Im Oktober 1994 reisten der Vorarlberger Rot-Kreuz-Direktor Roland Gozzi, Hanno Pinter und ich nach intensivem medialen Fundraising ins Kriegs- und Völkermord-Gebiet Ruanda und ins benachbarte Zaire, wo sich bereits 1,5 Millionen Flüchtlinge aufhielten, um mit unserem österreichisch-deutschen Rot-Kreuz-Team Trinkwasser aus dem Rutschuru-Fluss aufzubereiten und die Menschen zu versorgen. 
Später ging es mit einem österreichischen Ärzteteam nach Burkina Faso, wo die Teams in Schichten die Menschen, vorwiegend Kinder, operierten: Gaumenspalten, Noma-Wunden und -Entstellungen, Klumpfüße, Blutschwämme und andere Krankheiten, Deformierungen und körperliche Behinderungen.

Für die Ruanda/Zaire-Berichterstattung und mediales Fundraising und Unterstützung der Kriegsflüchtlingshilfe vor Ort (Wasseraufbereitung), erhielt Verena Daum den österreichischen Rot Kreuz-Kristall.

Seit 2012 beteiligt sich auch das Österreichische Rote Kreuz (ÖRK) an Hilfsprojekten für Flüchtlinge direkt in Syrien sowie in den völlig überforderten Nachbarländern Libanon, Jordanien und Armenien. Im Verband mit der internationalen Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung werden im Bürgerkriegsland Hilfsgüter über den Syrischen Roten Halbmond an bedürftige Familien verteilt. Zur Hilfe aus Österreich zählen auch Medikamente und medizinische Ausrüstung für Kliniken und mobile Gesundheitseinrichtungen. Etwa 3000 Freiwillige in Syrien bilden das Rückgrat dieser existenziellen humanitären Hilfe für die im Land verbliebenen Menschen. Sie arbeiten unter schwierigsten Bedingungen und riskieren ihr eigenes Leben. Etwa 50 Rothalbmond-Freiwillige wurden getötet, hunderte verletzt, entführt oder eingesperrt.
Unterstützung der Kriegs-Nachbarländer
Auch die Rotkreuz- und Rothalbmond-Einsatzkräfte in den Nachbarländern sind bei ihren Rettungseinsätzen täglich in Lebensgefahr in den Gebieten, die von terrorisierenden Fundamentalisten kontrolliert werden. Davon konnten sich im Sommer 2013 der Vorarlberger Landesrettungskommandant Werner Meisinger und die Journalistin Verena Daum-Kuzmanovic persönlich vor Ort ein Bild machen, und von den katastrophalen Bedingungen, in denen die damals geschätzt bereits 1,6 Millionen Kriegsflüchtlinge, zwei Drittel Frauen und Kinder, ums tägliche Überleben kämpften und heute noch kämpfen. Als Chefredakteurin der Vorarlberger Nachrichten rief Verena Daum-Kuzmanovic in Zusammenarbeit mit dem Vorarlberger RK-Direktor Roland Gozzi eine spontane Hilfs- und Spendenaktion ins Leben, um die Kriegsflüchtlinge über das Libanesische Rote Kreuz im überlasteten kleinen Nachbarland zu unterstützen. Mit Hygiene- und Nahrungsmittelpaketen und einem zusätzlichen Einsatzfahrzeug. Trotz Missbilligung Einiger mit den Worten „weit weg“ oder „was hat das mit Vorarlberg zu tun?“ zeigte sich schon damals die Vorarlberger Bevölkerung spende- und hilfsbereit. Heute hat die gigantische und bereits damals absehbare Flüchtlingswelle in erster Linie mit Europa, aber auch mit Vorarlberg zu tun.
Hier können Sie helfen!
Und nach wie vor besteht die Möglichkeit, die Flüchtlinge in ihrer Heimat und in den Nachbarländern beim Überlebenskampf zu unterstützen, damit sie eines Tages zurückkehren und neu aufbauen können. Im Bild: Flüchtlingsfamilie an der syrisch-libanesischen Grenze, sechs Kilometer von Homs entfernt, auf dem Cover des Buches „Verantwortungslos – Zivilcourage für ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“ von Verena Daum-Kuzmanovic. Unterstützen Sie bitte die Hilfsprojekte des ÖRK in Syrien, im Libanon, in Jordanien und in Armenien: www.roteskreuz.at/katastrophenhilfe; Spenden für Syrien, Erste Bank: 40014400144 (BLZ 20111); Überweisungen aus dem Ausland: IBAN: AT57 2011 1400 1440 0144, BIC: GIBAATWWXXX