London, Damaskus, Moskau – Die sogenannten White Helmets oder „syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte“ sind eine Verhöhnung unseres gesunden Menschenverstands und wurden bereits vor Jahren als Kriegspropagandisten entlarvt, was die sogenannten Leit-Massen-Qualitätsmedien des Westens nicht davon abhält, sich heute noch auf sie zu berufen. Unfassbar. Wurden diese Kriegshetzer und immer wieder -anheizer doch bereits 2013 vom ehemaligen britischen Agenten James Le Mesurier gegründet und von der westlichen Transatlantik-Allianz mit über 100 Millionen Euro zum Zwecke der Anklage Russlands und Syriens finanziert. Der echten syrischen Zivilverteidigung wurde von diesen terroristischen Propagandisten der Name „Syria Civil Defense“ gestohlen und die Medienwelt mit inszenierten Horrormeldungen von Tötungen und Giftgasanschlägen überzogen, und zwar immer dann, wenn sich eine Wende zum Frieden abzeichnete. Der Sitz dieser Propaganda-Agentur ist in London. Der medialen Beleidigung unserer Intelligenz und Vernunft muss endlich Einhalt geboten werden. Mein 2014 – zur Hochblüte des Russland-Bashings und Kriegstreiberei gegen Moskau – geschriebener Beitrag „Mediale Kriegsrhetorik“ in Deutsch, Englisch und Russisch (im Anhang) ist leider aktueller denn je. Nach wie vor wird uns täglich verantwortungsloser medialer Irrsinn serviert.

Von Verena Daum („Mediale Kriegsrhetorik“ ist im Buch „Verantwortungslos – Zivilcourage für ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“ veröffentlicht)

Wir erinnern uns an den einmal mehr inszenierten „Giftgasanschlag“ in Syrien, der dem gewählten Präsidenten des souveränen Staates Syrien, Assad, und – auch einmal mehr – den Russen angehängt wurde. Das Fake-Video der Weißhelme, verbreitet von der in London amtierenden „Beobachtungsstelle für Menschenrechte“, sollte lebensrettende Maßnahmen nach einem vermeintlichen Giftgasangriff mit Chlor im Ort Garmin zeigen, unter anderem mit einer Adrenalin-Spritze ins Herz eines Kleinkindes – eine medizinisch völlig inkorrekte, ja sogar falsche, bizarre und tödliche „Lebensrettungsmaßnahme“. Ein solches Giftgas-Video war auch der Grund, dass die USA mit Frankreich zig Bomben auf Syrien schossen, ohne, dass eine unabhängige Untersuchung stattgefunden hatte und nachdem Russland das Propaganda-Video als solches mit Zeugen bereits öffentlich enttarnt hatte. „Die Kämpfer und Weißhelme in Syrien um Al-Quaida & Co. sind laut westlicher Propaganda edle Rebellen und Aktivisten in humanitärer Mission“, heißt es im Rubikon-Magazin, verfasst vom deutschen Geographen und Politikwissenschaftler Jens Bernert (Link im Anhang), wo auch der Ministerpräsident von Katar zitiert wird: „Ein Angriff auf Syrien, unter Federführung der USA, getarnt als Bürgerkrieg, unter Zuhilfenahme von radikalislamischen Terroristen und Söldnern, mit einem enormen Einsatz von Propaganda zur Erschaffung einer komplett anderen Realität.“ Erst kürzlich wurde von West-Medien die „Evakuierung“ dieser „Helden“ vermeldet. Rubikon zitiert neben weiteren Professoren auch Michael Jagbar Carley: „Die Rede von ‚unseren Gemäßigten‘ ist eine Fiktion und ein Deckmantel der USA für ihre Unterstützung für Al-Qaida und deren verschiedene Verbündete, bei denen es sich weitgehend um ausländische Söldner handelt, die gegen die säkulare, legitime Regierung Syriens kämpfen. (…) ob die Bewohner der USA, Kanadas und Europas bereit sind, für eine Serie von Lügen, und zur Verteidigung der US-geführten Al-Qaida-Invasion Syriens, einen grundlosen Krieg mit Russland zu riskieren.“ Im Anhang der Link zum Rubikon-Artikel „Die Weißhelm Terroristen“ und zu meinem Blog- und Buch-Beitrag „Mediale Kriegsrhetorik“ in Deutsch, Englisch und Russisch:

