Warum? Weil permakulturelles Leben und Arbeiten ein ethisches und tiefenökologisches Kreislaufwirtschaftssystem im Einklang mit der Natur ist. Und das nicht nur in der Landwirtschaft, sondern in allen Lebensbereichen – an erster Stelle selbstverständlich die gesunde Ernährungs- u. Existenzsicherung, die für globalen Frieden steht. „Die konventionell-industrielle Landwirtschaft wird mit Milliarden subventioniert – dadurch werden Natur und Existenzen nachhaltig zerstört“, zudem – und darum geht es den betreibenden Nutznießern – werden der auf Ausbeutung spezialisierten Oligarchie gigantische Profite beschert, sagt einer, der es wissen muss: Friedrich Lehmann kommt aus der konventionellen Landwirtschaft, gründete aber 1991 „Lehmann Natur“ und lebt seither die Permakultur als Konzept der Zukunft – und das sehr erfolgreich mit einem inzwischen weltweit agierenden Unternehmen, das auf ökologische Landwirtschaft setzt. So wie auch die Träger des Alternativen Nobelpreises Vandana Shiva oder Ibrahim Abouleish, der wie Lehmann mit dem Aufbau eines natürlichen Bodenlebens Wüste zum Leben erweckt und zum Erblühen bringt, zeigen uns immer mehr Vorbilder den richtigen Weg, bilden sich immer mehr regionale Solidargemeinschaften als globale Bewegung. Derzeit läuft der ausgezeichnete Dokumentarfilm „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ in den Kinos und zeigt beeindruckend und motivierend auf, wie wir alle gemeinsam unser inzwischen weitgehend verloren gegangenes „Paradies auf Erden“ wieder ganz natürlich neu erschaffen können.

Von Verena Daum (Journalistin/Autorin www.progression.at) und Leo Simma (Permakulturhof Hittisau/Vorarlberg)

Permakultur ist sinnvoll, gesund, effizient, ökologisch, ökonomisch und sozial. Und das Beste ist: Permakultur KÖNNEN wir alle! Jetzt und heute! Aufgrund dieser Tatsache entwickeln Leo und ich hoch motiviert ab sofort in permakultureller Partnerschaft, das heißt: gemeinsam mit allen Interessierten und Gleichgesinnten, eine einfache, praktische und für alle verständliche Info- und Umsetzungs-Initiative garden-eden.org (derzeit noch nicht online – mehr darüber demnächst) nach der Permakultur-Philosophie und dem Grundsatz „miteinander ethisch leben und wirtschaften im Einklang mit der Natur“. Das Permakultur-Konzept zielt auf die Schaffung von dauerhaft funktionierenden, nachhaltigen, natürlichen Kreisläufen in der Landwirtschaft, umfasst aber als Denkprinzip bereits seit den 1980er Jahren alle Lebensbereiche wie Energieversorgung, Landschaftsplanung und die Gestaltung sozialer Infrastrukturen.

Was, wenn es eine Formel gäbe, die Welt zu retten? Was, wenn jeder von uns dazu beitragen könnte? Dann könnten wir alle gemeinsam couragiert aktiv werden und uns das verloren gegangene Paradies auf Erden zurück holen bzw. aus eigener Kraft heraus neu schaffen. Und wir können das! Mit relativ wenig Aufwand für viel mehr Lebensqualität. Für ihre Doku „Tomorrow“ sprachen die französische Schauspielerin Mélanie Laurent („Inglourious Basterds“) und der Aktivist und Mitbegründer der Bewegung für die Erde und Humanität „Colibris“, Cyril Dion, in zehn Staaten – darunter Großbritannien, Dänemark, Frankreich und USA – mit Umweltschützern, Experten und Wissenschaftlern, die alle bestätigen: Jeder hat es in der Hand, die Dinge positiv zu verändern. Ihr Film zeigt der Weltbevölkerung Wege und Alternativen für eine ethische und gesunde Ernährung-, Existenz- und Frieden-sichernde Globalisierungsentwicklung auf.

Der Dokumentarfilm „Tomorrow – Die Welt ist voller Lösungen“ vermittelt uns klar, wie wir unsere Erde retten können

Wir können unsere Zukunft selbst gestalten – eine bessere, eine gute Zukunft! Keine Katastrophenszenarien werden in diesem durch Crowdfunding finanzierten Dokumentarfilm gezeigt, sondern stattdessen ganz bewusst optimistisch Lösungen für eine bessere Welt. Wie etwa ein Bio-Bauernhof in der Normandie mit auf Selbstversorgung ausgelegter Permakultur, oder das biologische Gemüseanbau-Projekt der Bevölkerung in Detroit. Laurent und Dion besuchten Initiativen und Projekte, die alternative ökologische, wirtschaftliche und demokratische Ideen verfolgen. Und sie finden Antworten auf die dringendsten Fragen unserer Zeit – und die Gewissheit, dass es eine andere, eine positive Geschichte für unsere Zukunft geben kann. Der globale ökologische Kollaps kann von uns allen aufgehalten werden. „Tomorrow“ sollte Teil der Ausbildung aller politischen Verantwortlichen weltweit sein, kommentierte etwa der UN-Beauftragte für Klimapolitik und nachhaltige Entwicklung, David Nabarro. So wird auch auf dem „Tomorrow“-Blog (http://www.tomorrow-derfilm.de) die Bildung als wichtigste Basis genannt.

