Der Spruch „Der Trog ist immer derselbe, nur die Schweine wechseln“ scheint dieser Tage nicht nur zuzutreffen, sondern wird als gelebte Polit-Praxis offensichtlich. Ob arrogante Buberlpartie, Machtgeilheit, Korruption und Unschuldsvermutung hin oder her – was die Person Sebastian Kurz schlussendlich und endgültig zu Fall bringen wird, ist sein durch Nachrichten öffentlich gewordener Versuch, ein milliardenschweres Familienentlastungspaket der Kern/Mitterlehner-Regierung für eigene Vorteilsnahme zu sabotieren und zu verhindern. Damit sind sämtliche roten Linien – gesellschaftliche, mitmenschliche, politische und persönlich/charakterliche – überschritten. Das ist in den Augen der Bevölkerung unverzeihlich.

Das globale House of Cards

Wenn die „Lichtgestalt“ seit zehn Jahren dafür nicht umgehend eine glaubwürdige Entschuldigung gegenüber der Bevölkerung über die Lippen bringt, zementiert der junge Shooting-Star seine perfide Überheblichkeit unwiderruflich ein. Sebastian Kurz bzw. sein „System“ wird mit der TV-Serie „House of Cards“ verglichen – als ähnliche „Story für Arme“. Das globale (Finanz)System des Turbokapitalismus mit Ressourcenkriegen und exponentiellem Wachstumswahn zu Lasten unseres Planeten als Lebensgrundlage ist in Wahrheit das globale „House of Cards“, das über kurz oder lang einstürzen wird. Das Kurz’sche Kartenhaus, das gerade hier in Österreich zerbröselt, ist dagegen weniger als ein Fliegenschiss. Die ÖVP als „Volkspartei“ und die Grünen als „Sauber-Frauen und -Männer“ haben nun gemeinsam die Chance, in Österreich fürs Gemeinwohl, für Fairness und Transparenz und mit harter Arbeit und enormer Umsetzungsgeschwindigkeit die nötigen Pflöcke einzuschlagen, um die aktuell gigantischen Herausforderungen guten Lösungen zuzuführen. So wäre nicht nur Österreich gedient, sondern auch international wäre eine Vorbildwirkung gegeben. Eine „ehrliche“ Opposition hat hier konstruktiv mitzuarbeiten!

Zum Familienentlastungspaket vor fünf Jahren eine Analyse von Johannes Huber, www.dieSubstanz.at:

https://diesubstanz.at/bildung-wissenschaft/nachmittagsbetreuung-blieb-die-ausnahme/