Gemeinsamer Einsatz fürs Ökosystem Regenwald: Klimabündnis V mit Solidargemeinschaften in Kolumbien: Seit 1993 besteht die Partnerschaft der Vorarlberger Klimabündnis-Gemeinden mit den Menschen in der Region Chocó/Kolumbien. Das Ziel dieser entwicklungspolitischen Kooperation ist die Stärkung der lokalen Bevölkerung sowie deren Unterstützung in ihrem Bestreben, den eigenen Lebensraum zu gestalten und ein nachhaltiges Bewirtschaften und damit – unser aller – Überleben zu gewährleisten.

Von Verena Daum, www.progression.at (der Artikel ist am 17.9.21 in der Extra-Ausgabe „Wertvoll – Öko-Initiativen …“ der „Vorarlberger Nachrichten“ erschienen)

Ökologische Landwirtschaftsformen werden gefördert – etwa die Permakultur bzw. Bewirtschaftung im Naturkreislauf-, Natur- bzw. Umweltschutzprogramme von Initiativen und Gemeinden werden unterstützt, um einen Beitrag zum Erhalt des Ökosystems Regenwald im Chocó zu leisten. Dies ist auch aus wissenschaftlicher Sicht eine höchst wirkungsvolle Strategie gegen den Klimawandel. Schließlich geht es um nichts weniger als unseren Planeten. Und wir haben nur den einen.

Gemeinsam ans Ziel

„In diesem Sinne werden unsere Projektpartner als wichtige Verbündete im globalen Kampf für den Schutz des Weltklimas gesehen“, heißt es seitens des Vorarlberger Klimabündnis-Teams. Nur wenn den Menschen vor Ort die Perspektive einer lebenswerten Zukunft erhalten bleibt, können sie den unzähligen äußeren Bedrohungen für ihre Umwelt wie Wasservergiftung durch Bergbau, großflächige Waldrodungen, etc. dauerhaft Einhalt gebieten. Daniel Sperl war viele Jahre Projektleiter fürs Klimabündnis V im Chócó. Es wurden Regenwaldflächen unter Naturschutz gestellt, Schulgärten für Kinder und Studenten im Schulbetrieb eingerichtet, Dorfgemeinschaften und ihre Umweltschutzinitiativen unterstützt sowie Landwirte gefördert, die gesunde Lebensmittel im Naturkreislauf erzeugen und auch das wertvolle Wissen von indigenen Ureinwohnern und deren Nachkommen hochhalten.

Komplexe globale Welt

Die Menschen, die entlang des Rio Atrato leben, sind sensibilisiert für die Wichtigkeit von sauberen Gewässern, für Naturkreisläufe und die Überlebensnotwendigkeit, das Ökosystem Regenwald und damit ihren eigenen Lebensraum gegen Krieg, Korruption, Ausbeutung, Verschmutzung und Zerstörung zu schützen, zu renaturieren und zu erhalten. Daniel Sperl und seine kolumbianische Ehefrau Carolina, die inzwischen in Innsbruck leben und arbeiten, leben die Zusammenarbeit mit der Chócó-Region weiter: Sie haben die Klimabohne.at gegründet und bringen nachhaltig biologischen Kaffee der Partnerlandwirte per Segelschiff nach Europa bzw. nach Tirol und nach Vorarlberg, wo der Kaffee geröstet und über Klimabündnis-Partner vertrieben wird.

Infos:

vorarlberg.klimabuendnis.at/choco/partnerschaftsprojekte-choco

vorarlberg.klimabuendnis.at/images/doku/2017_09_16_vn-extra_klimachutz_choco.pdf

klimabohne.at/

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