Schlüsselfaktoren, um gemeinsam eine gute und gesunde Welt von morgen zu schaffen, sind Wissen und Bildung!

Nicht auf unseren Abschluss oder Titel kommt es an, sondern es geht darum, ob wir unser Herz öffnen, wenn andere leiden, ob wir motiviert sind, nach Lösungen zu suchen, ob wir die Energie aufbringen, Widerstände zu überwinden und ob wir den Mut haben, plausible Lösungen und sinnvolle Alternativen auch umzusetzen. Sind wir offen genug, anderen bei der Suche nach ihrem eigenen Weg und nach ihren eigenen Lösungen zu helfen? Um gemeinsam miteinander und voneinander zu lernen, müssen wir hinaus gehen in die Welt, uns mit anderen austauschen und die Dinge anpacken. In der Erlebnispädagogik, in der Natur, lernen nicht nur die Kinder, sondern wir alle viel über Tiere, Pflanzen, Ökosysteme und über uns selbst – den Blick auch nach innen gerichtet -, was wir wirklich im und zum Leben brauchen, was uns wirklich glücklich macht und was zum Glücklichsein völlig ausreicht. Reformpädagogik schafft Freiräume und ermutigt zum Experimentieren, sie basiert auf der Neugier von Kindern und nicht auf Druck und Zwang. Schule neu denken heißt demnach mehr „learning by doing“ – man lernt am besten und am meisten, wenn man es selbst versucht und aktiv anpackt. So heißt es nicht nur auf dem „Tomorrow“-Blog: Wenn Menschen Probleme gemeinsam angehen, nach Lösungen suchen, vor Ort, in der Welt, und jeder in seinem Inneren, dann lernen die Kinder und auch wir Erwachsenen nicht nur Rechnen und Schreiben, sondern vor allem die Welt mit neuen Augen zu sehen. Als eine Welt, die wir gemeinsam gestalten müssen und können.

Unser Traum von einer besseren Welt kann Realität werden, sobald wir selbst zu handeln beginnen …

… beweist „Tomorrow“ mit den Beiträgen der Detroit Urban Farming Bewegung, des General Managers der isländischen Nationalen Energiebehörde Guoni Johannesson, des Sprechers der WIR Bank in Basel Herve Dubois, des Ökonoms Michael Schumann, der Mitglieder der Business Alliance for Local Living Economies oder der Kitchenware Revolution in Island und vielen weiteren Zukunftsforschern und aktiven Umsetzern von sinnvollen Initiativen. Anthony D. Barnosky ist Wissenschaftler für Paläontologie und Professor für integrative Biologie an der Uni Berkeley in Kalifornien. Er erforschte mehr als 30 Jahre lang die Klimaveränderungen unseres Planeten und deren Einfluss auf die Evolution der Spezies und beschäftigte sich vor allem mit den Lehren, die aus dieser Vergangenheit gezogen werden können. Jüngst veröffentlichte er 2012 „Approaching a state shift in Earth’s biosphere“ zusammen mit Liz Hadly und 20 internationalen Wissenschaftlern in der Zeitschrift „Nature“.

Städte für Menschen und lernen fürs Leben

Auch der Städteplaner und Autor von „Städte für Menschen“, Jan Gehl in Kopenhagen kommt in „Tomorrow“ zu Wort und erzählt von der „Copenhagenization“. Mit seinem Team hat er bereits in Moskau, Shanghai, New York City, Malmö und zahlreichen weiteren Städten für mehr Lebensqualität gesorgt. 2004 nahmen die ehemalige internationale Anwältin Perrine und der ehemalige Seemann Charles ihre Koffer und zogen auf ein Stückchen Land in der Normandie, um dort die Gemüsefarm Bec Hellouin zu gründen. Auf Reisen nach Kuba, Japan, in die USA und nach Frankreich machte sich das Paar Hervé-Gruyer mit verschiedenen Anzuchtpraktiken vertraut, um so eine natürliche Vielfalt an Früchten zu ernten. Ihre permakulturelle Farm setzt heute neue Maßstäbe im organischen Gemüseanbau. 2006 stellte Rob Hopkins fest, dass die einfachsten und alltäglichen Dinge auf Erdöl angewiesen sind – Essen, Heizen, Mobilität – für alles benötigen wir Energie, die zwangsläufig verschwindet. Wie also können wir uns von dieser Abhängigkeit vom Erdöl befreien? Wie kann man unsere Gemeinden für die zweifache Herausforderung des Peak Oil und des Klimawandels wappnen? Diese Fragen beantwortete Rob Hopkins, indem er Ausbilder für Permakultur wurde und die Transition Towns Bewegung gründete. Unterrichte die Kinder im Lernen und bereite sie für das Leben vor, so lautet der Leitsatz des Direktors der Kirkkojarvi Gesamtschule in Espoo in Finnland, Kari Louhivuori.

