So lautet das Motto für den „VN-Klimaschutzpreis 2022“. Soll heißen: Leben und wirtschaften nach dem „Cradle to Cradle“-Prinzip bringt ganzheitlich die ökologisch-soziale Wende. Wie wir zu einer Null-Schadstoff-Wirtschaftsweise kommen, die schlussendlich im Sinne des Gemeinwohls zu einer Win-win-win-Situation führen wird, zeigen Vorreiter und Vorbilder aus der Wirtschaft, aus dem Bildungsbereich, in Gemeinden, Vereinen, Solidargemeinschaften sowie im Privatbereich eindrucksvoll auf.

Von Verena Daum (Vorarlberger Nachrichten, www.progression.at, www.garden-eden.org, das Editorial ist am 19.3.2021 in der Extra-Ausgabe „VN-Klimaschutzpreis 2022“ der Vorarlberger Nachrichten erschienen)

Ganz grundsätzlich geht das nur mit einer achtsamen Lebens- und Arbeitsweise im Einklang mit der Natur im persönlichen Umfeld und Wirkungsbereich, die Ökonomie, Ökologie und Soziales als die tragenden Lebenssäulen in Harmonie bringt. Eine UmSTEUERungsREFORM, die „nach Corona“ bereits „greifen“ sollte, müsste in dieser Ganzheitlichkeit installiert und umgesetzt werden. Mit Null-Schadstoff-Impact (Umweltgifte), klimaneutralen Produktionsprozessen, Ressourcen-, Energie- und Agrarwende sowie zukunftsweisenden Innovationen und Transformationen.

Der Gründer der Gemeinwohlökonomie Christian Felber kann sich nach Corona „ökologische Menschenrechte“ vorstellen, mit einem Konsumbewusstsein und -verhalten, das allen Kindern auf diesem Planeten gleich gute Lebenschancen bietet. Für die wirklich systemrelevanten Berufe, die die Krise sichtbar macht, würde er einen Mindestlohn von 2000 Euro netto vorsehen, für alle anderen Berufe von 1500 Euro netto sowie für alle erwachsenen Menschen ein bedingungsloses Grundeinkommen von 1000 Euro netto, weil damit Arbeitslosigkeit, Obdachlosigkeit und mies bezahlte Junk-Jobs Geschichte wären.

C2C NGO Wien-Gründerin Kate Sowa konkretisiert: Es braucht eine C2C-Wirtschaftsweise, in der geeignete Materialien unendlich in der Bio- oder Technosphäre zirkulieren können und so kein Müll mehr entsteht. Im Energiebereich ist für Kate Sowa eine Solar-Wasserstoff-Ökonomie die Zukunft.

Bei entsprechendem Willen sind solche Visionen durchaus umsetzbar. Für eine Kreislaufwirtschaft nach Naturkreisläufen als Vorbild!

Extra-Ausgabe „VN-Klimaschutzpreis 2022“ der Vorarlberger Nachrichten am 19. März 2021, von Leitung/Redaktion Verena Daum www.progression.at, www.garden-eden.org, VN-Fachredakteurin für ökologisch-soziale Wirtschaftsthemen

Bücher Verena Daum: „Verbotene Frucht – unser innerer Kampf zwischen materieller Gier und universaler Liebe“, „Verantwortungslos – Zivilcourage für ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“, „Dom Erwin – zehn Tage mit Bischof Erwin Kräutler auf dem Xingu und Amazonas unterwegs zu seinen Menschen“, www.progression.at, www.garden-eden.org