Das Thema Müll wird heiß diskutiert. Mit der steigenden Weltbevölkerung haben auch Wohlstand und Konsum zugenommen. Die infrastrukturellen Kapazitäten bei der Sammlung von Abfällen sind jedoch nicht in diesem Maße mitgewachsen. Besonders im Fokus bei der Müllproblematik: Kunststoff. Er stammt zum Großteil aus Ländern, in denen es keine funktionierenden Abfallsammelsysteme gibt. Sofort wird angesichts der Bilder von Plastikmüll im Meer gefordert, keinen Kunststoff mehr zu verwenden. Sinnvoll ist das nicht, denn es lenkt einerseits vom gesamten Müllproblem ab, zum anderen ist Kunststoff ein Verpackungswerkstoff, der einen sicheren, leistbaren und nachhaltigen Lebensstandard für Milliarden von Menschen gewährleistet.

Effiziente Kreislaufwirtschaft

Der Verpackungshersteller ALPLA mit Sitz in Hard setzt sich seit vielen Jahren dafür ein, dass Kunststoffverpackungen im Kreislauf bleiben und nicht in die Natur gelangen. Chairman Günther Lehner dazu: „Wir sind uns unserer der Verantwortung für die Umwelt und nachkommende Generationen bewusst und wollen den Weg zu einer effizienten Kreislaufwirtschaft in der Verpackungsindustrie aktiv gestalten.“ Das ist auch deshalb sinnvoll, weil Verpackungen aus Kunststoff aufgrund ihres geringen Gewichts und bei der Herstellung im Vergleich zu den Alternativen aus Glas oder Metall meist die bessere CO2 -Bilanz haben. Aus diesemGrund unterstützt ALPLA Projekte und Organisationen auf der ganzen Welt, die dazu beitragen, dass Kunststoffverpackungen effizient wiederverwendet und als Wertstoff gesehen werden.

Rückgabesystem

Ein Beispiel ist die Kooperation mit Koinpack. Das Unternehmen betreibt ein Pfandrückgabesystem in Indonesien, einem der Länder, die am meisten zur Verschmutzung der Meere durch Abfall beitragen. Ziel ist es, eine wiederverwendbare Alternative zu den auf vielen asiatischen Konsumgütermärkten sehr beliebten, kleinformatigen Kunststoffverpackungen in Taschen- oder Beutelform (Sachets) anzubieten. Aufgrund des geringen Gewichts, der großen, spezifischen Oberfläche und des geringen Materialwerts neigen diese Sachets dazu, aus den Abfallströmen zu entweichen und in die Umwelt zu gelangen. Im Falle eines Inselstaates wie Indonesien ist das schlussendlich oft das Meer. ALPLA unterstützt Koinpack vor allem auf der Verpackungsseite und liefert 100-ml-PET-Mehrwegflaschen samt Verschluss. Das Projekt befindet sich derzeit noch in der Pilotphase. Aber alleine die Tatsache, dass in Südostasien jährlich 430 Milliarden Sachets verbraucht werden, zeigt die potentielle Reichweite. Zwei Konsumgüter-Unternehmen haben sich dazu entschieden, bereits in der Pilotphase Koinpack-Partner zu werden.

Schutz der Ozeane

Ein anderes Projekt, das von ALPLA gefördert wird, ist die Non-Profit-Organisation The SeaCleaners. Diese hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kunststoffmüll aus dem Meer zu sammeln und die Abfälle in wertvolle Ressourcen umzuwandeln. Das Konzept sieht vor, dass unter anderem einzigartige Fabrikschiffe mit riesigen Netzen genutzt werden. Deren Aufgabe es ist, große Mengen an Kunststoff in Gebieten mit hoher Konzentration wie Flussmündungen und entlang der Küsten zu sammeln und noch auf dem Boot energetisch zu verwerten. Der Abfall, der nicht in Strom umgewandelt werden kann, wird bei Zwischenstopps lokalen Abfallbehandlungs- oder Recyclingeinheiten übergeben. So sollen pro Schiff bis zu 10.000 Tonnen Abfall pro Jahr gesammelt werden. Auch hier ist geplant, die ersten Missionen in Südostasien durchzuführen.

Infos: www.alpla.com