Verschiedene Elternberichte über die Erlebnisse von Kindern im Sexualunterricht in Volksschule und Neuer Mittelschule aus Vorarlberg und Tirol, die der Kinderschutz-Initiative Vorarlberg vorliegen, zeigen die Problematik von externen Sexualkundevereinen auf. So wurden Kinder der 4. Klasse Volksschule über Oral- und Analverkehr informiert, Kondome mussten von ihnen über Holzpenisse gezogen werden, Dildos und überhaupt die Formen von Selbstbefriedigung wurden ihnen vorgestellt.

Von Lydia Huemer und Karoline Schöpf, für das Team der Kinderschutz-Initiative Vorarlberg, info@kinderschutzinitiative.at, www.kinderschutzinitiative.at

In einer anderen Volksschule wurde von angeblichen 6-8 verschiedenen Geschlechtern gesprochen, und die Kinder sollten, im Kreis sitzend, von ihren bisherigen Masturbationserfahrungen erzählen. Aus einer Neuen Mittelschule in Tirol wurde im letzten Jahr der Fall bekannt, dass 10-11-Jährige ein Fragenkatalog im Unterricht zur Beantwortung überreicht wurde. Darunter waren Fragen wie: „Muss man nackt ficken?“, „Können Kinder schwul sein?“, „Kann man mit dem Po oder Ohr Sex machen?“, etc.  In all diesen Fällen blieben verstörte Kinder und empörte Eltern zurück. Der aktuelle VN- Leserbrief von Fr. Mag. Suha Dejmek, Wien, bestätigt dieselben Unterrichtskonzepte in Wien. Wir haben es hier also mit einem österreichweiten Problem zu tun.

Denn diese Art von sexueller „Bildung“, nämlich die Anleitung und Ermunterung zu verschiedensten sexuellen Erfahrungen und Praktiken, sowie die forcierte Selbstentblößung der Schüler vor ihren Mitschülern, entgegen ihrer natürlichen Hemmungen,  schädigt unsere Kinder psychologisch und stellt zudem eine unerhörte Missachtung der Elternrechte dar, wie sie in der EMRK zugesichert sind.

In den Medien wird von der Vorarlberger Bildungsdirektion jedoch ein falsches Bild vermittelt. So wird suggeriert, dass bloß vom Verein TeenSTAR schriftlich dokumentierte Negativberichte vorliegen würden. Tatsächlich handelt es sich hier einzig um die Mobilmachung der HOSI Salzburg. Von TeenSTAR liegt uns kein einziger Negativbericht vor, allerdings von vielen anderen Vereinen.

Auszüge aus diesen Elternberichten sind etwa auf unserer Homepage www.kinderschutzinitiative.at und der Homepage www.sexualerziehung.at nachzusehen.

Aufgrund dieser Missstände treten wir für eine sensible und altersgerechte „auf Sexualität bezogene Bildung“ ein. Sachlichkeit und nicht Ideologie sollen im Unterricht vorherrschen. Aufgrund der beschriebenen Missstände wäre es angemessen, diese Kompetenz an Eltern und Lehrer zu übergeben. Kinder sollen Kinder bleiben dürfen und nicht verfrüht und ohne Einwilligung ihrer selbst und ihrer Eltern Ideologien ausgesetzt werden, die ihnen letztlich die Kindheit rauben.

Die Schule hat einen Bildungsauftrag zu erfüllen, dabei jedoch nicht das Recht, die intimen Grenzen der Schüler zu überschreiten und sie in ihrer Einstellung zur Sexualität ideologisch zu beeinflussen.

Als Kinderschutz-Initiative fordern wir deswegen, dass der Sexualunterricht wieder den eigentlichen Pädagogen überlassen wird, begrüßen daher das Verbot von externen Sexualkundevereinen an Schulen und erwarten, dass sich auch die Vorarlberger Bildungsdirektion daran hält.