Hittisau/Vorarlberg, Meki/Äthiopien – Es geht um Selbstbestimmung und Selbstversorgung, um die Zukunft unserer Lebensmittel, eigentlich ums Überleben und das Leben selbst. Garden Eden ist einerseits eine Info-Plattform im Netz, auf der sich ALLE Menschen treffen und austauschen können, die ihr Leben selbst in die Hand nehmen wollen, die nach der Permakultur-Philosophie im Rahmen ihrer Möglichkeiten in ihrem Umfeld Lebensmittelproduktion im ökologischen Naturkreislauf versuchen möchten, aber auch eine ganzheitliche, empathische Lebens- und Wirtschaftsweise zum Wohle aller.

Von Verena Daum

Auf der Garden Eden Info-Plattform ist auch die Entwicklung unserer kleinstrukturierten Schau- und Lernmodelle auf etwa einem bis zwei Hektar Grund zu verfolgen, hier in Vorarlberg mit dem Start-Modell in Hittisau im Bregenzerwald, aber auch parallel in Meki in Äthiopien, wo ebenfalls ein ertragreiches Permakultur-Paradies entsteht. Gesunde Lebensmittel nach der Permakultur-Methode zu produzieren, das kann jeder Einzelne von uns, aber am besten alle miteinander, in der Familie, in der Dorfgemeinschaft, in der Region, im Garten, auf Terrassen oder Dächern im urbanen Raum, als Erweiterung des landwirtschaftlichen Betriebs – und klimatisch angepasst an die jeweiligen Gegebenheiten funktioniert ein Garden Eden in jeder Region auf der Welt. Wir wollen alle mitnehmen und teilhaben lassen an der Entwicklung regionaler und gesunder Lebensmittelsicherheit.

Auftaktveranstaltung mit unserem Projektpartner Sepp Brunner am 4. November in Hittisau

Wie so ein kompakter Garden Eden auf wenig Fläche umgesetzt werden kann, erläutert unser Projektpartner, Permakultur-Pionier Sepp Brunner aus Oberlienz im Osttirol am 4. November im Hittisauer Gemeindesaal. Als Einleitung werden wir ganz kurz unser Garden Eden Projekt vorstellen. Hier im Anhang zur Info (die Website ist noch nicht online – work in progress – wir werden laufend informieren):

Herzlich willkommen bei www.garden-eden.org

einer einfach verständlichen Info-Plattform für ALLE mit regionalen, kleinstrukturierten und ganzheitlichen „Garden Eden“-Modellen – umgesetzt nach der Permakultur-Philopsohieim ökologischen Naturkreislauf – zur global gesunden Ernährung- und Existenzsicherung

Zur Philosophie

•Leben und wirtschaften nach der Permakultur-Philosophie geht mit der uns angeborenen und innewohnenden Empathie einher, mit Beziehungsfähigkeit, mit Kooperation statt Konfrontation, mit Vielfalt statt Einfalt, mit Besinnung auf das Wesentliche – auf die Natur als unsere Lebensgrundlage, auf das Leben selbst.

•Ethisch und sinnvoll leben und wirtschaften im Einklang mit der Natur können wir alle – jeder Einzelne von uns in seinem persönlichen Umfeld und im Rahmen seiner Möglichkeiten – aber am besten gelingt uns das miteinander.

•Die Info-Plattform www.garden-eden.orgsoll für jeden verständlich veranschaulichen, wie gesunde Lebensmittelproduktion und damit Lebensqualität sowie Lebensglück für UNS ALLE möglich sind.

•Die Formel der Permakultur ist einfach: Low Input, dafür viel Output in höchster Qualität – mit dem intuitiven Know-how von Naturvölkern und unserer Vorfahren. Es geht um unsere Lebensmittelzukunft, um gesunde Ernährungssicherheit.

•„Garden Eden“ heißt nicht, das Rad neu erfinden zu wollen, ganz im Gegenteil. Wir gehen zurück zur Natur, zurück zum Lebenskreislauf, genau wie zahlreiche internationale und regionale Leuchtturmbeispiele dies tun.

Einige Dokumentarfilme und Bücher möchten wir euch ans Herz legen:

•„We feed the world“, Dokumentarfilm von Erwin Wagenhofer

•„Monsanto – mit Gift & Genen“, Dokumentarfilm von Marie Monique Robin

•„Zukunft pflanzen – Bio für neun Milliarden“, Dokumentarfilm von Marie Monique Robin

•„Tomorrow – die Welt ist voller Lösungen“, Dokumentarfilm von Melanie Laurent und Cyril Dion

•„Hope for all“, Dokumentarfilm von Nina Messinger

•„Seeds of Suicide“, Buch von Vandana Shiva

•„Saat der Zerstörung“, Buch von F. William Engdahl

•„Agrarwende JETZT“, Buch von Franz Alt

•„Wir lassen sie verhungern“, Buch von Jean Ziegler

•„Ändere die Welt“, Buch von Jean Ziegler

•„Miraculous Abundance – One Quarter Acre, TwoFrench Farmers, and Enough Food to Feed theWorld“, Book from Perrine and Charles Hervé-Gruyer(also interviewed in the Film „Tomorrow“)

•und selbstverständlich das Buch unserer Projektpartner Margit und Sepp Brunner „Permakultur für alle – harmonisch leben und einfach gärtnern im Einklang mit der Natur“, das unser Schau- und Schulmodell in der Praxis auf den Punkt bringt.