Demokratie leben – 100 % Recycling und Rückführung in den Naturkreislauf – gesunde Ernährung für alle Menschen

Das Prinzip von Ursache und Wirkung zeigen in „Tomorrow“ auch Colibris-Mitgründer Pierre Rabhi auf, der sich für eine Gesellschaft einsetzt, die respektvoll mit Mensch und Natur umgeht. Er unterstützt eine Agrarökologie und Anbaumethoden, die Respekt vor der Umwelt zeigen, indem sie natürliche Ressourcen erhalten – vor allem in ariden Ländern. In der indischen Kleinstadt Kutthambakkam hat der ehemalige Chemieindustrie-Ingenieur Elango Rangaswamy als Bürgermeister das Schicksal der 5000 Einwohner verändert. Während früher Gewalt, Alkoholschmuggel und Umweltverschmutzung des Stadtleben bestimmten, ist es im Laufe der Jahre zu einem Vorbild für eine partizipative Demokratie geworden. Robert Reed ist Sprecher der Recology Genossenschaft und setzt die „Zero Waste“-Initiative in San Francisco um. Er will 100 % Abfälle weiterverwenden, kompostieren, recyceln.

Der Mitbegründer des „négaWatt“-Instituts, Thierry Salomon ist unermüdlicher Förderer von Energieeffizienz und beweist, dass Sonne und Wind als unbegrenzte Energiequellen Gas, Öl und Uran ablösen können – auch in Frankreich. Oliver de Schutter war UNO-Sonderberichterstatter für das Recht auf Nahrung und setzt auf Familienbetriebe in der Kreislaufwirtschaft und prangert die Macht der Lobbyisten an, die notwendige Veränderungen sowohl im Bereich Landwirtschaft als auch der Energie blockieren. Es brauche eine neue Umverteilung des Vermögens, sagt de Schutter, und dass Hunger und Unterernährung politische Fragen sind, für die es technische Lösungen gibt. Lange Zeit war Malik Yakini Geschäftsführer der „Nsoroma Institute Public School Academy“, einer der in Detroit führenden afrikanischen Bildungseinrichtungen. Inzwischen leitet er die „D-Town Farms“ eines fast drei Hektar großen Bauernhofs in der Nähe von Rouge Park in Detroit. Er gründete und führt auch das „Detroit Black Community Food-Security Network“ und ist Mitglied des „Detroit Food Policy Council“. Stadtbauernhöfe und permakulturelles Urban Farming funktionieren!

In Solidargemeinschaften positiv bewegen

Aber nicht nur die Experten und Aktivisten in „Tomorrow“ zeigen wie es geht und treten den Beweis an, dass es geht, sondern auch die seit Jahren immer mehr werdenden weltweiten regionalen Solidargemeinschaften (http://www.progression.at/paradigmenwechsel-in-der-globalisierung-durch-regionale-solidargemeinschaften/) sowie das zukunftsweisende Umdenken und Umsetzen ganzer Staaten wie etwa Russland mit seiner Landwirtschaftsoffensive im Einklang mit der Natur (http://www.progression.at/sanktionen-zum-trotz-wird-russland-globaler-hauptlieferant-gesunder-lebensmittel/). Für Entwicklung statt Wachstum in allen Lebensbereichen, und dafür, dass unsere Ernährung wieder den Stellenwert ganz oben auf unserer Prioritätenliste erhält, plädieren Klimaexperte Professor Claus Leggewie und aktive Permakulturisten schon lange (http://www.progression.at/zurueck-zu-wertschaetzung-gesunder-lebensmittel-und-einem-lebensstil-im-einklang-mit-der-natur/). Permakultur heißt Arten- und Sortenvielfalt, nachhaltige Optimierung statt kurzfristige Maximierung, Kooperation statt Konkurrenz und permanente Entwicklung.