https://www.rubikon.news/artikel/die-weisshelm-terroristen

Mediale Kriegsrhetorik – media war rhetoric – информационная война риторика

Mediale Kriegsrhetorik …

… im 21. Jahrhundert und die Plünderung von Volkswirtschaften haben mich bewogen, meine Edition aus Erfahrungsberichten mit dem Titel „Verantwortungslos – Zivilcourage für ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“ herauszugeben. Ein mörderisches System, das von Menschen gemacht wurde, kann auch von Menschen geändert bzw. abgeschafft und durch ein neues, zukunftsfähiges ersetzt werden. Das universale Geistwesen, das wir „Gott“ oder „das Gute“ oder auch „Liebe“ nennen, hat laut meinem geschätzten Freund Jean Ziegler nur unseren gesunden Menschenverstand, unser Herz und unsere Hände zur Verfügung. Dazu mein Vorwort im aktuellen Buch in Deutsch und in Russisch (das Vorwort hier auch in Englisch).

Von Verena Daum

Der unter Federführung der USA vom »Westen« verteufelte und von den G7 ausgeschlossene Präsident der Russischen Föderation, Wladimir Putin, wurde am 10. Juni 2015 freundschaftlich von Italiens Premier Matteo Renzi und vom Papst empfangen. Im Rahmen des EXPO-Besuchs jubelten die Menschen dem russischen Präsidenten »spasibo« zu und auf ihren Transparenten war zu lesen: »Putin rettet die Welt«. Er selbst bezeichnete die G7 als Interessenklub, den er nicht brauche, er werde sich vielmehr im Rahmen der G20 für eine gemeinsame, positive geopolitische Entwicklung einbringen. An die Adresse der USA richtete er die Aufforderung, Kiew zur Einhaltung und Umsetzung des Minsker Abkommens zu bewegen. Putin und der Papst wollen zu dauerhaftem Frieden beitragen sowie die Beziehungen der christlichen Kirchen verbessern und beleben.

Im August 2014 sind die Profiteure des Leids genau dieselben wie vor 100 Jahren, vor 1000 Jahren, zu allen Zeiten: Man muss nur fragen, wer die Nutznießer von Ausbeutung und Kriegen sind, betonen die lateinamerikanisch geprägten Freiheitstheologen Bischof Erwin Kräutler am Xingu/Brasilien und Papst Franziskus in Rom. Die Anwort ist klar: Profiteur ist das verheerende System des Finanzkapitalismus, das sich wie ein Krebsgeschwür über den Globus stülpt. Profiteur ist sein Erfinder, der transatlantische Interessensverband, dem es um den Erhalt der globalen Vormachtstellung geht. Die Finanzmärkte haben sich von der Realwirtschaft abgekoppelt. Die Welt hat sich von einer nachhaltig produktiven und innovativen Industrie, von der Forschung für zukunftsfähige Entwicklung abgewandt und sich in ein globales Spielcasino verwandelt auf Kosten von Mensch und Natur, auf Kosten der Volkswirtschaften. Geld arbeitet nicht. Die Menschen arbeiten. Weltweit toben derzeit mehr als 400 bewaffnete Konflikte und Kriege. Am 1. August 1914 erklärte Deutschland Russland den Krieg. Ein regionaler Konflikt wurde zum Auslöser des Ersten Weltkriegs. Wird heute – 100 Jahre danach – mit der Ukraine-Krise ein neuer Kalter Krieg oder gar ein Dritter Weltkrieg (der in Wahrheit mit System und struktureller Gewalt längst wütet) angezettelt? Solange sich Moskau durch Provokationen und Sanktionen des Westens nicht dazu hinreißen lässt, besteht die Chance zur Rückkehr an den Verhandlungstisch, die Chance auf Frieden. Wirtschaftssanktionen schaden nicht nur Russland, sondern besonders der EU selbst. Frieden bringen sie schon gar nicht. Sie hemmen stattdessen eine gemeinsame positive Entwicklung noch viele Jahre. An diesem Gedenktag sagte der russische Präsident Wladimir Putin während der Einweihung eines Denkmals: »Die Menschheit sollte längst begriffen und die wichtigste Wahrheit erkannt haben: Gewalt erzeugt Gewalt. Frieden und Wohlstand sind nur durch guten Willen und Dialog zu erreichen. Das sind die Lehren aus Kriegen. Der Erste Weltkrieg ist ein tragisches Beispiel dafür, was passiert, wenn sich Menschen nicht zuhören. Dieser Krieg erinnert uns daran, wozu Aggression und Egoismus, maßlose Ambitionen von Staatenführern und politischen Eliten führen, die sich über den gesunden Menschenverstand erheben. Das hat Europa schon damals ins Chaos gestürzt. Es ist gut, sich auch heute daran zu erinnern.«

Nach meinem jugendlichen Auswanderungsdrang ins damals auf den ersten Blick verlockende Land der unbegrenzten Möglichkeiten – Phil Collins besang 1986 das »Land of Confusion« – begann ich vor knapp 30 Jahren Fragen zu stellen. Als Journalistin, aber vor allem als Mensch. Warum werden mit Monsanto-Mais gleichzeitig Waffen an War-Lords nach Afrika geliefert? Warum ließ die ganze Welt den Völkermord in Armenien, in Deutschland und 1994 in Ruanda zu?

