„Unsere effizienten Anlagen sind umweltschonende Energielieferanten für die Industrie“, betont CEO Ing. Hubert Bertsch, Eigentümer der BERTSCHgroup. Die bisher erfolgreiche Zusammenarbeit, viel Erfahrung im Bereich Reststoffverwertung und optimierte Konzepte für Kundenbedürfnisse bescherten BERTSCHenergy den vierten Auftrag in Folge beim deutschen Familienunternehmen Palm, einem der führenden Hersteller von Zeitungsdruck und Wellpappenrohpapieren aus 100 Prozent Altpapier in Europa. Palm hat noch zwei weitere Standbeine: Recycling von Altpapier und Herstellung von Verpackungen aus Wellpappe.

Von Claudia Bertsch, Head of Marketing der BERTSCHgroup (der Artikel ist 15.4.2020 in den Vorarlberger Nachrichten erschienen)

Beim aktuellen Auftrag geht es um die Erweiterung und Modernisierung von Palms eigenem Kraftwerk am Standort in Wörth am Rhein, Deutschland, um eine weitere Kesselanlage. Das Hauptziel ist die optimierte Entsorgung von eigenen Reststoffen und dadurch die Einsparung der Entsorgungskosten. BERTSCHenergy liefert dazu das Herzstück, den Dampfkessel für die thermische Verwertung der Reststoffe. Weitere Komponenten wie die Brennstoffdosierung, eine komplexe Rauchgasreinigung entsprechend der strengen Emissionsvorschriften, bis hin zum Kamin runden den Lieferumfang ab. Zudem wird durch eigene Kraftwerke eine dezentrale Energieversorgung gesichert, d.h. es fallen lange Leitungswege und damit verbundene Stromverluste weg. Zudem werden die CO2-Emissionen deutlich reduziert, in diesem Fall sogar trotz einer 30-prozentigen Steigerung der Stromerzeugung. Kraftwerke dieser Art werden von der deutschen Bundesregierung im Zuge der Maßnahmen für die Energiewende über das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) gefördert. Das Besondere am neuen Kraftwerk ist der Brennstoff. Beim Recycling von Altpapier fallen große Mengen von Kunststoffen, Metallen und anderen Reststoffen an, welche mit sehr hohen Entsorgungskosten verbunden sind. Aus diesem Reststoffmixwerden Metalle soweit wie möglich abgeschieden und die restliche Fraktion steht der Verbrennung im Kessel zur Verfügung.

Technologien der Zukunft

Um diesen Brennstoffmix möglichst effizient umsetzen zu können, wird eine stationäre Wirbelschicht eingesetzt. Bereits 13 Kraftwerksanlagen dieser Art wurden vom Bludenzer Familienunternehmen gebaut und in Betrieb genommen. „In Kombination mit einer modernen Rauchgasanlage zählen diese Anlagen zu den modernsten und umweltschonendsten Energielieferanten für Industrieunternehmen“, betont Ing. Hubert Bertsch, Eigentümer der BERTSCHgroup. Diese Kraftwerke haben eine Leistung von bis zu 100 MW, ein solches alleine könnte ein Viertel aller Haushalte in Vorarlberg mit Strom versorgen.

Infos unter www.bertsch.at