Laut Vandana Shiva, Friedrich Lehmann oder Ibrahim Abouleish können wir alle gemeinsam Verwüstungen in den Garten Eden verwandeln

„Die einzige Hoffnung ist die aufgeklärte Zivilgesellschaft“, um die Wende in eine ethische, gesunde und sichere Globalisierungsentwicklung zu schaffen, erklärt mein Autoren-Kollege und Freund Jean Ziegler auszugsweise in meinem Buch „Verantwortungslos – Zivilcourage für ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“. Er selbst benennt Ursachen und Wirkung, aber auch die Lösung vor allem in seinen Büchern „Wir lassen sie verhungern …“ und „Ändere die Welt!“ Auch Alt-Bischof Erwin Kräutler am Xingu in Brasilien ruft uns alle in seinem aktuellen Buch auf: „Habt Mut!“ In meinem Vortrag „Zivilcourage verändert die Welt“ (http://www.progression.at/zivilcourage-veraendert-die-welt/) hob ich das Wirken Vandana Shivas hervor, die betont, dass nur die regionale kleinbäuerliche Landwirtschaft im Einklang mit der Natur die Weltbevölkerung gesund ernähren kann.

Bis zu 80 Prozent unserer weltweiten Böden sind aufgrund von Monokulturen mit Gift und Genen im wahrsten Sinn des Wortes bereits kaputt gemacht worden, sagt Friedrich Lehmann im ARTE-Interview mit Sophia Boddenberg (http://future.arte.tv/de/permakultur-als-globale-alternative-interview?language=de) und baut den Verbund „Auf dem Weg zu einer besseren Landwirtschaft“ auf der ganzen Welt auf: „Mit natürlichen Mikroorganismen können wir schwerstgeschädigte Böden in lebendige und gesunde Böden verwandeln. Wir sind eine Gruppe von vielen Kleinbauern weltweit und Firmen, die sich um den Anbau, Logistik und Vertreib kümmern. Permakultur ist der Versuch, das Universum, den Planeten und den Menschen wieder in Symbiose zu bringen.“ Das ARTE-Interview mit Friedrich Lehmann hier im Anhang in voller Länge:

Permakultur als globale Alternative

Friedrich Lehmann arbeitete in der konventionellen Landwirtschaft, bis er 1991 Lehmann Natur gründete, mitterweile ein weltweit agierendes Unternehmen, das auf ökologische Landwirtschaft setzt. Für Lehmann ist Permakultur das Konzept der Zukunft. ARTE Future hat mit ihm gesprochen.

Welche Probleme bringt die konventionelle Landwirtschaft mit sich?

Siebzig bis achtzig Prozent der Böden weltweit sind kaputt. Als Landwirt muss man ein lebendiges Bodenleben aufbauen. Das allerwichtigste für die Zukunft wir sein, den Boden wieder mit Humus aufzubauen. Das bedeutet, dass jegliche Art von Chemikalien und künstlichen Düngern nicht mit der Erde in Berührung kommen dürfen. In zwei Milligramm Erde befinden sich mehrere Milliarden Organismen, die alle miteinander arbeiten. Das ist ein hochkomplexes System, das bisher noch niemand begreift. Eines ist klar: Wenn wir so weitermachen, steuern wir auf eine Hungersnot zu. Die Lebensmittel, die heute konventionell erzeugt werden, sind kein natürliches Produkt mehr. Ich arbeite in Südandalusien, wo mit ungeheurer Gewalt der Boden zerstört wird. Die Pflanzen und Bäume, die da wachsen, haben nichts mehr mit der Kraft des Bodens zu tun, wo eigentlich die Qualität und die Inhaltsstoffe eines Lebensmittels herkommen. Das sind rein künstliche Produkte. Es ist eigentlich ganze einfach: Ein gesunder Boden erzeugt einen gesunden Baum, ein gesunder Baum erzeugt gesunde Früchte und gesunde Menschen erzeugen eine gesunde Welt.

Was machen Sie dagegen?

Die Gruppe Lehmann Natur erzeugt Lebensmittel in Form einer Weiterentwicklung der ökologischen Landwirtschaft nach der EU-Verordnung, die viel zu wenig Wert auf den Boden und auf dessen Aufbau legt. „Auf dem Weg zu einer besseren Landwirtschaft“ ist ein Verbund, den wir in der ganzen Welt aufbauen. Wir haben Möglichkeiten, mit natürlichen Mittel auch schwergeschädigte Böden relativ schnell wieder aufzubauen und in lebendige Böden zu verwandeln. Das ist mit natürlichen Mikroorganismen möglich. Wir sind eine Gruppe von vielen Kleinbauern weltweit und Firmen, die sich um den Anbau, Logistik und Vertrieb kümmern. Permakultur ist der Versuch, das Universum, den Planeten und den Menschen wieder in Symbiose zu bringen.

Wie kamen Sie zur Permakultur?

