„Während des elenden Vorgangs des Verhungerns interessiert es den betroffenen Menschen wenig, ob er Corona-negativ ist“, betonte der Autor und Journalist Pramod Ranjan in seinem Beitrag „Das große Sterben: In Indien sind in der Folge des Lockdowns Millionen von Menschen vom Hungertod bedroht, während die Superreichen weiter ihre Kassen aufbessern“, der auf Rubikon.news wie auch auf Progression.at erschienen ist. Darin heißt es: Ein paar Tage vor der Einbringung des Haushaltsplans 2021/22 in Indien veröffentlichte Oxfam einen Bericht mit dem Titel „Das Ungleichheitsvirus“. Der Bericht besagt, dass die Coronavirus-Pandemie die Ungleichheit in fast allen Ländern verschärft hat. Der Reichtum der 1.000 Superreichen der Welt ist während der Pandemie sprunghaft angestiegen. Auf der anderen Seite türmen sich die Leichenberge auf.

Von Verena Daum (www.progression.at, www.garden-eden.org)

„Zwar stürzte der Aktienmarkt in den ersten Tagen des Lockdowns ab, was zu fiktiven Verlusten für die Investoren führte. Aber die Vermögenswerte der Top-Tausend-Milliardäre der Welt erreichten nicht nur bald wieder ihren Höchststand aus der Zeit vor der Pandemie, sondern sie verdienten sogar mehr als in den vergangenen Jahren. Es war Erschaffung einer digitalen Welt, die zu dieser wachsenden Konzentration des Reichtums in den Händen weniger führte“, schreibt Pramod Ranjan weiter. Sein Artikel machte mich derart betroffen, dass ich dieses Thema immer wieder aufgreifen werde. Auch mein Autorenkollege und Freund Jean Ziegler macht unermüdlich darauf aufmerksam, dass „jedes Kind, das heute an Hunger stirbt“ vom System der herrschenden Finanzoligarchie „ermordet wird“. Wir erleben also sehenden Auges den größten Massenmord aller Zeiten – und schweigen!?!

Die systemische Ungerechtigkeit potenziert sich mit den sogenannten Corona-Maßnahmen

Pramod Ranjan führt aus: Die Unternehmen der Gesundheitsbranche und der Impfstoffproduktion verdienten Unmengen an Geld. Dem Oxfam-Bericht zufolge ist das Vermögen der Superreichen in der Zeit des Lockdowns um 19 Prozent gestiegen. Jeff Bezos, der reichste Mensch der Welt, erhöhte sein Vermögen auf 185,5 Milliarden US-Dollar. Am 18. Januar 2021 wurde das Gesamtvermögen von Elon Musk auf 179,2 Milliarden US-Dollar geschätzt. Das Privatvermögen von Larry Page und Sergey Brin, den Gründern von Google, und Steve Ballmer, dem ehemaligen CEO von Microsoft, ist seit März 2020 um 15 Milliarden US-Dollar gewachsen. Eric Yuan, der CEO und Gründer von Zoom, wurde in diesem Zeitraum um 2,58 Milliarden US-Dollar reicher.

Die Milliardäre sind die Nutznießer der „Pandemie“ und gehen über Leichenberge

Derzeit zählt Indien 119 Milliardäre, darunter Mukesh Ambani, Gautam Adani, Shiv Nadar, Cyrus Poonawala, Uday Kotak, Azim Premji, Sunil Mittal, Radhakishen Damani, Kumarmanglam Birla und Laxmi Mittal. Das Gesamtvermögen dieser 119 Superreichen ist in diesem Zeitraum um 35 Prozent gestiegen. Zusammen verdienten sie 13 Billionen INR. Auf der anderen Seite stehen infolge des Lockdowns mehr als 120 Millionen Inder vor dem Hungertod. Die Mittelschicht wurde zahlungsunfähig und zog aufgrund des schikanösen „Gläubiger“-Drucks den Massenselbstmord nicht nur in Erwägung, sondern führten ihn auch bereits zum Teil aus.

Gigantisches Elend auch in der US-Bevölkerung – Lösung: Milliardäre fair besteuern!

Wie in Indien gibt es auch in Washington rund 100 Milliardäre, davon 13 Superreiche. Zu ihnen gehören unter anderem Jeff Bezos, Bill Gates, Steve Ballmer und MacKenzie Scott. Der Gesetzentwurf wurde in erster Linie zu ihrer Besteuerung eingebracht. Von den Einnahmen, die von der neuen Steuer erwartet werden, würden 97 Prozent von ihnen kommen. Diese Superreichen verdienten während der Zeit des Lockdowns, vom März 2020 bis 21. Januar 2021, mehr als 151 Milliarden Dollar und ihr Gesamtvermögen stieg um rund 41 Prozent. Die Bevölkerung Washingtons, die die Entscheidung unterstützen, ihnen eine Vermögenssteuer aufzuerlegen, sind überzeugt, dass die Einnahmen das Defizit von drei Milliarden US-Dollar im Haushalt des Staates 50-fach abdecken können. Und trotz der Steuer wären die Superreichen weiterhin so reich wie vor dem Ausbruch der Pandemie. „Die Befürwortung einer Besteuerung hat sich zu einer Bewegung geformt“, schreibt Pramod Ranjan.

Die herrschende Finanzoligarchie und der grausamste Massenmord aller Zeiten

Das große Sterben: in Indien zeichnet sich Coronamaßnahmen-bedingt eine Hungersnot historischen Ausmaßes ab