BREGENZ Rhomberg setzt mit dem Ressourcen Center Rheintal auf Kreislaufwirtschaft. Das Ressourcen Center Rheintal (RCR) von Rhomberg ist ein wichtiger Baustein für die wohnortnahe Versorgung der Vorarlberger Bevölkerung mit Baumaterialien und anderen Rohstoffen. Dies soll und wird  auch so bleiben – unabhängig von der Fortführung des lokalen Steinbruchs. Dafür sorgt der nachhaltige Ansatz, den Rhomberg auf dem Areal verfolgt: den der lückenlosen Kreislaufwirtschaft!

Rhomberg arbeitet intensiv daran, die Rohstoffe nicht mehr (nur) durch Abbau zu gewinnen, sondern zunehmend auch durch Recycling, Upcycling und Urban Mining. Die Logik hinter diesem Ansatz ist bestechend: „Wir üben weniger Druck aus auf die Umwelt, erhöhen unsere Rohstoffversorgungssicherheit, steigern die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Vorarlberg und tun auch noch unserem Klima etwas Gutes“, bringt es Hubert Rhomberg auf den Punkt. Schon heute gewinnt Rhomberg bis zu 50 Prozent seiner Baustoffe aus recycelten Sekundärrohstoffen. Ziel des RCR ist es nun, durch neue Technologien mit weniger Energieverbrauch die Qualität und die Menge der aufbereiteten Rohstoffe zu steigern. Mit dem Start-up WoodRocks will Rhomberg außerdem in seinem Kerngeschäft, dem Wohnbau, ansetzen und mit Holz hauptsächlich nachwachsende Rohstoffe verwenden und so bauen, dass das Gebäude amEnde des Lebenszyklus Rohstoff für Neues sein kann („cradle 2 cradle“). Dies gelingt mit einem cleveren Holzsystembau, hoher Vorfertigung und einer optimalen Planung.

Die Kreislaufwirtschaft ist ein Modell der Produktion und des Verbrauchs, bei dem bestehende Materialien und Produkte so lange wie möglich geteilt, geleast, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und recycelt werden.

Längerer Lebenszyklus

Auf diese Weise wird der Lebenszyklus der Produkte verlängert. In der Praxis bedeutet dies, dass Abfälle auf ein Minimum reduziert werden. Nach dem ein Produkt das Ende seiner Lebensdauer erreicht hat, bleiben die Ressourcen und Materialien so weit wie möglich in der Wirtschaft. Sie können immer wieder produktiv genutzt werden, um weiterhin Wertschöpfung zu generieren.

Im Urban Mining ist eine Stadt oder Gemeinde nichts anderes als ein wertvolles Rohstofflager – Straßen und Gebäude werden dabei als „Lagerstätten“ betrachtet. Der Ansatz ist daher, das in den Städten enthaltene Material – Beton, Asphalt, Steine, Bauschutt, Metalle, Glas, Papier oder Mischkunststoffe – zu erfassen, um es zukünftig weiter- und wiederzuverwenden, statt alles einfach abzureißen und zu entsorgen.

Cradle to Cradle bedeutet übersetzt „Von der Wiege zur Wiege“. Nach dem C2C-Konzept existiert Müll nicht mehr, weil alles Nährstoff ist. Produkte werden so designt, dass ihre Materialien kontinuierlich in biologischen und technischen Kreisläufen zirkulieren können. Abfall ist so immer Nährstoff für etwas Neues. Dabei wird mit erneuerbaren Energien wie Sonne, Wind, Wasser und Erde produziert und Diversität unterstützt.

Infos: www.rhomberg.com