Ich komme aus dem konventionellen Anbau und konventionellen Handel. Davon habe ich mich getrennt und die „Lehmann Natur“ gegründet, weil ich gemerkt habe, dass es so nicht weitergehen kann mit den Pestizid- und Fungizid-Einsätzen. Wir führen unserem Boden mittlerweile 15 Millionen Tonnen Kunstdünger zu. Wenn Kunstdünger mit dem Boden in Berührung kommt, geht das Leben im Boden kaputt. Die Bäume können noch eine Zeit lang überleben, aber das geht nach und nach zurück. Ich glaube, dass die konventionelle Landwirtschaft keine Zukunft mehr hat. Wir produzieren immer schlechtere Lebensmittel und schmeißen viel zu viel weg. Auch das Logistik-System ist schlecht. Die Aussage, dass wir ohne konventionelle Landwirtschaft die Welt nicht ernähren könnten, ist eine Lüge.

Welche Vorteile bringt die Permakultur mit sich?

Im Grunde ist es ganz einfach: Der Landwirt versucht, den Humus-Anteil im Boden zu erhöhen und das mit natürlichen Mitteln: Mit organischem Material, Kompost und Mikroorganismen. Der Humus-Aufbau ist unsere Lebensgrundlage. Der Landwirt versucht, Licht und Luft in den Boden zu bringen. Der Boden ist eigentlich so ähnlich wie unser Körper. Wenn wir dem Körper auf Dauer Gifte geben, zerstören wir das Immun-System. Wenn Sie dem Boden Gifte geben, zerstören Sie das Immunsystem des Bodens. Der tote Boden produziert pro Jahr und pro Hektar 50 Tonnen CO2. Die konventionelle Landwirtschaft und das übermäßige Fleischessen sind die entscheidenden Gründe für den hohen CO2-Ausstoß. Bei humusreichem Boden absorbiert jeder Hektar 50 Tonnen CO2. Das ist die vergessene Klimachance.

Welche Erfolge konnten Sie schon verzeichnen?

Mit weniger Input haben wir einen größeren Output und eine hohe Qualität. Wir sind als Bauern sehr erfolgreich und das obwohl wir frei sind von jeglichen Subvention. Die konventionelle Landwirtschaft wird mit 60 Milliarden Euro im Jahr subventioniert. Es wird subventioniert, um zu zerstören. Das ist ein Milliardengeschäft. Permakultur stellt nicht das System, das Geld oder irgendeine nationale Interesse in den Vordergrund, sondern den Menschen. Wir müssen uns bei jeder Entscheidung fragen: Dient das dem Planeten und dem Menschen?

Kann die Permakultur zu einer globalen Alternative werden?

Absolut. Es ist erfolgreich und es macht Spaß. Wenn ich durch eine Finka gehe, dann ist das ein gutes Lebensgefühl. Wir Menschen werden uns weiterentwickeln. Ich bin sehr positiv eingestellt. Ich träume von einem transparenten, tiefenökologischen Wirtschaftssystem, wo alle Kosten sofort der Produktion zugeordnet wurden.

Das Interview führte Sophia Boddenberg

Informationen über Permakultur nachzulesen auf Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Permakultur#Anf.C3.A4nge_und_Entwicklung:

Die ursprüngliche „permanent Agriculture“ ist heute die permanent gesunde und ethische Lebensweise neuer ökologisch-sozialer Bewegungen

In den 1970er Jahren entwickelten die beiden Australier Bill Mollison (inzwischen Träger des Alternativen Nobelpreises) und David Holmgren Ideen zum Aufbau langfristig ertragreicher landwirtschaftlicher Systeme als nachhaltigen Gegenentwurf zum vorherrschenden industriellen Agrarsystem. Im Prinzip „entdeckten“ sie die Kreisläufe des in Europa bereits bekannten Biolandbaus für sich und ihren Kontinent neu. Sie beobachteten, dass die industrielle Landwirtschaft durch ihre Präferenz für Monokulturen und den massiven Einsatz von Pestiziden Böden und Wasser verschmutze, die Biodiversität reduziere und ehemals fruchtbaren Boden der Erosion ausliefere. Dies ist heute längst erwiesene Tatsache und gegen die vernichtenden Zustände in der Agroindustrie wird weltweit heftig Widerstand geleistet. Mollison und Holmgren prägten für ihren neuen Denkansatz den Begriff Permakultur. Er entstand aus der Verknüpfung der Begriffe permanent agriculture (dauerhafte Landwirtschaft). 1978 veröffentlichte Mollison sein erstes Buch über dieses Konzept (Permaculture One).

Mollison und Holmgren definierten Permakultur zunächst als Planung, Entwicklung und Bewirtschaftung integrierter, sich selbst entwickelnder Systeme aus mehrjährigen und sich selbst vermehrenden einjährigen Pflanzen und Tierarten, die im Einklang mit den jeweiligen Umweltbedingungen und den Bedürfnissen ihrer Nutzer stehen. Im Laufe der Jahre erweiterten und verfeinerten sie ihre Designprinzipien, indem sie diese in Hunderten von Projekten erprobten. Dabei wurde ihnen die Notwendigkeit der Einbeziehung sozialer Aspekte immer mehr bewusst.

