Washington, Brüssel, Berlin, Moskau – Während die US-Macht-Elite weiter verbrecherisch Sanktionen gegen Russland verhängt, deutsche Medien den russischen Präsidenten als „Hund“ beschimpfen und sich weiterhin in Russophobie üben, orten Juncker, Merkel & Co. auf Druck der eigenen Wirtschaft heuchlerisch Völkerrechtswidrigkeit und schieben die neuen US-Sanktionen dem bis dato schlecht bis desinformierten Donald Trump in die Schuhe, der diese US-Kongress/Senats-Aktion widerwillig absegnen musste. Der Medien- und Sanktionskrieg gegen einen florierenden eurasischen Wirtschaftsraum eskalierte so richtig in der Ära Obama – schon vergessen?

Von Verena Daum

Dass aus dem Ausland gesteuerte Putsche, mediale Hetze und Wirtschaftssanktionen nichts anderes als Kriegsvorbereitung sind („Illegale Kriege“, Daniele Ganser), zeigt uns die Geschichte der vergangenen 150 Jahre mehr als deutlich. Daran hat sich auch heute nichts geändert. Die verbrecherischen Russlandsanktionen, die der NATO-Westen einseitig verhängte, um eine positive deutsch-russische Achse bzw. ein blühendes Eurasien zu verhindern (wie Stratfor-Chef George Friedman beim Chicago Council on Global Affairs offen erklärte), schaden im Grunde nur den Unternehmen und damit der russischen und europäischen Bevölkerung. Donald Trumps „America first“ bezieht sich auf gute Deals für die USA. Er will keinen Krieg mit Russland und auch keine Sanktionen, sondern die Beziehungen mit Blick auf den gefährdeten Weltfrieden wieder verbessern und eben „gute Deals“ abschließen. In einem Tweed ließ er die Weltgemeinschaft wissen, dass man sich für die neuerlichen Sanktionen gegen Russland, die er widerwillig unterzeichnet hatte, beim US-Kongress und -Senat „bedanken“ müsse. Interessant, dass Juncker, Merkel & Co. jetzt plötzlich von „diskussionswürdig“ und „völkerrechtswidrig“ sprechen. Das war dieser einseitig aggressive Sanktions-Wahnsinn auch in der Ära Obama.

Wie lange lässt sich „das Volk“ noch für dumm verkaufen?

Die USA sollten und werden wieder gute Beziehungen zu Russland haben, betonte Donald Trump während einer Pressekonferenz mit seinem finnischen Amtskollegen. Es gehe um den Weltfrieden, um eben gute wirtschaftliche Deals und um eine echte Zusammenarbeit gegen den (wir wissen von wem) entfesselten internationalen Terrorismus. Auch Bemühungen im Kampf gegen Klimakatastrophen versprach Donald Trump. Dass US-Präsidenten unter Druck der für die Schattenmacht agierenden Demopublicans in Kongress und Senat stehen, ist dem russischen Präsidenten Wladimir Putin klar, der immer wieder in Referaten vor der UNO-Vollversammlung, bei den Valdai-Meetings und Wirtschaftsforen in St. Petersburg die geopolitische Realität vor Augen führte. Mit den neuen US-Sanktionen gegen sein Land wird die gute eurasische Zusammenarbeit bezüglich Nord Stream 2 und anderen Großprojekten sabotiert. Ganz gezielt – wir erinnern uns einmal mehr an George Friedman. Anders als in der europäischen und sogar amerikanischen Bevölkerung hat man diesen Irrweg in deutschen Leitmedien immer noch nicht geschnallt, wurde doch der russische Präsident erst kürzlich im Magazin FOCUS als „Hund“ bezeichnet. Tiefer geht’s kaum noch.

Die mediale Russophobie bewirkt nur noch Abscheu!

Laut Kreml-Sprecher Peskow werde diese klare Beleidigung auch von den deutschen Lesern als solche betrachtet und sei angesichts der derzeit schlechten bilateralen Beziehungen unverantwortlich, dem Magazin FOCUS warf er Russophobie vor. Die Sanktionen des NATO-Westens 2014 bezeichnete Putin als „töricht“, die neuen US-Sanktionen gegen Russland als völlig unbegründete „Frechheit“ und klaren Wirtschaftskrieg. Zurecht warf er daraufhin hunderte amerikanische „Diplomaten“ aus dem Land. Allerdings nutzte er die Sanktionen von Anfang an als Chance und Russland ist heute auf dem besten Weg zum Selbstversorger in Sachen Lebensmittel – das größte Land der Welt stornierte Einfuhr und Verwendung der Gifte & Gene von Monsanto und Co. und kann ein enormes biologisches Landwirtschaftswachstum aufweisen. Russland ist bereits Exportweltmeister von sauberem Getreide. Gute Beziehungen zu allen Ländern wurden und werden auf- und ausgebaut. Die eigene BRICS-Investitionsbank sichert in Zukunft wirtschaftliche Investitionen. Die US-Hegemonie ist am Ende. Eine multipolare neue Weltwirtschaftsordnung entsteht „zugunsten aller Völker“, wie der russische Außenminister Sergej Lawrow in München erklärte. Und das hat sogar Donald Trump begriffen, dem es eben nicht um Weltherrschaft geht, sondern als US-Präsident um einen wirtschaftlichen Aufschwung Amerikas „first“. So gesehen werden die USA laut Außenminister Rex Tillerson „bei fairen und ausgewogenen Bedingungen“ auch im Pariser Klimaabkommen bleiben.

„Wir werden wieder gute Beziehungen zu Russland haben“, sagt Trump, denn das System der US-Hegemonie ist am Ende, weiß Putin

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