Warum haben wir aus den vergangenen 100 Jahren unserer Kriegsgeschichte nichts gelernt? Warum beherrscht heute eine Handvoll Großbanken und multinationaler Konzerne mitsamt Geheimdiensten und übermächtiger Rüstungsindustrie unseren Globus? Und warum interessiert das kaum jemanden, warum verschweigen Massenmedien beharrlich, was tatsächlich vor sich geht und was das alles für die Erde und die Menschheit bedeutet? Ich habe in Ecuador das hinterlassene Desaster von Texaco/Chevron gesehen, in Quito den Menschenrechtsanwalt Pablo Fajardo interviewt, der in erster Instanz einen Sieg gegen den Konzern errungen hatte und seither mit allen Mitteln niedergeklagt und mit Mord bedroht wird. Der Aktivist Donald Moncayo führte mich in den Dschungel von Lago Agrio, wo über 1000 hochtoxische Ölschlammbecken die Lebensgrundlage der Menschen, das Grundwasser und teilweise Zuläufe zum Amazonas verseuchen. Über 70 Prozent der jungen Leute leiden dort an Krebs und gehen völlig verarmt elend zugrunde. Ich bewegte mich 1994 in Ruanda mit zigtausenden schwerst verletzten und traumatisierten Kindern und Frauen auf der Flucht in Richtung Auffanglager in Goma (damals Zaire). Unser österreichisch-deutsches Rot-Kreuz- Team vorsorgte 1,5 Millionen Flüchtlinge mit aufbereitetem Trinkwasser. Wenn im provisorischen Ernährungscamp der Mutter Teresa Schwestern in Äthiopien hungernde Kleinkinder zu schwach sind, um Nahrung aufzunehmen und man sie sterben sehen muss, prägt einen das fürs Leben. In Burkina Faso operierte ein österreichisches Ärzteteam drei Wochen lang in Zwölf-Stunden-Doppelschichten Menschen mit Noma, einer schlussendlich tödlichen Infektionskrankheit aufgrund von Immunschwäche durch Mangelernährung. Ein wichtiger Solidaritätsbeweis und eine mehr als notwendige Hilfeleistung, aber leider nur Symptombehandlung und ein Tropfen auf den heißen Stein für Milliarden Opfer des herrschenden Systems. Und dennoch, erinnern wir uns an den Satz von Itzhak Stern gegenüber Oskar Schindler, als er sagte: »Wer nur ein Menschenleben rettet, rettet die ganze Welt.« Ein Anstoß zum Umdenken, zu mitfühlendem und vernünftigem Handeln.

Über den Hunger in der Welt lernte ich den engagierten Menschenrechtsaktivisten Jean Ziegler kennen, mit dem ich seither freundschaftlich verbunden bin. Ganz intuitiv waren in den 1980er-Jahren die Songs »Biko« und »Mandela Day« von den »Simple Minds« meine meistgehörten. Die Filme »Der Name der Rose« (zur Überwindung des Patriarchats), »The Kite Runner«, »Slumdog Millionaire«, »Blood Diamond« oder »Lord of War« lösten in mir eine Art Erfahrungs- und Erkenntnis-Déjà-vu aus, als etwa Nicolas Cage in seiner Rolle als Waffendealer emotionslos erklärt: »Jeder zwölfte Mensch auf dem Globus ist bewaffnet. Stellt sich mir nur die eine Frage: Wie bewaffnen wir die anderen elf?« Unternehmerin, Managerin, Journalistin, Naturschutz- und Menschenrechtsaktivistin sowie Systemkritikerin mit ausgeprägtem Gerechtigkeitsempfinden zu sein, schließt sich gegenseitig nicht aus – ganz im Gegenteil. Es geht mir darum, über das Prinzip von Ursache und Wirkung aufzuklären, im Rahmen meiner Möglichkeiten Bewusstsein zu schaffen. Der Krieg gegen die Menschlichkeit muss aufhören. Das wünsche ich mir und ich leiste meinen Beitrag, so gut ich das kann.

