Und zwar von Lissabon bis Wladiwostok – und für alle Völker der Welt. Dr. Christoph Leitl, Chef der europäischen Wirtschaftskammer, forderte von Anfang an die Abschaffung der Russland-Sanktionen – Seite an Seite mit europäischen, deutschen und österreichischen Unternehmern als Arbeitgeber und tragende Säulen der Volkswirtschaften. Als Leiter des Steering Committee der österreichisch-russischen Plattform „Sochi Dialogue“ will Leitl & Team Verständigung und Kooperation mit Russland als starken Partner auf Augenhöhe in einem prosperierenden Eurasien. Außer einem gigantischen Schaden in Milliardenhöhe für Unternehmen und Bevölkerung auf beiden Seiten hätten diese völker- und menschenrechtswidrigen Sanktionen ohne UN-Mandat nichts gebracht. Im Rahmen von Wirtschaftsforen reicht der russische Präsident Wladimir Putin der EU seit seiner Rede im Deutschen Bundestag 2001 immer wieder die Hand für partnerschaftliche Zusammenarbeit und appelliert an die Sanktionierer, Vernunft und gesunden Menschenverstand walten zu lassen und sich an konstruktiven europäischen Unternehmern ein Beispiel zu nehmen.

Von Verena Daum (www.progression.at, www.garden-eden.org)

Eine partnerschaftliche eurasische Union und die neue Seidenstraße seien der richtige Weg für Frieden und Wohlstand aller Völker. So sieht das u.v.a. auch der deutsche Ex-Verteidigungsminister und OSZE-Vizepräsident Willy Wimmer, der die Aussagen von Kanzlerin Angela Merkel zum 75. Jahrestag des Überfalls Deutschland auf die Sowjetunion als „widerlich“ bezeichnete, als sie in ihrer Regierungserklärung zum NATO-Gipfel „völlig geschichtsvergessen“ und in aggressivem Ton Russland für die „Vertrauenskrise“ verantwortlich machte. Wenn man seit 100 Jahren, aber spätestens seit 1992 versucht, sich mit Brachialgewalt die russischen Ressourcen unter den Nagel zu reißen, und sich dabei „verzockt“, dann „kann man das doch nicht den Russen anlasten“, kommentierte Wimmer empört die Rede der Kanzlerin im Bundestag. Das Baltikum und Polen bauen in Abstimmung mit der amerikanischen Politik eine neue Staatenmauer durch Europa, um Russland zu isolieren, „und Deutschland lässt sich dafür einspannen“, polterte Wimmer verärgert.

An europäischen Unternehmern ein Beispiel nehmen!

Bei Wirtschaftstreffen in St. Petersburg schilderte der Präsident der Eurochambres, Christoph Leitl: „Man spricht es nicht offen aus, aber die Sanktionen sind für unsere Unternehmen bedrückend. Die Betriebe bleiben zwar in Russland, doch das Wachstum ist beeinträchtigt und die Kaufkraft der Menschen sinkt. Die Wirtschaft lebt von Vertrauen und Kooperationen, nicht von Drohungen und Sanktionen. Seit Jahren schaden die Sanktionen sowohl den russischen als auch den österreichischen Unternehmen. Wir haben uns mit den Sanktionen selbst ins Knie geschossen.“ Der langjährige Ex-Chef der Wirtschaftskammer Österreich, der an der Spitze von Eurochambres nun 20 Millionen europäische Unternehmen mit 120 Millionen Mitarbeitern vertritt, bringt das Beispiel der Lebensmittelindustrie. Vor den Sanktionen exportierte Österreich im Wert von 100 Millionen Euro jährlich Lebensmittel nach Russland. Inzwischen hat Russland einen Einfuhrstopp verhängt, seine eigene Industrie aufgebaut und exportiert heute „mehr Lebensmittel als Waffen“. Russland habe sich nach China geöffnet, obwohl „Russland mit Rohstoffen und die EU mit Know-how und Technologien einander hervorragend ergänzen würden“, bedauert Leitl. Dennoch beteuerte Wladimir Putin gegenüber Leitl: „Seien Sie überzeugt, wir sind Europäer“.

„Sotschi Dialog“ fördert Kooperation und beendet Konfrontation

Der russische Präsident Wladimir Putin und der österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen haben im Mai 2019 gemeinsam das bilaterale Gesprächsforum „Sotschi-Dialog“ eröffnet und zeigten Einigkeit in zahlreichen internationalen Fragen. „Wertschätzung, Interessenausgleich und Kooperation verbinden“, sind sich alle Teilnehmer einig. „Wir wollen das Verbindende vor das Trennende stellen“, bringt es der österreichische Leiter des Forums, der ehemalige österreichische Wirtschaftskammerpräsident und amtierende Präsident der europäischen Wirtschaftskammer Christoph Leitl, auf den Punkt. Sein Partner auf russischer Seite ist der ehemalige Bildungsminister Andrej Fursenko. Weiter auf österreichischer Seite im Committee sind der Industrielle Hannes Androsch, Ex-Justizminister Wolfgang Brandstetter, seitens der österreichischen Industriellenvereinigung Anlagenbauer und Vorarlberger Konsul der Russischen Föderation Ing. Hubert Bertsch, der Historiker Stefan Karner, die Direktorin des Kunsthistorischen Museums Sabine Haag, Wirtschaftskammer-Generalsekretär Karl-Heinz Kopf, die Präsidentin der Salzburger Festspiele Helga Rabl-Stadler, Salzburgs Ex-Landeshauptmann Franz Schausberger und der Präsident der österreichisch-russischen Freundschaftsgesellschaft Richard Schenz. Der Focus liegt auf den Wirtschaftsbeziehungen und ökologisch-sozialen Zukunftsfragen. Bei der Eröffnung des Dialogs unterstützten Putin und Van der Bellen gemeinsam das von den USA angefeindete Pipelineprojekt Nord Stream 2. Van der Bellen bestätigte, dass die OMV „nicht die geringste Absicht hat, aus dem Projekt auszusteigen“. Einig waren Van der Bellen und Putin auch in Sachen EU-Sanktionen. Van der Bellen sagte zu Putin: „Als Ökonom kann ich Ihnen nur zustimmen, Sanktionen schaden beiden Seiten.“ Putin betonte, die Sanktionen würden dem Völkerrecht widersprechen, weil nicht der UNO-Sicherheitsrat sie erlassen habe. Van der Bellen wiederholte seine Aussage von 2018, wonach es „keine grundsätzliche Vertrauenskrise“ zwischen Russland und Europa gebe: „Ich denke, wir wissen, woran wir wechselseitig sind.“ Seitens der Unternehmer als Säule für prosperierende Volkswirtschaften sollte einer eurasischen Wirtschaftsunion von Lissabon bis Wladiwostok mitsamt neuer Seidenstraße nichts im Weg stehen. Eine solche Partnerschaft auf Augenhöhe stünde für Frieden und Wohlstand aller Völker.

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https://news.wko.at/news/wien/Fuer-Wien_Seidenstrasse_15-11-17.pdf