„Mit dem von der Bundesregierung vorgestellten Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) wurde der wichtigste Meilenstein auf dem Weg zu Energiewende und somit eine zentrale Maßnahme für den Klimaschutz gesetzt. Das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz ist DAS Gesetz für die Energiewende in Österreich“, freut sich der Vorarlberger Energielandesrat Johannes Rauch und führt weiter fort „besonders freut mich, dass auf den Tag genau, 10 Jahre nach der Reaktor-Katastrophe von Fukushima, mit dem EAG Österreich in der Energiegewinnung historisch neue Wege beschreitet.“

„Mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) wird in Österreich bis 2030 100 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen. Das ist ein Wahnsinnserfolg“, zeigt sich Klimalandesrat Rauch erfreut. Damit der Ausbau möglich ist, wird vom Bund ein passendes Fördersystem zur Verfügung gestellt, insgesamt werden damit bis 2030 jährlich eine Milliarde Euro in den Ausbau der Erneuerbaren investiert. „Mein großer Dank gilt hier besonders Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, Vizekanzler Werner Kogler sowie Bundesrat Adi Gross, die sich bei den Verhandlungen mit dem Koalitionspartner hartnäckig für diesen tollen Grünen Erfolg eingesetzt haben“, bedankt sich Johannes Rauch.

Bürger:innenbeteiligung für die Energiewende

Ein wichtiger Teil des Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz (EAG) ist die Umsetzung der Erneuerbare-Energiegemeinschaften (EEG). Diese ermöglichen Bürger:innen als Energiegemeinschaften gemeinsam Ökostrom zu produzieren, zu speichern und zu verbrauchen und damit einen aktiven Beitrag an der Energiewende zu leisten. „Die Erneuerbare-Energiegemeinschaften unterstützen regionale Initiativen und e5-Gmeinden und bieten einen Rahmen für Beteiligung und Demokratisierung“ so Rauch und hält weiter fest „Sie werden ein wichtiger Treiber für die Energiewende werden. Bürger:innen können sich zusammentun und ihren Strom selber produzieren und bei sich zu Hause auch verbrauchen.“

LR Rauch erwartet für Energiegemeinschaften in Vorarlberg eine hohe Bereitschaft: „Bereits in der Vergangenheit haben Gemeinschaftsanlagen, die noch mit großen Hürden errichtet werden mussten, funktioniert. Die Beteiligung mit eigenen privaten Mitteln stieß bei vielen Bürger:innen auf Zustimmung, manche Projekte waren innerhalb von Tagen finanziert. Vorarlberger:innen werden sich in Zukunft verstärkt an solchen „grünen Investments“ beteiligen können“, ist Rauch überzeugt.

Vorarlberg wird massiv profitieren

„Vorarlberg wird vom Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz massiv profitieren, die Energieautonomie+ wird damit einen neuen Schub bekommen – und verlässliche Planungsgrundlagen schaffen“, so Johannes Rauch. „Das EAG ist der Rechtsrahmen für den Ausbau von Ökostrom, damit wird DIE Basis geschaffen, um die Ausbauziele in Vorarlberg weiter verfolgen zu können. Das betrifft insgesamt das Ziel 100 % Ökostrom, aber insbesondere das Ziel Photovoltaik mal drei und den Ausbau ökologisch verträglicher Wasserkraft,“ sagt Energielandesrat Rauch und hält fest: „Zum Ausbau der Wasserkraft gibt es einen einstimmigen Landtagsbeschluss, mit den Förderungen durch das EAG wird der Bau der nächsten Kraftwerke für die VKW auch wirtschaftlich, unter Berücksichtigung ökologischer Grenzen, rentabel und vertretbar. Dass wir parallel dazu intensiv an Energieeinsparprogrammen weiterarbeiten, ist selbstverständlich.“

„Für die Wirtschaft in Vorarlberg bedeutet das EAG viele Millionen an Investitionen, die direkt in die regionale Wirtschaft fließen und somit die regionale Beschäftigung fördern. Mit den umfänglichen Unterstützungen für die Wasserstoffproduktion tun sich für Innovationen große Spielräume auf. Die Vorarlberger Industrie hat die Chance diese Technologieschiene aktiv aufzunehmen“, sagt Rauch.

Vorarlberger Pionier:innen leisteten wichtige Vorarbeit

„Ganz besonders möchte ich mich bei den Vorarlberger Pionier:innen bedanken, die für den heutigen Erfolg wesentliche Vorarbeit geleistet haben. Wovon die ursprünglich belächelten Solarpioniere vor 30 Jahren geträumt haben wird Wirklichkeit: Öl und Gas werden zum Auslaufmodell. Sonne, Wind, Wasser, Holz/Biomasse sind die Zukunft,“ hält LR Rauch fest. „Zu den Vorarlberger Pionier:innen gehören unter anderem Hildegard Breiner, Günter Köchle, Karl Heinzle, Arnold Feuerstein, Nolde Feuerstein, Sture Larsen, Xaver Peter, Walter Pfister, Hans Punzenberger und Albert Rinderer. Sie gelten mit ihrem visionären Engagement als klare Wegbereiter:innen der Energiewende. Ihnen gehört unser aller Dank und Anerkennung“, so Rauch abschließend.