Die allseits bekannten Kriegstreiber haben das nächste Angriffsziel im Visier: den Iran. Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif: „Die USA nehmen Öltanker-Vorfälle als Vorwand, um mit ihrer Sabotage-Diplomatie Krieg gegen den Iran zu führen.“ Die UN teilten mit: „Die USA und ihre regionalen Verbündeten müssen die Kriegshetze stoppen und die schädlichen Verschwörungen sowie die Operationen unter falscher Flagge in der Region beenden.“ Also die gezielten Angriffe, die dem Gegner angehängt werden, um den Anlass für einen militärischen Konflikt zu schaffen.

Von Verena Daum (www.progression.at, www.garden-eden.org)

Autorenkollege und Nahost-Experte Michael Lüders sieht die Schuldzuweisung der USA an den Iran genau so: „Es gibt verschiedene Akteure, die hier als mögliche Verursacher infrage kommen“, sagte er bei n-tv. „Durchaus möglich, dass Staaten in der Region wie etwa Saudi-Arabien, die die USA in eine bewaffnete Konfrontation mit dem Iran drängen wollten, die Hände mit im Spiel haben. Das alles sind Spekulationen, es gibt keine gesicherten Beweise.“ Weltweit bekannt ist, dass US-Sicherheitsberater John Bolton, der Ultra-Falke, gegen den Iran den Finger am Abzug hat. Schon lange strebt er einen Regimewechsel in Teheran an. Lüders betont die extrem brenzlige Lage. Da es zurzeit keinen Deeskalationsmechanismus und es für die Iraner kein Verhandlungsangebot jenseits der eigenen Kapitulation gebe, könne er sich nicht vorstellen, wie es zu einer Deeskalation kommen könne. „Die Lage ist und bleibt sehr gefährlich.“ Lüders befürchtet, dass alles auf eine bewaffnete Konfrontation hinausläuft. „Das wird nicht heute passieren, auch nicht morgen, aber es kann in den nächsten Wochen geschehen.“ Eine Katastrophe für die ganze Welt. „Sollte es zum Krieg kommen gegen den Iran, dann besteht die Gefahr, dass die USA einen solchen Angriff auf den Iran zum Nato-Verteidigungsfall erklären. Und dann kann die Sache natürlich wirklich sehr brenzlig werden, zumal sich Russland und China im Kriegsfall hinter den Iran stellen werden.“