BREGENZ Fünf Expertenstatements zum notwendigen Paradigmenwechsel. Leben und arbeiten nach dem Cradle to Cradle-Prinzip beginnt in unseren Köpfen und Herzen!

„Ein regenerativer Umgang mit unserem Planeten ist ohne funktionierende Kreislaufwirtschaft undenkbar. Die Politik muss die Vereinbarkeit mit unserem System klären sowie die Etablierung solcher Prozesse umsetzen: etwa entschieden einschreiten, wenn Ölbosse wie Rainer Seele behaupten, Recycling von Petrochemieprodukten voranzutreiben, zeitgleich aber größere Ölfördermengen für die Branche im Auge haben.“ Aaron Wölfling, Fridays4Future Vorarlberg

„Dornbirn hat seit 25 Jahren ein Umweltleitbild. Wir pflanzen jedes Jahr Bäume und schenken jedem Neugeborenen einen. Städtische Gebäude werden mit 100 % Ökostrom betrieben. Rund 80 % des kommunalen Energieverbrauchs wurde auf erneuerbare Energiequellen umgestellt. Der CO2-Ausstoß konnte so in 15 Jahren um 85 % verringert werden. Der Stadtbus änderte das Mobilitätsverhalten im Land. Es geht noch mehr!“ Dipl.-Vw. Andrea Kaufmann, Bürgermeisterin von Dornbirn

„Es ist an der Zeit, die Augen der Öffentlichkeit für das ,Cradle to Cradle‘-Prinzip –, vom Ursprung zum Ursprung‘ als Ansatz für durchgängig konsequente Kreislaufwirtschaft –, zu öffnen und Raum für Diskussionen darüber zu schaffen. Wir brauchen einen Perspektivenwechsel und ein Umdenken in den Köpfen der Menschen, um Produkte, die von Beginn an für Kreisläufe designt sind, nachhaltig in unser aller Leben einzuführen.“ Claudia Bertsch, Head of Marketing BERTSCHgroup

„Eine gute Kreislaufwirtschaft ist essenziell für nötigen Wandel. Photovoltaikanlagen, Recycling, Fassadenbegrünung etc. müssen Normalität und gesetzlich verankert werden. Die Klimakrise ist auch eine soziale Frage. Unser derzeitiges Wirtschaftssystem beruht auf Ausbeutung von Mensch, Tier und Umwelt. Das muss sich ändern! Maßnahmen kennen wir, jetzt geht es um die Umsetzung. Und hier ist die Politik gefragt.“ Leah Birnbaumer, Landessprecherin der Grünen Jugend

„Mit dem ,End of Pipe’-Denken hat der Gemeindeverband vor 20 Jahren aufgehört. Mit ,Nachhaltig: Bauen in der Gemeinde’ wurden über 100 zukunftsweisende, öffentliche Gebäude errichtet. Gemeinden und Institutionen kaufen jährlich um vier Mill. Euro nachhaltige Produkte über unseren ökologischen Beschaffungsservice. ,Ghörig feschta‘ ,Lebensmittel sind kostbar‘, ,Umweltwoche‘ … sind Zukunftsprojekte.“ Bgm. Rainer Siegele, Obmann Gemeindeverband für Abfallwirtschaft und Umweltschutz