•Warum unsere „Garden Eden“-Modelle FÜR UNS ALLE nicht nur glücklich machen, sondern auch überlebenswichtig werden können, habe ich in meiner Edition an Erfahrungsberichten „Verantwortungslos – Zivilcourage für ein Ende des Kriegs gegen die Menschlichkeit“ (Bucher Verlag) anhand geopolitischer und geostrategischer Zusammenhänge erläutert.

Die Initialzündung

•für dieses einfache Schau- und Schulungsmodell war die Zusammenlegung von zwei voneinander völlig unabhängigen Projekten. Der HittisauerPermakulturist Leo Simma arbeitete an einem ganzheitlichen Kreislaufwirtschaft-Gartenmodell in Vorarlberg und ich mit meinen Kollegen von der Caritas Auslandshilfe, Martin Hagleitner-Huber und Michael Zündel, an einem Bildungs- und Ökolandwirtschaftsprojekt in Äthiopien.

•Nach meinem Vortrag „Zivilcourage verändert die Welt“ im April dieses Jahres, der auf http://www.progression.at/zivilcourage-veraendert-die-welt/ nachgelesen werden kann, lernten Leo und ich uns kennen, legten Ideen und Energie zusammen, und das „Garden Eden“-Modellprojekt nahm Gestalt an.

•Wir alle und immer mehr Menschen auf der Welt kommen zu dem Schluss, dass nur regionales, kleinstrukturiertes Wirtschaften im ökologischen Naturkreislauf unsere gesunde Ernährung, unsere Existenz und damit Frieden sichern kann.

Es geht um unsere Zukunft

•„Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst“, sagte Mahatma Gandhi. „Auf die Politik können wir uns nicht verlassen, schon gar nicht auf die Macht-Eliten, sie sind keine Hoffnung – die Hoffnung sind wir selbst, jeder von uns, die aufgeklärte, mutige und aktive Zivilgesellschaft“, sagt mein geschätzter Kollege und Freund, der Soziologe, UN-Sonderberichterstatter und Menschenrechtsaktivist Jean Ziegler, dessen neues Buch „Der schmale Grat der Hoffnung“ im Februar 2017 auf Deutsch erscheint.

•Von unserer Achtsamkeit gegenüber der Natur und vom Wissen über die Zusammenhänge wo unsere Lebensmittel herkommen und wie sie produziert werden, von unserem entsprechenden Verhalten, vom Wirtschaften im Ökokreislauf wird unsere Zukunft, unser Überleben abhängen.

•Mein Freund Jean Ziegler, den ich über die Thematisierung und Bekämpfung des Welthungers kennengelernt habe, sieht unser einfach nachvollziehbares „Garden Eden“-Modell FÜR ALLE als „Lebensspender“, als eine gesunde Alternative und den richtigen Weg für die gesamte Menschheit in allen Regionen auf unserem Heimatplaneten Erde – entgegen des verheerenden Killermodells „mit Gift & Genen“ von Monsanto/Bayer & Co.

www.garden-eden.org wird Schritt für Schritt mit Hauptsitz in Vorarlberg und Praxis-Modellen in Äthiopien und weiteren Partnerländern realisiert – zum Schutz und Erhalt unserer Lebensgrundlage Natur und zum Nutzen ALLER.

•Das kleinstrukturierte Ernährungssicherungsmodell „Garden Eden“ wird in Hittisau gestartet und als Schau- und Schulmodell umgesetzt. Diese Ganzheitsmodelle auf ca. einem Hektar Boden funktionieren jeweils regional angepasst überall auf der Welt. Auch in privaten Kleingärten, auf Dächern und Terrassen im urbanen Raum, aber auch als Ergänzung in bestehenden Landwirtschaftsbetrieben sind solche Mini-Permakultur-Gärten einfach umsetzbar, fruchtbar und ertragreich.

•Eine vernünftige und gesunde Bewegung von immer mehr regionalen Dorf- und Solidargemeinschaften, Familien, Jungbauern, Gärtnern, Unternehmern, Privaten und Schuleinrichtungen auf der ganzen Welt – für eine lebenswerte Zukunft und eine positive Globalisierungsentwicklung.

Das „Garden Eden“ – Team

•in konstruktiver Zusammenarbeit mit der „Obst- und Gartenkultur Vorarlberg“, Vorarlberger Permakulturisten wie Armin Rauch sowie allen Interessierten hier in Vorarlberg und in allen Partnerländern:

•Journalistin/Autorin/progression network Verena Daum (www.progression.at) mit freundschaftlicher Unterstützung des UN-Menschenrechts- und Welthunger-Sonderberichterstatters Jean Ziegler

•Permakulturist Leo Simma aus Hittisau/Vorarlberg mit seinem Sohn David und Garten- und Kräuterexpertin Sonja Steinscherer

•Junglandwirtin Jessica Hotz vom Yak Halden-Hof in Lochau/Vorarlberg

•Projektpartner ist der österreichische Permakultur-Pionier Sepp mit Margit Brunner aus Oberlienz im Osttirol

•Projektpartner sind der Bildungsbeauftragte der Vorarlberger Caritas Auslandshilfe Michael Zündel sowie der Leiter der Vorarlberger Caritas Auslandshilfe Martin Hagleitner-Huber

•Projektpartner ist der äthiopische Bischof Abraham Desta in Meki

•sowie alle Partner-Teams und die Bevölkerung jeweils vor Ort