Aufgrund der unerträglichen Kriegsrhetorik im Sommer 2014, hundert Jahre nach Ausbruch des Ersten Weltkriegs, begann ich nach meinem 50. Geburtstag Ende August auszugsweise veröffentlichte Beiträge für ein Buch zu sammeln und meinen persönlichen Zugang zu den Dingen des Lebens auf der Grundlage meiner humanitären Einsätze zu dokumentieren. Ich stieß 2005 auf das Buch des »Economic Hit Man« John Perkins und verbrachte zum Jahreswechsel drei Wochen mit Bischof Erwin Kräutler am Xingu und Amazonas in Brasilien. Der ehemalige Wirtschaftskiller Perkins beschreibt das mörderische Konzept des herrschenden Systems, dem nicht nur weite Teile Südamerikas zum Opfer fielen, sondern auch Russland nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Mit der Unterzeichnung des »Production Sharing Agreement« (PSA), hat Boris Jelzin Russland damals praktisch den Todesstoß versetzt. Die korrupte Oligarchie führte Freudentänze auf. Ausländische Ölkonzerne erhielten den Freibrief, das Land völlig auszubeuten, es zum gratis Rohstoff liefernden Drittweltland und Hinterhof der transatlantischen Drahtzieher zu machen. Russland und seinen Menschen blieben nur Umweltverschmutzung, Elend und Hunger. Als Wladimir Putin kam, schaffte er diesen Zustand ab. Er rettete die Industrie und das Land vor dem Untergang und sorgte für Aufschwung. Was den unsäglichen Umgang des Westens mit dem Präsidenten der Russischen Föderation erklärt. In seiner Rede an die Nation am 18. Dezember 2014 in Moskau bezeichnete Wladimir Putin die NATO-Osterweiterung als Beginn eines neuen Kalten Krieges, das Vorgehen des Westens sei wie der Bau einer neuen Berliner Mauer. Der Westen verfolge das Ziel, die Souveränität Russlands zu verletzen. Russland schütze seine nationalen Interessen, seine Unabhängigkeit und sein Recht auf Existenz. Russland sei nicht aggressiv und greife niemanden an. Die USA hingegen seien in den 1990er-Jahren um den ganzen Erdball geflogen und planten heute in Europa eine Raketenabwehr. »Wir flogen nicht«, sagte Putin. »Der Rüstungsetat des russischen Verteidigungsministeriums beträgt 50 Milliarden US-Dollar, der des Pentagon liegt fast zehnmal höher.« Tags darauf verlängerte die EU die Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Ich teile die Auffassung des deutschen Philosophen Richard David Precht, dass die rhetorische Mobilmachung eines unverantwortlichen NATO-Generalsekretärs Anders Fogh Rasmussen und von Teilen der deutschen Leitmedien im Sommer 2014 extrem gefährlich und der alte, trotzige, dumme Weg in die falsche Richtung ist.

Die globale und geopolitische Zukunft wird stark von den BRICS-Staaten (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) und der APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation) geprägt sein. Will Europa nicht an Bedeutung verlieren und zukünftig aktiv mitgestalten, wird das nur in partnerschaftlicher Kooperation mit Russland als europäisches bzw. eurasisches Land möglich sein.

Media War Rhetoric

Preface

Summer 2014 –

Plundering the World’s Economies and Warmongering in the 21st Century

Because of Russia’s reputed role in escalating the Ukraine conflict, Vladimir Putin, president of the Russian Federation, found himself demonized by the “West” and, due to pressure of the USA, excluded from the 2014 G7 talks in The Netherlands. In the course of visiting the Milan EXPO, he was nevertheless given a friendly reception by Italy’s Prime Minister Matteo Renzi on June 10, 2015 and a private audience with Pope Francis. People lining the streets cheered the visiting Russian president with cries of “spasibo” and signs reading “Save the World, Putin”. He himself snubbed the G7, calling it a “club for shared interests,” something he himself had no need of. He would take his constructive ideas and plans for mutual, positive geopolitical developments to a broader format such as the G20 summit. With an eye to the USA, he demanded that Kiev commit to maintaining and implementing the Minsk Accords.  Both Putin and the Pope expressed their desire to further lasting peace and to improve and revitalize relations between the various Christian churches.

