Bregenz/Vorarlberg – Das was nach der UN-Klimakonferenz in Katowice jetzt vorliegt, reicht nicht aus, um die globale Erwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen! Katastrophal, wenn das Ziel des Pariser Abkommens nicht erreicht wird. Es ist ein wichtiger Schritt, dass ein Regelwerk zur Umsetzung der Klimaschutzziele von Paris verabschiedet wird. Aber vieles ist noch offen und zu unambitioniert.

Von Adi Gross, Klubobmann der Grünen in Vorarlberg

Die österreichische Bundesregierung ist in der Pflicht, endlich Nägel mit Köpfen machen. Österreich muss ein klares Konzept vorlegen, wie die notwendigen Klimaschutzziele zu erreichen sind. Umweltministerin Köstinger ist aufgefordert, sich in der EU für eine Nachjustierung der Ziele bis 2030 stark zu machen. Sonst kann die so dringend einzuhaltende Grenze von 1,5 Grad nicht mehr erreicht werden. Ebenfalls nicht verbindlich geklärt sind die Finanzierungshilfen für Entwicklungsländer, um Klimaschutzmaßnahmen zu treffen und mit den Klimafolgen umzugehen. Sie haben am wenigsten zur Erhitzung des Klimas beigetragen, sind aber am stärksten betroffen. Versprochen wurden 100 Milliarden US Dollar, davon sind wir noch weit entfernt. Eine Regelung ist dringend notwendig, um auch Fluchtursachen zu vermeiden. Österreich ist in Europa ein Schlusslicht im Klimaschutz. Ministerin Köstinger hat bei der Klimakonferenz zugesichert, höhere Ambitionen zu zeigen. Sie muss nun auch beweisen, dass sie es ernst meint. Für eine glaubwürdige Umweltpolitik muss jetzt gehandelt werden. Wir dürfen keinen verbrannten Planeten als Lebensgrundlage für die nächsten Generationen hinterlassen. Das sind wir unseren Kindern und Enkeln schuldig!

Als Menschheitsfamilie handeln für die Ressourcen-, Energie- und Agrarwende