So wurde während der 1980er Jahre aus dem ursprünglich landwirtschaftlichen Konzept ein holistisch-integrativer Denkansatz zur Gestaltung sozialer Siedlungsräume in Harmonie mit natürlich gewachsenen Habitaten im Sinne einer permanent culture. Mit der Zeit erfuhr permakulturelles Denken und Handeln über die weltweit vernetzten neueren sozialen Bewegungen eine rasante Ausbreitung. Heute werden Permakulturprinzipien auch in vielen weiteren Gebieten umgesetzt, wie etwa der Architektur, der Stadt- und Regionalplanung sowie in der kooperativen Ökonomie und Software­entwicklung.

Ethik und Leitsatz

Die Anwendung von Permakulturprinzipien im Sinne einer integrativen, zukunftsfähigen Gestaltung unserer Lebensräume hat von Beginn an zur Formulierung ethischer Grundgedanken geführt. Auch diese wurden und werden ständig weiterentwickelt und bilden die Grundhaltung permakulturellen Denkens und Handelns. Sie sollen als Richtlinie für jegliches Permakultur-Design aufgefasst werden, sei es ein Garten-, Landwirtschafts- oder Forstprojekt, sei es der Bau eines Hauses oder einer ganzen Siedlung.Diese ethischen Grundwerte decken die oben erwähnten ökologischen, ökonomischen und sozialen Komponenten ab und lassen sich mit folgenden drei Termini zusammenfassen:

  • Achtsamer Umgang mit der Erde (Earthcare) – diese ökologische Komponente zielt auf den behutsamen und vorausschauenden Umgang mit den natürlichen Lebensgrundlagen (Ressourcen), die als ein Geschenk der Erde für alle Lebewesen aufgefasst werden. Um ein Permakultur-Design als nachhaltig bezeichnen zu können, sollen die natürlichen Regenerations­zyklen (Stoff– und Energiekreisläufe) der lebenserhaltenden Systeme bewusst und langfristig eingeplant werden.
  • Achtsamer Umgang mit den Menschen (Peoplecare) – diese soziale Komponente nimmt insbesondere Rücksicht auf die Selbstbestimmungsrechte aller Menschen. Hier wird das Problem von Freiheit und Verantwortung besonders deutlich. Allen das Recht auf eine frei gestaltbare Nutzung der Lebensgrundlagen zu gewährleisten, erfordert eine Balance zwischen individuellen und gemeinschaftlichen Bedürfnissen. Hieraus entspringt eine ethische Forderung nach sozialer Gerechtigkeit. Alle Menschen sollen das gleiche Recht auf Zugang zu den Lebensgrundlagen haben.
  • Selbstbegrenzung (Wachstumsrücknahme) und Überschussverteilung (Limits to consumption and growth, redistribution of surpluses) – Diese ökonomische Komponente leitet sich von der begrenzten Belastbarkeit und Regenerationsfähigkeit des Planeten Erde ab. Menschen sollen lernen, eine zukunftsfähige Selbstbegrenzung in Bezug auf die Befriedigung ihrer Bedürfnisseauszuüben, als Einzelne und als Gemeinschaft. Die dritte Komponente steht daher für eine bewusste Umsetzung von Selbstbegrenzung und einer (Rück)Verteilung der gemeinsam erzielten Überschüsse. Letztere bezieht sich auch auf die adäquate Rückführung in natürliche Kreisläufe. Damit schließt sich der Kreis zu Earthcare und Peoplecare, bzw. überschneiden sich die drei ethischen Aspekte.
Als eine nachhaltige Bewirtschaftungsform zielt Permakultur darauf ab, Erträge langfristig in ausreichender Höhe sicherzustellen und dabei den Arbeitsaufwand (Energieverbrauch) zu minimieren.
Permakultursysteme zeigen, wie sich Einzelne und Gemeinschaften mit einem geringen Ressourcen-, Platz- und Zeitaufwand und einem Verständnis für natürliche Kreisläufe weitgehend selbst versorgen können. Permakultur-Projekte nutzen dabei u. a. die Speicherung von Regenwasser und Sonnenenergie, verwenden sie effizient, verbessern die Bodenfruchtbarkeit und praktizieren eine naturnahe Abfallvermeidung, bei der der Output des einen Systemelements als Input für die anderen genutzt wird.

Permakultur sieht sich ethisch verpflichtet, nachfolgenden Generationen einen größtmöglichen Gestaltungsspielraum zu gewährleisten. Boden, Wasser und alle anderen lebenserhaltenden Ressourcen sollen für langfristige Nutzung bewirtschaftet und so bewahrt werden.Die internationale Permakulturbewegung unterstützt und praktiziert den Aufbau von produktiven Strukturen und Systemen, die allen Menschen ein gesundes, selbstbestimmtes und friedliches Leben ermöglichen.