In August 2014 the very people who are profiting from suffering are exactly the same as they were 100 years ago, 1000 years ago or at any time in human history. To find out who they are, you only need to ask who is in fact benefitting from wars and exploitation, according to Bishop Kräutler and Pope Francis, both deeply influenced by Latin-American liberation theology. The answer is clear: the profiteer is the devastating system of financial capitalism itself, infecting the entire globe like some cancerous growth. The profiteer is also the inventor of the system, the transatlantic special interest group aiming to keep their global supremacy. Financial markets have freed themselves from market economies. The world has turned its back on   productive and innovative industries, on research projects aimed at sustainable future developments and turned itself into a global casino to the detriment of its people, their economies and nature itself.  Money does not do work. Only people work. There are at present more than 400 armed conflicts and wars. On August 1, 1914 Germany declared war on Russia; a regional conflict became the trigger for the First World War. Will today – 100 years later – the Ukraine conflict be used to trigger another Cold War or  perhaps even the Third World War  (which in reality is already raging, considering present-day systematic and structural violence)? As long as Moscow does not allow itself to be bated by the provocations and sanctions of the West, the possibility of returning to the negotiating table, the chance for peace, still exists.  Economic sanctions don’t only harm Russia; in fact, they do far more harm to the EU. And they never bring peace.  Instead they thwart mutual, positive efforts and developments for many years to come. On the 100th anniversary marking the start of the First World War, President Putin unveiled a commemorative monument and said, “Humankind should have grasped and understood this single great truth long ago: violence begets  violence. Peace and prosperity can only be attained through goodwill, dialogue and the memory of our past wars, the people who startet them and why. The tragedy of the First World War reminds us what happens when aggression, selfishness and the unbridled ambitions of national leaders and political establishments push common sense aside so that instead of preserving the world’s most prosperous continent, Europe, they led it towards chaos. It is worth remembering this today. World history gives us so many examples of what a terrible price we pay for refusing to listen to each other (…) it is our duty to look after peace and remember that the most precious thing on earth is a peaceful, calm and stable life.“

When I was young, I was caught up by the irresistible urge to emigrate and take a closer look at what, at first glance, seemed to be the land of limitless opportunities—even though in 1986 Phil Collins was singing of the “Country of Confusion”.  And so, about 30 years ago, I found myself asking questions as a journalist, but more particularly, as a person. Why are weapons being provided to African warlords together with packages of Monsanto corn seeds? Why did the whole world allow the genocides in Armenia, in Germany and in 1994 in Ruanda to happen? Why have we learned nothing from the history of our wars and conflicts during the last 100 years? Why do a handful of international banks and companies, outfitted with secret services, and overpowering weapons industries dominate our globe? Why is hardly anyone interested in this, and why are the mass media determined to conceal what is really happening? Why do they refuse to acknowledge what all this means for the Earth and for mankind? I saw the disaster that Texaco/Chevron left behind in Ecuador; in Quito, I interviewed the human rights lawyer Pablo Fajoardo, who, despite winning the first instance, found himself faced with endless litigation and death-threats thereafter. The activist Donald Moncayo guided me into the jungle of Lago Agrio, where over 1000 highly toxic oil sludge pools are poisoning the environment of the people living there, contaminating ground water and even some tributaries of the Amazon. More than 70% of the young people living there are suffering from cancer and, completely impoverished and under miserable conditions, die early deaths.  In 1994 in Ruanda, I traveled with many thousands of severely wounded and traumatized women and children, fleeing to the refugee camp in Goma (at that time Zaire): our Austrian-German Red Cross team was providing potable water to 1.5 million refugees there. When in the temporary nutrition camps run by the Mother Theresa Sisters in Ethiopia, starving children were too weak to ingest food and we had to watch them die despite all our efforts, such experiences leave an indelible imprint on one’s whole life. In Burkina Faso a team of Austrian doctors operated on people with noma in 12-hour double shifts for a period of three weeks; noma is in end effect a fatal infection contracted through an immune deficiency resulting from malnutrition. The effort by the doctors was an important proof of solidarity and an essential relief effort, but unfortunately, it remained “cosmetic”, a drop in the ocean, ineffective for the billions of victims of the dominating system.  Nevertheless, let us remember the words of Itzhak Stern to Oskar Schindler  when he said, “whoever saves even one human life, saves the entire world.” These words point us in the right direction; they give us an impetus to rethink, to sympathize and to act reasonably. Through a  campaign to combat “world hunger”, I got to know the dedicated human rights activist Jean Ziegler, whose friendship has formed an integral  part of my life ever since. Intuitively, during the 1980s, the songs “Biko” and “Mandela Day” sung by the Simple Minds were the ones I heard most. The films “The Name of the Rose” (overcoming the patriarchate), “Kite-Runner”, “Slumdog Millionaire”, “Blood Diamond” or “Lord of War” confirmed my experiences and what I’d learned; they functioned like a kind of déjà vu, as when Nicholas Cage in his role as weapons dealer says without any sign of emotion:  “Every 12th person in the world is armed. The only question for me is: ‘How can we arm the other eleven?’” Entrepreneurs, managers, journalists can also be critical of the system and have a keen sense of justice; these are not mutually exclusive “professions”. Quite the contrary. What is important for me is to tell people about the principle of cause and effect, to create awareness within the range of my possibilities.  The war against humanity has to stop. This is what I wish for and this is why I am adding my contribution to this effort as well as I can.

