Viele gute Beispiele für Blütenreichtum in Vorarlberg werden in anschaulichen Bildern präsentiert. Machen Sie einen virtuellen Spaziergang durch insektenfreundliche Gärten, Blumenwiesen, öffentliche Buntflächen und Betriebsareale im ganzen Land. Alle Beschreibungen und Bilderrundgänge auf www.blühtag.at.

Und den Großteil der beschriebenen und bebilderten Beispiele können Sie öffentlich besichtigen, entweder am Sonntag den 7.6.2020 selbst oder an einem beliebigen Tag, denn die Flächen sind öffentlich zugänglich.

Was kann ich tun?

Ergänzt werden die Beschreibungen der Blühstandorte durch praktische Tipps und eine Sammlung von Links und Broschüren, die anschaulich erklären wie und wo man überall Biodiversitätsflächen schaffen kann und somit die Insekten, den Blütenreichtum, die Naturvielfalt und letztlich unsere gesunden Lebensmittel fördert.

Zusätzlich zu den öffentlichen Standorten können einige normalerweise nicht öffentliche Orte am Sonntag unter Einhaltung der Abstandregeln nach COVID-19 besucht werden. Alle Details dazu auf www.blühtag.at.

Hittisau – Biobauernhof mit Permakultur und Blühflächen

Von 8.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Adresse: Wirt 19

Daniela und Alfons Kaufmann haben beide die Ausbildung zum Blühbotschafter des Netzwerks blühendes Vorarlberg absolviert und bewirtschaften einen Bio-Permakulturhof mit Hofladen. Zwischen Grünland und Waldrand haben sie einen vielfältigen Garten, Streuobstwiesen, Hecken und bunte Blühflächen geschaffen. Im Nutz- und Hausgarten wurden zahlreiche Strukturen für Nützlinge und die Artenvielfalt geschaffen. Die österreichweite Ausschreibung vom Naturschutzbund „Zaunkönig sucht Heckenprinz“ brachte im April 2019 den Vorarlberg-Sieg.

Und am Förderprogramm der Landwirtschaft nehmen rd. 90.000 bäuerliche Betriebe teil: Alfons Kaufmann konnte mit 2 anderen österreichischen Landwirten im Herbst 2018 an einer Bildungsreise nach Schweden teilnehmen (Forschung/Entwicklung zum Agrarförderprogramm). Er setzt sein erworbenes Wissen unermüdlich für die Förderung der Artenvielfalt ein.

Bei einem Besuch im Hofladen, geöffnet am 7.6.2020 von 08:00 bis 18:00 können Sie einen Blick auf den vielfältigen Hausgarten und angrenzende Naturflächen werfen.

Buch – Vielfältiger Biobauernhof

Garten und Biotop am So 7.6. von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

Adresse: Schwarzen 41

Die Familie Kohler bewirtschaftet einen vielfältigen Bio-Betrieb mit Mutterkuhhaltung (5 Montafoner Braunvieh- und Pinzgauer-Kühe mit Nachzucht), Bienenhaltung, Waldwirtschaft und Anbau von Gemüse, Kräutern, essbaren Blüten, Wildobst und Beeren. Zum Betrieb gehört auch eine Gemüse-Solawi (solidarische Landwirtschaft) mit aktuell 16 Ernteanteilen. Selbstversorgung mit qualitativ hochwertigen Lebensmitteln und handwerklichen Produkten ist uns sehr wichtig. Rund um den Hof befinden sich einige, teils uralte, teils neu angelegte Streuobstwiesen. Totholzanteile bieten sehr bedrohten Arten wie dem Gartenrotschwanz gute Bedingungen. Hecken gestalten die Landschaft und bieten Windschutz und Lebensraum für viele Arten. Unterhalb des Gemüse-Kräuter-Blumen-Ackers befindet sich ein Schwimmteich-Biotop – umrahmt von einer artenreichen Wildsträucherhecke. Neben unseren Futterwiesen für die Rinder (ca. 8 ha) bewirtschaften wir einmähdige Feuchtwiesen/Streuewiesen auf einer Fläche von mehr als 3 ha. Wir nehmen teil am „Biodiversitätsmonitoring – Bäuerinnen und Bauern beobachten Pflanzen und Tiere“ und „Ergebnisorientierter Naturschutzplan“.

Götzis – Naturgarten nach dem Drei-Zonen-Prinzip

Am So 7.6. von 10.00 bis 16.00 Uhr für Besuch geöffnet.

Adresse: Oberes Tobel 15

In den Jahren 2016 bis 2019 haben Caroline Büsel und Markus Rottmar ihren Garten zu einem artenreichen Naturgarten umgestaltet und viele verschiedene Lebensräume geschaffen. Für den Gemüseanbau wurden zwei große Hochbeete aufgestellt. (Ertragszone) Die Erde dafür wird mittels Heißkompostierung hergestellt. Die Küchenabfälle werden in mehreren Bokashis vergärt und je nach Jahreszeit direkt in die Hochbeete eingebracht oder in den Kompost. Der Grundstücksrand wurde mit Obstgehölzen, Wildsträucher und Stauden bepflanzt. (Pufferzone). Damit sich Insekten, Käfer, Vögel, und Igel auch wohl fühlen, wurde ein großes Nahrungsangebot für sie geschaffen. Zusätzlich wurden mehrere Sonderstandorte errichtet. Dazu zählen:

· eine Trockensteinmauer mit Magerbeet (Hotspotzone) bepflanzt mit heimischen Wildstauden

· ein Magerbeetstreifen (mit nicht ganz so magerem Untergrund wie im Hotspotbeet)

· Wildblumeneinsaat in Kieszufahrt und Parkfläche

· eine Benjeshecke (Totholzhecke)

· ein Sandarium (Sandzone ohne Bewuchs für sandbrütende Wildbienen)

· zusätzliche Nisthilfen (vorrangig für Wildbienen)

DI Simone König –  Projektleiterin Bürger-Bienen-Biodiversität im Rahmen des InterregV-Programms

c/oBodensee Akademie
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A – 6850 Dornbirn, Steinebach 18

Tel.: +43 (0)5572 33064

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