HARD Kreislaufwirtschaft bei ALPLA: Gemeinsames Verständnis entlang der Wertschöpfungskette nötig! Die Recyclingziele des internationalen Verpackungsherstellers ALPLA Group sind klar formuliert: Bis 2025 sollen alle vom Unternehmen produzierten Kunststoffverpackungen zu hundert Prozent recycelbar sein und der Anteil der verarbeiteten Post-Consumer-Recyclingmaterialien am gesamten Materialeinsatz soll auf 25 Prozent steigen. Design for Recycling und der Ausbau der Recyclingaktivitäten sind hier die Schwerpunkte.

Aber auch ein gemeinsames Verständnis entlang der Wertschöpfungskette ist notwendig. Die Nachfrage nach Verpackungslösungen mit höherem Rezyklatanteil nimmt stark zu. Die politischen Vorgaben verlangen höhere Sammel und Recyclingraten für Kunststoff und auch auf Kundenseite gewinnt das Thema Kreislaufwirtschaft an strategischer Bedeutung. Ehrgeizige Ziele in Form festgeschriebener Recyclingquoten stehen nicht nur bei ALPLA auf der Nachhaltigkeitsagenda, sondern mittlerweile auch bei zahlreichen Anbietern von Konsumgütern. Um diese Ziele zu erreichen, ist ALPLA Gründungsmitglied der 2019 inÖsterreich gegründeten Plattform „Verpackung mit Zukunft“. Hier haben sich Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette, darunter Coca-Cola Österreich, der Maschinenhersteller Engel oder auch der Umweltdienstleister Interseroh, zusammengeschlossen, um gemeinsam die Idee der Kreislaufwirtschaft voranzutreiben. Die vier Eckpunkte einer funktionierenden Kreislaufwirtschaft, Reduce, Replace, Reuse und Recycle, werden von den Mitgliedern der Plattform in vielen Bereichen bereits umgesetzt. Gemeinsam können Innovationen aber noch mehr vorangetrieben werden, um Österreich als Vorzeigeland in Sachen Nachhaltigkeit bei Verpackungen zu positionieren.

Sachliche Diskussion

Gleichzeitig möchten die Mitglieder der neuen Plattform „Verpackung mit Zukunft“ einen sachlichen Dialog mit allen Stakeholdern im Spannungsfeld der emotional geführten Verpackungsdiskussion ermöglichen. Denn in der Debatte um Kunststoffverpackungen gehen rationale Argumente oft verloren. „Wir verschließen nicht die Augen vor dem globalen Umweltproblem“, so lautet ein zentrales Statement des im Mai 2020 verkündeten Zusammenschlusses. Gleichzeitig sollten Kunststoffverpackungen jedoch nicht als wertloser Müll, sondern als Wertstoff anerkannt werden. Dieses Bewusstsein soll mit der neuen Plattform geschaffen und ein sachlicher Dialog über diese Themen in der Gesellschaft gefördert werden.

Design for Recycling

Ein Forschungsschwerpunkt bei ALPLA liegt in der Entwicklung und Herstellung von bestmöglich recycelbaren Verpackungen mit möglichst hohem Rezyklatanteil (Design for Recycling). Wie müssen nachhaltige Verpackungslösungen aussehen? Welche Auswirkungen hat ein hoher Rezyklatanteil? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Aktivitäten. Bei den gemeinsamen Entwicklungen mit Kunden gilt es, die bestmögliche Balance zwischen der Leistungsfähigkeit und Wiederverwertbarkeit der Verpackung zu finden. Ein wichtiger Faktor ist auch die Materialwahl. PET ist hier sicher der am besten geeignete Kunststoff für das Recycling. Aber auch bei der Wiederverwertung von HDPE gibt es große Fortschritte. Auch der Ausbau der Recyclingaktivitäten zur Wiederaufbereitung des Wertstoffs Kunststoff wird vorangetrieben. ALPLA verfügt über langjährige Erfahrung im Recycling und hat bereits frühzeitig damit begonnen, Kunststoff wieder aufzubereiten. Nach einem Joint Venture in Mexiko (2005) folgten 2010 und 2013 eigene PET-Recyclingwerke in Wöllersdorf (Niederösterreich) und Radomsko (Polen). Eine Kooperation in Wolfen (Deutschland) startete 2018 und geht 2020 in Betrieb. Mit dem Kauf von zwei Recyclingwerken in Spanien stieg ALPLA 2019 in das Recycling von HDPE ein und in Thailand wird mit dem Partner PTT Global Chemical ein Werk für PET und HDPE-Recycling gebaut.