Due to the unbearable war rhetoric in this summer of 2014, 100 years after the outbreak of World War I, I began — on my 50th birthday at the end of August– to collect excerpts from published articles for a book and to document my personal take on life, based on  my experiences in the field of humanitarian interventions. I happened upon a book by the “economic hit man” John Perkins in 2005 and spent three weeks with Bishop Erwin Kräutler at the Xing and the Amazon in Brazil at the turn of the year. The former economic hit man Perkins describes the brutal, cutthroat concepts behind the prevailing system which ruined extensive parts not only of South America but also of Russia after the collapse of the Soviet Union. By signing the “Production Sharing Agreement” (PSA), Boris Yeltsin practically dealt Russia the fatal blow while the corrupt oligarchy danced with joy. Foreign oil companies received a carte blanche to exploit the country to the full, turning it into the “backyard” of transatlantic masterminds and manipulators, relegating it to the status of a Third World country forced to deliver free natural resources.  Russia and its people were left with environmental pollution, misery and hunger. When Vladimir Putin took over, he got rid of this situation. He saved Russian industries and the country itself from ruin; Putin staked his legitimacy on economic upsurge–which explains the offensive manner in which the West commonly treats the president of the Russian Federation. In his speech to the nation in Moscow on December 18, 2014, Vladimir Putin described NATO’s historic eastward expansion as the beginning of a new Cold War; he accused the West of building in effect a new Berlin Wall. The goal of the West was to undermine the sovereignty of Russia. Russia would, however, protect its national interests, its independence and its right to existence. Russia was not aggressive and was attacking no one. The USA, by contrast, had flown in the 1990s over the entire globe and was planning to set up a missile defense system in Europe. “We were not flying,” said Putin. “The defense budget of the Russian Defense Ministry consists of 50 billion US dollars; the expenditures of the Pentagon are almost 10-times higher.” Some days later, the EU widened its economic sanctions against Russia. I personally share the opinion of German philosopher Richard David Precht that the rhetorical mobilization pursued by the irresponsible NATO Secretary General  Andrs Fogh Rasmussen and of large parts of the German media in the summer of 2014 is extremely dangerous: these are the old, ruinous, stubborn and stupid tactics that lead us in the wrong direction.

The global and geopolitical future will be strongly shaped by the BRICS states (Brazil, Russia, India, China, South Africa) and by APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation). If Europe wants to maintain its importance and continue to participate actively in shaping the future, this will only be possible with the partnership and cooperation of Russia as a European and Eurasian nation.

Note page 11:

President Vladimir Putin of the Russian Federation in October 2014 during a state visit to his Serbian counterpart Tomislav Nikolic in Belgrad. He is pragmatic, protecting and defending Russia’s vital interests. The people are united in giving him their support. He ended his moving speech to the German Bundestag in 2001 with the sentence, “We are of course at the beginning of the road to building a democratic society and a market economy. There are barriers and obstacles on that road that we will have to surmount. However, if we leave aside some objective problems and – frankly and honestly—some ineptness of our own, we become aware of the strong and vital heart of Russia, beating beneath all of this. And this heart is alive and open for true, fully-fledged cooperation and partnership. Thank you very much.”

информационная война риторика

Президента Российской Федерации Владимира Путина, про-клинаемого «Западом» от имени США и исключенного из Боль-шой семерки, 10 июня 2015 дружественно приняли премьер-министр Италии Маттео Ренци и Папа Римский. Во время посещения «Экспо» люди кричали российскому президенту «Спасибо!», а на их транспарантах было написано «Путин спасет мир». Сам Путин назвал Большую семерку «клубом по интересам», в котором он не нуждается; зато он намерен вносить вклад в общее положительное геополитическое развитие, активно участвуя в деятельности Большой двадцатки. США он призвал побуждать Киев к соблюдению и выполнению Минских соглашений. Путин и Папа Римский заявили о своем стремлении всячески способствовать установлению прочного мира, а также улучшению и оживлению отношений между христианскими общинами.

