeit von profitgeilen und seelenlosen Agrochemie-Riesen. In Zeiten von Hormon- und Antibiotika-verseuchten Turborindern in grausamer Massentierhaltung mitsamt Boden, Grundwasser und Klima zersetzendem Ammoniak- und Methanausstoß, in Zeiten von Agent Orange, Round-up und Glyphosat sowie eskalierender Ressourcenkriege, sind Wege raus aus der Destruktivität exponentiellen Wachstums (Habgier), hin zu qualitativem Wachstum im Einklang mit der Natur (Empathie) das Gebot der Stunde.

Von Verena Daum (das Editorial ist am 4. Juli 2017 im VN-Extra „Grünes Leben“ der Vorarlberger Nachrichten erschienen)

Beherzigen wir das Prinzip von Ursache und Wirkung oder die simple Einnahmen-Ausgaben-Rechnung. Wenn wir vier Planeten verbrauchen, aber nur einen als Lebensgrundlage zur Verfügung haben, dürfte jedem klar sein, dass sich das nicht ausgeht. Die Haushaltsführung unserer Omas ist wieder gefragt. Nichts wurde weggeworfen. Sie zogen eigenes Saatgut für die Pflanzenvielfalt und hielten Kleintiere. Alles wurde sinnvoll verwertet, veredelt, eingelegt, verkocht. Selbstverständlich im Naturkreislauf. Leben und wirtschaften mit der Natur und nicht gegen sie! Im Naturkreislauf sind Ökonomie, Ökologie und Soziales in Harmonie zu bringen.

Eigeninitiativ und selbstbestimmt handeln

Vorarlberg entwickelt sich zur Vorzeigeregion, in der immer mehr Menschen eigeninitiativ und selbstbestimmt mit Konsumentensolidarität, Repair Cafés, dem Klimaneutralitätsbündnis, den fair-trade Weltläden, dem Verband Obst- und Gartenkultur Vorarlberg, der freien Lern- und Arbeitsgemeinschaft Bodensee Akademie, Permakultur-Initiativen und Bewegungen für kleinstrukturierte und vielfältige Lebensmittelproduktion im Naturkreislauf, Direktvermarktung regionaler Lebensmittel, unseren Natura-2000-Gebieten und durch gelebte Partnerschaft zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus im Rahmen der „Ökolandstrategie – regional und fair“ eine enkeltaugliche Zukunft anstreben.

„Fliegen kann man nur gegen den Wind“

„Fliegen kann man nur gegen den Wind“, besingt Reinhard Mey den Freigeist. Und Hubert von Goisern bringt es auf den Punkt: „A jeder woaß, dass es Geld nit auf da Wiesen wachst und essen kann ma’s a nit – aber brenna tat’s guat. Aber hoazen domma en Woazen und de Ruabn und den Kukuruz – wann ma lang so weiterhoazen brennt da Huat.“

Journalist/Author/Human Rights Activist Verena Daum, natural food security and healthy life movement „Garden Eden Organisation“, info@garden-eden.org, www.progression.at, book in german and russian language „irresponsibly – civil courage to end war against humanity“

Sonja, David, Leo und Marc von Leo’s Garten Eden Permakulturhof Hittisau als Schau- und Schulmodell sowie Herzstück der Garden Eden Organisation (Verena Daum mit Jessica Hotz, info@garden-eden.org) luden am 25. Juni 2017 zum Tag der offenen Tür.

Verena Daum (Garden Eden Organisation, info@garden-eden.org, www.progression.at) mit Lydia Huemer und zahlreichen Besuchern auf Leo’s Garten Eden Permakulturhof in Hittisau im Dorf 145.

Permakulturist Leo Simma mit Zahnarzt Peter Huemer und hunderten Interessierten beim Tag der offenen Tür auf dem Garten Eden Permakulturhof Hittisau.