In der Kategorie „innovative Unternehmen“ wurden der Dorfelektriker Mittelberger Götzis, die Firma Sutterlüty mit Sitz in Egg und die Mary Rose/Paptex Textilhandels GmbH in Dornbirn mit dem VN-Klimaschutzpreis 2020 ausgezeichnet. „Energie und Licht“ ist die Kernkompetenz der Firma Dorfelektriker Mittelberger GmbH Götzis, die sowohl die Verantwortung für Natur- und Klimaschutz sowie die Gesellschaft wahrnimmt. Durch Kooperationen mit Partnern eröffnet der Preisträger umfassende Angebote für seine Kunden und setzt dabei auf nachhaltige Produkte und erneuerbare Energie für maximale Energieeffizienz.

Von Verena Daum (www.progression.at, www.garden-eden.org, der Artikel ist am 19.3.2021 in der Extra-Ausgabe „VN-Klimaschutzpreis 2022“ der Vorarlberger Nachrichten erschienen)

Der Dorfelektriker Mittelberger Götzis ist gemeinwohlzertifiziert und wurde mehrfach mit dem Ökoprofit-Preis ausgezeichnet.

Globales Engagement

Mit dem Sutterlüty-Projekt „10:0 fürs Klima“ kann sich jede(r) für ein Jahr klimaneutral stellen lassen. Der Projektpartner natureOffice pflanzt für jedes bei Sutterlüty erworbene 10:0-Paket 40 heimische Bäume in Togo/Westafrika und lässt damit auf 1000 Hektar Grund gemeinsam mit der Bevölkerung einen „essbaren“ Naturwald entstehen. „Sutterlüty, als klimaneutrales Unternehmen und Gründungsmitglied des Klimaneutralitätsbündnisses 2025, hat mit dem Projekt ,10:0 fürs Klima‘ eine einfache Lösung geschaffen, Kunden für ein Jahr klimaneutral zu stellen“, so die Projektleiter Liselotte Schapmann und Christian Kerber. Firmenchef Jürgen Sutterlüty unterstreicht die Ganzheitlichkeit des Engagements: „Bisher konnten durch Sutterlüty-Kundenprojekte mehr als 100.000 Bäume in Togo gepflanzt werden. Insgesamt wurden seit 2016 übers Klimaneutralitätsbündnis und mit 10:0 mehr als 30.000 Tonnen CO2 kompensiert und um die 3000 Tonnen CO2 eingespart.Wir sehen dieses Engagement als sinnstiftendes Projekt, unsere Teammitglieder neben Klimaaktivitäten auch in sozialen und gesellschaftlichen Belangen einzubinden. Wir handeln hier als verlängerter Arm einer großen Zahl von treuen Kunden, die uns bei diesem Engagement unterstützen.“

Kompostierbare Qualitätsstoffe …

… sind das Ergebnis einer ganzheitlichen Unternehmenstransformation bei Mary Rose/Paptex Heimtextilien nach dem „4-Säulen-Prinzip der Nachhaltigkeit“. Ausschließlich positiver Impact vom Rohstoffanbau über den gesamten Produktionsprozess bis hin zu Recycling/Kompostierfähigkeit unter Berücksichtigung bzw. Einhaltung von Naturkreisläufen umfasst die Firmenphilosophie und aktive Unternehmenstransformation. Gründer und Geschäftsführer Stefan Grabher setzt mit seinem Team und der Heimtextilien- und Wohnaccessoires-Eigenmarke „MaryRose“ auf das „4-Säulen-Prinzip der Nachhaltigkeit“, das unter anderem „Cradle to Cradle“-GOLD-Textilien beinhaltet. „Es gilt das Null-Schadstoff-Prinzip vonA–Z: Keine negativen Einflüsse während des gesamten Entstehungs- und Lebenszyklus der Ware“, erläutert Grabher im VN-Interview. „Wir wollen gemeinsam mit unseren Partnern und Kunden einer Gesinnung Rechnung tragen, die nicht nur wertvolle Qualitätsprodukte in schönem Design schafft, sondern in Naturkreisläufen und einem intakten Ökosystem etwa kompostierbare Nährstoffe ergibt, aus denen man wieder neue ,Bäume‘ pflanzen kann. Wo kein Negativ-Input, da auch kein Negativ-Output!“

Infos: www.maryrose.at, www.sutterluety.at, www.natureoffice.com/10zu0, www.dorfelektriker.at, www.conceptlicht.net

„Danke für zukunftsweisendes Engagement“

Umweltministerin LeonoreGewessler ist beeindruckt vom Vorarlberger Wandlungswillen. „Wir haben uns das große Ziel gesetzt, 2040 in Österreich klimaneutral zu sein. Dazu brauchen wir die Bevölkerung, die mit uns gemeinsam an einem Strang zieht“, sagt Umweltministerin Leonore Gewessler. „Ich bin begeistert über so viel konstruktives Engagement beim VN-Klimaschutzpreis, wo sich Schüler, Unternehmer, Landwirte, Vereine und Private einbringen mit umsetzbaren Visionen und viel Kreativität. Sie alle zeigen beeindruckend auf, wie Klimaschutz im Alltag und in der Wirtschaft erfolgreich funktionieren kann.“

C2C und null Schadstoffe

„Herzliche Gratulation und vielen Dank auch dafür, dass Klimaschutz als Gesprächsthema medial präsent bleibt.“ KSP-Projektleiterin Verena Daum (VN): „Es ist uns wichtig darauf hinzuweisen, dass wir alle zwei Jahre VN-Klimaschutzpreise verleihen, um den Einsatz und das Engagement für unsere Lebensgrundlage, die Natur mit ihren Kreisläufen und planetarischen Prozessen, nicht nur zu würdigen, sondern auch als ,Motivation für alle‘ vor den Vorhang zu holen. Mit viel Spaß und Freude dranbleiben heißt daher die Devise. Wichtig herauszuheben ist etwa die Ganzheitlichkeit, das Leben und Arbeiten so gut wie möglich nach dem „Cradle to Cradle“-Prinzip, sowie ein wichtiger Teil der Lösung fürs Große Ganze zu sein – jeder in seiner Profession und in seinem Wirkungsbereich. So entsteht ein breites Bewusstsein dafür, richtig zu handeln – zum Wohle aller.“

Konsequente Kreislaufwirtschaft

„Der Jury war es wichtig jene hervorzuheben, die uns Vorbilder für ein verstärktes Engagement sein können. Der Schwerpunkt lag auch auf Projekten, die einen ganzheitlichen Ansatz zeigten, die komplex und vernetzt angesetzt sind, auch im Sinne einer konsequenten Kreislaufwirtschaft. Die Vorarlberger(innen) setzen sich in vielen Bereichen für einen bewussten Umgang mit Umwelt und Natur ein“, betont die Juryvorsitzende Gabriele Greußing (Klimabündnis). „Der Bogen der eingereichten Projekte reicht von globalen Ansätzen bis zu lokalen im eigenen Haushalt – ganz nach dem Motto eines einreichenden Jugendlichen: ,Keiner kann alles richtig machen, aber jeder kann etwas machen!“

Einreichen unter Klima.vn.at!