Washington, Brüssel, Paris, Moskau – Beim St. Petersburger Wirtschaftsforum (SPIEF) 2017 beriet sich Putin-Russland mit zahlreichen innovativen europäischen und internationalen Unternehmern über eine gemeinsame, partnerschaftliche, ökologisch-soziale und prosperierende Wirtschafts- und Gesellschaftsentwicklung, über gemeinsame Bildungs- und Forschungsinitiativen, über zukunftstragende Wissens-, Werte- und Kulturvermittlung. Vor internationaler Presse erklärt der russische Präsident, dass die unipolare Weltordnung des Westens vorbei sei und deren Kriege nicht nur destruktiv für die gesamte Weltgemeinschaft, sondern vor allem auch für die Kriegstreiber selbst sind. „Das wird zum Glück langsam begriffen“, sagte Putin und fördert seit jeher federführend die konstruktive Zusammenarbeit der Weltgemeinschaft auf Augenhöhe.

Von Verena Daum

Während Donald Trump den Klimawandel ignoriert und gerade dabei ist, die USA diesbezüglich zu isolieren, erteilte Wladimir Putin als Antwort auf die völkerrechtswidrigen Sanktionen des Westens gegen sein Land schon 2015 der US-Agro-Chemie-Industrie mit Gentechnik, Round-up und Glyphosat eine klare Absage. Im Rahmen seiner partnerschaftlichen und neuen multipolaren Globalisierungsbemühungen macht sich Putin-Russland nicht nur selbst unabhängig vom reinen Öl- und Gas-Export, sondern bewegt sich in Zusammenarbeit mit internationalen Wirtschaftspartnern auch bewusst in Richtung Ressourcen-, Energie- und Agrarwende für gesunde Lebensmittel, qualitatives Wachstum, neue und zukunftsfähige Beschäftigungsmodelle sowie die damit einhergehende Existenz- und Friedenssicherung für alle.

„Wozu weiter aufrüsten? Gegen wen will man Krieg führen?“

Zur Aufstockung der Verteidigungsausgaben der NATO-Staaten beim Treffen mit Donald Trump in Brüssel und zu Macron’s ungeheuerlichem an seinen Staatsgast gerichteten Giftgas-Sager in Paris, Frankreich werde in Syrien militärisch auf Giftgas antworten, stellt Wladimir Putin zurecht die Fragen: „Wozu Militärausgaben erhöhen? Gegen wen will man denn Krieg führen?“ und französische Bomben auf Syrien auf welcher Grundlage? Die unbewiesenen Medien-Provokationen gegen Russland bezüglich angeblichem Wahlkampf-Hacking und gegen Syrien bezüglich Giftgas wies Putin in Paris scharf zurück: „Der syrische Staatschef hat diese Waffen nicht eingesetzt. Aus meiner Sicht wurde dies mit einem einzigen Ziel getan, um die Einführung von zusätzlichen Einflussmaßnahmen, vor allem auch militärischen Charakters, gegen den syrischen Präsidenten zu rechtfertigen. Das war’s“, erklärte Putin im Interview mit „Le Figaro“.

„Es existieren keine Beweise“, wiederholte Putin: „Das ist reine Provokation.“ Hacker-Angriffe könne jeder durchführen, jedoch glaube er nicht, dass sie tatsächlich eine Wahl beeinflussen könnten. Dass Donald Trump in Brüssel die NATO-Verbündeten aufforderte, mehr zu zahlen, sieht Putin als „pragmatisch“ an: „Das geht uns aber nichts an, möge die NATO selbst klären, wer, wofür, wieviel zahlen will. Russland gewährleistet jedenfalls seine Verteidigungsfähigkeit – sicher und zukunftsfähig.“

Das System richtet sich gegen sich selbst und zerfleischt sich

Als verzweifelter und offenbar völlig irrer Erhalter des sterbenden transatlantischen Hegemonialsystems poltert der republikanische US-Senator John McCain skrupellos heuchlerisch über den australischen TV-Sender ABC: „Putin ist die schlimmere Bedrohung für die Weltsicherheit als der IS. Der IS tut schreckliche Dinge … Aber die Russen haben versucht, das Fundament der Demokratie zu zerstören und das Ergebnis der Wahl zu ändern.“ Es gebe zwar keine Beweise, dass die Russen erfolgreich die US-Wahlen manipuliert haben, aber sie versuchten weiterhin Wahlen zu manipulieren etwa in Frankreich. „Daher brauchen wir stärkere Sanktionen und werden im Senat weitere Strafmaßnahmen für das russische Verhalten vorantreiben und beschließen“, sagte McCain.

Der republikanische US-Senator John McCain bezeichnete den russischen Präsidenten Wladimir Putin als die schlimmere Bedrohung für den Weltfrieden als der IS.

Der ehemalige OSZE-Vize und deutsche Wiedervereinigungs-Insider Willy Wimmer kommentierte am 29. Mai auf „rt deutsch“ treffend zum Thema: „Kann es sein, dass in den USA ein System zu Ende geht, welches – beginnend mit dem Kriegseintritt gegen Deutschland und Österreich mit dem anschließenden Diktat von Versailles 1919 unglaublich global ausholend wurde und spätestens mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen Jugoslawien 1999 den Zustand des Dauer-Weltkriegs erreichte – mit den Angriffen gegen Präsident Trump anfängt, sich gegen sich selbst zu richten und sich selbst zu zerfleischen?“