Die Gestaltung und Bewahrung von Vielfalt ist ein zentrales Anliegen von Permakultur. Natürlich gewachsene Ökosysteme sind Vorbild. Kulturell geschaffene Systeme seien gesünder, produktiver und nachhaltiger, wenn sie ebenso vielfältig sind. Mischkulturen statt Monokulturen werden als Beispiel genannt.Für ein permakulturelles Design sind vier Aspekte von Vielfalt bedeutsam:

  • Artenvielfalt – die Anzahl unterschiedlicher Arten an Pflanzen und Tieren. Sie ist eine unerlässliche Bedingung zum Aufbau und Erhalt von Ökosystemen, sowie für eine beständige Anpassungsfähigkeit an evolutionäre Veränderungen.
  • Genetische Vielfalt – die Anzahl verschiedener Sorten und Arten an Pflanzen und Tieren. Sie ist wichtig für die Sicherstellung regional angepasster, gesunder und ausreichender Nahrung. Genmanipulation und einseitige Hochzüchtung bestimmter Sorten gefährden nach Ansicht der Permakultur das menschliche Überleben, wenn andere Sorten dadurch nicht weiterhin genutzt werden, bzw. sukzessive verschwinden.
  • Ökologische Vielfalt – Ökosysteme/Biotope mit ihren Wildpflanzen und Tierarten, sowie die zahlreichen Nischen, die diese für sich nutzen. Diese unterschiedliche Nutzung vorhandener Ressourcen wiederum fördert und gewährleistet Artenvielfalt und genetische Vielfalt. Diese Nischenstrategie wird auf Permakultur-Systeme übertragen: So essen etwa Schafe kurze Gräser, und Rinder längere: was die einen zurücklassen, essen die anderen. Darum kann jemand mit einer Herde Kühe eine etwa ebenso große Anzahl Schafe halten, ohne die Weidefläche auszuweiten. Weizen und Bohnen oder Gerste und Linsen besetzen ebenfalls leicht unterschiedliche Nischen, und es ist bekannt, dass solche Mischkulturen einen deutlich höheren Gesamtertrag erzielen als eine Monokultur derselben Größe. Die gleichen Steigerungen durch unterschiedliche Nischen können bei einer durchdachten Kombination von fruchttragenden Bäumen und Sträuchern und Nutztieren erreicht werden.
  • Kulturelle Vielfalt – insbesondere die unterschiedlichen Anbautechniken, Ver- und Entsorgungssysteme, Architektur und Siedlungsbau. Hier bedeutet Permakultur die genaue Beobachtung und Planung mit lokalen/regionalen Besonderheiten und die vorwiegende Nutzung vorhandener Ressourcen. Dieses Vorgehen führt zum Einsatz jeweils angepasster Technologien und setzt auf den Erhalt erfolgreicher gewachsener Strukturen.

Nachhaltige Optimierung statt kurzfristiger Maximierung

Die oben erwähnte Übertragung der Nischenstrategie auf die Landwirtschaft veranschaulicht diesen Leitsatz. Anstatt die Weideflächen zu vergrößern oder Monokulturen anzubauen, um kurzfristig wirtschaftlich effizienter zu sein, ermöglicht ein Einsatz von Vielfalt (mehrere Nutztiere, Mischkulturen, …), die Fläche langfristig bzw. nachhaltig effizient zu nutzen, das System klein zu halten und die Produktivität insgesamt zu erhöhen. Permakulturelle Ziele werden dadurch besser erreicht.
Eine nachhaltig effiziente Gestaltung nutzt die vorhandenen Ressourcen besser. Diesen Vorteil von nachhaltiger gegenüber kurzfristiger Effizienz zeigen uns die abfallfreien Nährstoffkreisläufe in der Natur. Pflanzen und Tiere produzieren keinen ‚Abfall‘, weil sie Teil eines nachhaltigen Systems sind, das die Überreste des einen als Nahrung für die anderen wiederverwendet, zum Beispiel als Futter oder Dünger. Je höher also die Vielfalt in einem System, desto nachhaltig effizienter werden die vorhandenen Ressourcen genutzt. Ein rein auf kurzfristige Effizienz ausgelegtes System würde nur darauf achten, eine einzige Ressource bestmöglich zu nutzen, bis sie schließlich aufgebraucht ist; die anderen Ressourcen bleiben ungenutzt und verkümmern. Darum sind auf bloß kurzfristige Effizienz ausgelegte Systeme langfristig unproduktiver als nachhaltig effizient genutzte. So befriedigen etwa LaufentenHühner und Schafe ungestört ihre jeweiligen Bedürfnisse. Gleichzeitig werden die vorhandenen Ressourcen nachhaltig effizient genutzt; was die einen nicht mögen, essen die anderen. Die unterschiedlichen Nischen ermöglichen eine Kooperation auf relativ kleinem Raum. Permakulturell gestaltete Systeme nutzen diese erfolgreiche ökologische Strategie zum Aufbau und Erhalt integrierter Lebensräume von Menschen, Tieren und Pflanzen.
Das Verständnis von Ökosystemen und der Leitsatz nachhaltige Effizienz statt bloß kurzfristiger Effizienz führt unmittelbar zur Einsicht, selbst gestaltete Systeme vorrangig durch Optimierung klein zu halten, statt sie zu vergrößern, um die Erträge zu maximieren. Das wäre langfristig gesehen eine Energieverschwendung, denn je höher die genutzte Vielfalt und deren produktives Umsatzvermögen, desto weniger Energie muss in das System hineingesteckt werden. Nebenbei erhöht die Vielfalt die Ausfallsicherheit des Systems.
Aus diesem Grund wird bei einem permakulturellen Design mehr auf die Beziehungen zwischen den Elementen geachtet, als nur auf die Elemente an sich. Außerdem sind kleine Systeme prinzipiell überschaubarer als große, denn wir Menschen haben ein begrenztes Auffassungsvermögen im Hinblick auf komplexe Vorgänge. Systemisches Denken erfordert komplexes Denken, was aber nicht kompliziert heißen muss, solange das System klein und die Menge der Elemente adäquat bleibt.Ein Beispiel für intelligent genutzte Kleinräumigkeit (small scale design) ist die Kräuterspirale.