В августе 2014 г. те, кто наживаются на страданиях, точно такие же, как и 100 лет назад, 1000 лет назад, во все времена.Вопрос только в том, кто получает выгоду от эксплуатации и войн, подчеркивают представители латиноамериканской теологии освобождения епископ Кройтлер и Папа Римский Франциск.Ответ прост: выгоду получает губительная система финансового капитализма, которой, как раковой опухолью, обрастает весь мир. А наживаются на этом её создатели – трансатлантический союз заинтересованных лиц, который заботится только о со-хранении господствующего положения. Финансовые рынкидавно отошли от реальной экономики. Мир отвернулся от ста-бильно продуктивной и инновационной промышленности, от полезных для будущего исследований и превратился в игорный дом за счет человека и природы, за счет национальных экономик. Деньги не работают. Трудится только человек. Сегодня в мире полыхает более 400 войн и вооруженных конфликтов.

1 августа 1914 г. Германия объявила войну России. Конфликт местного значения перерос в Первую Мировую войну.Развязывается ли сегодня, спустя 100 лет, при помощи украинс-кого кризиса новая Холодная Война или вообще Третья Мировая (которая на самом деле уже давно свирепствует со всей системой и структурной жестокостью)? До тех пор пока Москва не дает во-влечь себя в нее с помощью пропаганды и санкций Запада, остается надежда на возврат к столу переговоров, надежда на мир. Экономические санкции вредят не только России, но и в особенности самому ЕС. Мира уж они точно не приносят. Вмес-то этого они еще много лет будут сдерживать совместное позитивное развитие. Принимая участие в освящении памятника в день годовщины окончания войны Путин сказал: «Человечест-во должно было уже давно понять и распознать самую важную истину: насилие порождает насилие. Мира и благополучия можно достичь только по доброй воле и путем диалога. Это уро-

ки, извлеченные из войн. Первая мировая война является пе-чальным примером того, что происходит, когда люди не прислушиваются друг к другу. Эта война является напоминанием о том, к чему приводят агрессия и эгоизм, чрезмерные амбиции руководителей государств и политических элит, которые возвышаются над здравым человеческим разумом. Это тогда уже повергло Европу в хаос. Хорошо бы и сейчас не забывать об этом».

Мое юношеское стремление эмигрировать в то время заманчивую, на первый взгляд, страну неограниченных возможностей, о которой Фил Коллинз напевал в 1986 г. «Страна беспорядка», – почти 30 лет назад, начало вызывать у меня разные вопросы. Эти вопросы возникли у меня как у журналистки, но прежде всего, как у человека. Почему вместе с кукурузой Монсанто в Африку поставляется оружие военачальникам? Почему мир допустил геноцид в Армении, в Германии и Руанде в 1994 г.? Почему мы не извлекли уроков из войн, имевших место на протяжении последних 100 лет? Почему сегодня нашей планетой командует горстка крупных банков и мультинациональных концернов вместе со спецслужбами и мощной военной промышленностью? И почему никого не волнует, отчего СМИ упорно умалчивают, что на самом деле происходит и что это означает для планеты и человечества? В Эквадоре я стала очевидцем аварии на Texaco (Chevron), в Кито брала интервью у адвоката по правам человека Пабло Фахардо, который выиграл дело против концерна в суде первой инстанции, и с тех пор его пытаются заставить молчать все-возможными судебными средствами и угрожают ему убий-ством. Активист Дональд Монкайо повёл меня в джунгли озера Агрио, где свыше 1000 высокотоксичных резервуаров с нефтяными отходами отравляют основную среду обитания человека — грунтовую воду и, частично, наплывы из Амазонки. Свыше 70 процентов молодёжи там болеют раком и гибнут в полной нищете. В Руанде в 1994 г. я вместе с тысячами тяжелораненых и травмированных детей и женщин направлялась в приёмные лагеря в Гома (тогда Заир). Наша австрийско-немецкая группа Красного Креста позаботилась об обеспечении 1,5 миллиона беженцев очищенной питьевой водой. Когда в Эфиопии, во временно оборудованном сестрами матери Терезы лагере для питания, сотни голодающих детей оказывались настолько слабыми, что не могли даже принимать пищу, и умирали на наших глазах, это накладывало неизгладимый отпечаток на всю жизнь.

