Bregenz/Vorarlberg – In weiten Teilen Vorarlbergs wird offensichtlich das potentiell krebserregende Umweltgift Glyphosat bei Maismonokulturen eingesetzt. Das muss sofort gestoppt werden! Die Auswirkungen des Giftmittel-Einsatzes vor Ort, beispielhaft im Ried zwischen Hohenems und Lustenau, angeschaut werden: Glyphosat vergiftet die Böden, das ist an der braunen Färbung der Feldstreifen mit den abgestorbenen Monokultur-Pflanzen zu sehen. (siehe Fotos)

Von Daniel Zadra, Landwirtschaftssprecher, und Christoph Metzler, Umweltsprecher der Grünen in Vorarlberg

Für die Firmen Monsanto und Bayer ist das Umweltgift Glyphosat ein Milliardengeschäft, bezahlen tun dies die Menschen mit ihrer Gesundheit, und die Umwelt in Form von Verlust der Artenvielfalt. Für uns steht fest, dass Vorarlbergs Landwirtschaft und Politik zum Handeln aufgefordert sind. Für die Bauern und Bäuerinnen ist der Einsatz von Glyphosat nur kurzfristig arbeitserleichternd. Sie riskieren ihre Gesundheit, vergiften ihre Böden und schaden dem Ruf der Landwirtschaft im Allgemeinen. Wir brauchen dringend eine Förderstruktur, die die vielen LandwirtInnen in Vorarlberg unterstützt, die keine Giftmittel verwenden!

Landesförderungen an den Verzicht von Glyphosat koppeln!

Wir schlagen dringend vor, Landesförderungen an den Verzicht von Glyphosat zu koppeln. Außerdem sollte das Ländle-Gütesiegel der LQM nur an Betriebe vergeben werden, die kein Glyphosat gebrauchen. Derzeit wird auf EU-Ebene erneut über die Wiederzulassung von Glyphosat verhandelt. Der österreichische Umweltminister Rupprechter (ÖVP) soll sich hier endlich klar gegen die Zulassung von Glyphosat  positionieren! Hier die europaweite BürgerInneninitiative gegen Glyphosat, die noch zwei Wochen unter https://stopglyphosate.org/de/ unterzeichnet werden kann.

„Round-up und Glyphosat vergiften Boden, Grundwasser, die Nahrungskette aller Lebewesen.“ Die Auswirkungen von Glyphosat sind auf diesem Vorarlberger Feld deutlich zu sehen, warnt Daniel Zadra: abgestorbene Monokultur-Pflanzen auf braunen Feldstreifen.