Das Design größerer Systeme hingegen geschieht am besten in Form eines Mosaiks aus Subsystemen. Die Bildung von Subsystemen setzt in der Natur bei Erreichen einer kritischen Größe ein, dient dem Systemerhalt (Überleben) und kann als eine Strategie zur Optimierung (statt Maximierung) verstanden werden. So gibt es für alle Systeme eine optimale Größe, deren Überschreitung existenzgefährdende Nachteile mit sich bringen würde:

  • kurz- oder langfristige Ineffizienz (Abnahme der Produktivität bzw. des Wirkungsgrades, Unternutzung von Ressourcen, negative Gesamtenergiebilanz)
  • Erstarrung (Abnahme der Flexibilität, destruktive Eigendynamik, Kollaps)
Die optimale Größe betrifft sowohl das räumliche Ausmaß als auch die Wachstumsdynamik der Systemelemente: kurze Wege und dichte Kreisläufe sind kurz- oder langfristig effizienter als großräumige Strukturen; Vielfalt von Beziehungen (Multifunktionalität) und begrenztes Wachstum (Sättigung) der Elemente gewährleisten Flexibilität, Dauerhaftigkeit und Selbstregulation von Systemen.
Kooperation statt Konkurrenz
Um z. B. einen Garten, der uns ernähren soll, mit geringst möglichem Energieaufwand lange produktiv zu halten, brauchen wir Strategien, mit denen wir ihn weitgehend sich selbst überlassen können. Dazu gehört auch die Nutzung kooperativer Strukturen, wie etwa eine biologische Schädlingsregulation. Mit hohem Energieaufwand hergestellte Pestizide vertreiben nicht nur die ‚Schädlinge‘, sondern auch die ‚Nützlinge‘, die uns viel Arbeit abnehmen können. Sobald nämlich die ‚Schädlinge‘ wieder einwandern fehlen die ‚Nützlinge‘, weil sie lange keine Nahrung fanden. Nun wird der Schaden erst richtig groß, weil die Population der ‚Schädlinge‘ außer Kontrolle gerät, was den neuerlichen Energieaufwand verstärkt.
Solche selbst verursachten destruktiven Rückkopplungen entwickeln die oben erwähnte Eigendynamik und gefährden das System bis hin zum Kollaps. Statt also mit verschwenderischem Einsatz von Pestiziden zu versuchen, mit den ‚Schädlingen‘ zu konkurrieren, hilft die Nutzung kooperativer Selbstregulation die Produktivität mit minimalem Aufwand zu sichern.
So stehen etwa Laufenten und Gänse den gärtnernden Menschen als kooperative Gartenhelfer zur Seite. Die Laufenten erledigen so manches Schneckenproblem und halten gemeinsam mit den Gänsen das Gras auf den Wegen kurz. Dadurch hat der Mensch energie- und kostensparende Vorteile: weniger Pflegeaufwand bei gleichzeitiger Erhöhung des Gesamtertrages. Auf den Einsatz von Pestiziden und/oder Herbiziden kann durch eine geschickt gewählte Pflanzen- und Tierkombination verzichtet werden. Bei einem hohen Anspruch an Selbstversorgung hat diese Strategie einen entsprechend hohen Stellenwert.