В Буркина Фасо группа австрийских врачей оперировала людей с заболеванием нома (смертельной заразной болезнью из-за слабого иммунитета, вызванной недоеданием) на про-тяжении трёх недель в две смены, по 12 часов. Это стало важ-ным проявлением солидарности и более чем необходимым оказанием помощи, но, к сожалению, это было лишь устранение симптомов заболевания и стало каплей в море миллиардов жертв господствующей системы. И, тем не менее, вспомним высказывание Ицхака Штерна по отношению к Оскару Шиндлеру: «Кто спасает только одну человеческую жизнь, спа-сает весь мир». Это повод для переосмысления, для сочувствен-ных и благоразумных поступков. Работая над проблемой голода в мире, я познакомилась с увлечённым своим делом активистом по правам человека Жаном Циглером, с которым мы до сих пор поддерживаем отношения.

Как-то интуитивно я в 1980-е годы чаще всего слушала песни «Biko» и «Mandela Day» в исполнении группы «Simple minds».Фильмы «Имя розы» (о ликвидации патриархата), «Бегущий заветром», «Миллионер из трущоб», «Кровавый алмаз» или «Ору-жейный барон», где Николас Кейдж в роли торговца оружием поясняет: «Каждый двенадцатый человек на планете вооружён. Напрашивается один-единственный вопрос: как мы вооружим остальных одиннадцать?» навели меня на мысль, что я этогде-то уже видела. Будучи предпринимателем, журналисткой, активисткой по защите прав человека и окружающей среды, я так же являюсь противницей существующей системы с обострённым чувством справедливости, – все это не противоречит друг другу а, скорей, наоборот. Для меня важно прояснить суть принципа причины и следствия, формировать сознание в пределах моих возможностей. Война против человечества должна прекратиться. Я хочу этого и вношу свой посильный вклад.

Ввиду невыносимой военной риторики этим летом 2014 г., сто лет спустя после начала Первой мировой войны, я, отметив своё пятидесятилетие в конце августа, начала собирать для публикации книги подборку опубликованных материалов и ин-формации, собранной благодаря моему собственному опыту, полученному в ходе гуманитарных миссий. Я провела вместе с епископом Эрвином Кройтлером три недели на реке Шингу и Амазонке, в Бразилии в начале нового года. В 2005 году я натолкнулась на книгу Джона Перкинса «Исповедь экономи-ческого убийцы». Бывший экономический убийца описывает смертоносную концепцию господствующей системы, жертвой которой стали не только отдельные регионы Бразилии, но и Россия после развала Советского Союза. Подписав Соглашение «О разделе продукции» (СРП), Ельцин нанёс России смертель-ный удар. Коррумпированные олигархи плясали от радости. Иностранные нефтяные концерны получили полную свободу действий для эксплуатации месторождений страны, превратив её в бесплатного поставщика сырья как страну третьего мира и задворки заокеанских закулисных руководителей. России и её населению достались загрязнение окружающей среды, нищета и голод. Когда Владимир Путин пришел к власти, он изменил положение дел. Он спас промышленность и страну от гибели и способствовал подъёму. Это объясняет недружественное отно-

шение Запада к Президенту Российской Федерации Путину. В своём обращении к нации 18 декабря 2014 г. в Москве Путин обозначил расширение НАТО на восток как начало новой холодной войны и сказал, что действия Запада — это своего рода строительство новой Берлинской стены. Западом преследуется цель нарушить суверенитет России. Россия защищает свои национальные интересы, свою независимость и право на существование. Россия не выступает агрессором и ни на кого не нападает. А США, наоборот, в 90-х годах промчались по планете и планировали в Европе противоракетную оборону». «Мы не промчались», – сказал Путин. «Военный бюджет российского министерства обороны составляет 50 миллиардов долларов США, а у Пентагона он почти в 10 раз больше». Спустя несколько дней ЕС продлевает действие экономических санкций в отношении России. Я разделяю точку зрения немецкого философа Рихарда Давида Прехта, о том, что риторическая мобилизация безответственного генерального секретаря НАТО Андерса Фог Расмуссена и части ведущих немецких изданий летом 2014 г.является крайне опасной, и старый, упрямый и глупый путь ведёт в неправильном направлении.

Глобальное и геополитическое будущее будет во многом зависеть от стран БРИКС (Бразилия, Россия, Индия, Китай, ЮАР) и АТЭС (азиатско-тихоокеанское экономическое сотрудничест-во). Если Европа не хочет потерять своё значение и в будущем активно способствовать формированию этого содружества, это будет возможно только в партнёрском сотрудничестве с Россией в качестве европейской или евроазиатской страны.