Die regionalen Herausforderungen in Sachen Kinder- und Menschenrechte sowie im Natur-, Umwelt- und Klimaschutz lassen sich nur in einem gesellschaftlichen Miteinander bewerkstelligen. Die Sustainable Development Goals (SDGs) der UNO sind dafür eine wertvolle Orientierungshilfe, ein Kompass in eine nachhaltige Zukunftsbewältigung.

„Wie alle weltweit tätigen NGOs orientiert sich auch die Caritas an den 17 globalen Zielen nachhaltiger Entwicklung. Vernetzung und gemeinsames Vorgehen in den relevanten Themen, die die SDGs definierten, ist ein klares Bekenntnis der Caritas, wobei sich die Zielsetzungen sowohl auf Vorarlberg als auch auf die fünf Schwerpunktländer Äthiopien, Mosambik, Ecuador, Haiti und Armenien beziehen“, betont der Bildungsbeauftragte der Vorarlberger Caritas Auslandshilfe, Michael Zündel. Einer der entscheidenden Ausgangsimpulse für das Ins-Leben-Rufen des SDG Forums Vorarlberg ist die seit Jahren äußerst aktive Initiative der Jugendbotschafterinnen für Globale Ziele (SDGs) und die UNKinderrechte.

Erfahrungsaustausch

Mit dem SDG-Forum Vorarlberg soll nun der aktive Austausch verschiedenster AkteurInnen und Interessierten in der Bodenseeregion intensiviert und ermöglicht werden. Das Forum bietet allen Interessierten Raum, um sich zu begegnen, um Erfahrungen auszutauschen, sich als WissensteilerInnen einzubringen. Die Wahrnehmungstransparenz der SDGs in der Öffentlichkeit, die derzeit noch sehr bescheiden ist, soll durch das Forum deutlich verstärkt werden, die SDGs sollen wesentlich stärker in das Bewusstsein der Handlungskomponenten einfließen und dadurch in ihrer Komplexität auch besser erkannt werden. Das SDG Forum wird mehrmals im Jahr zum Austausch einladen, aus dem sich konkrete Aktivitäten entwickeln sollen. Ein Beispiel für die Komplexität der SDGs zeigt das Projekt der Jugendbotschafterinnen der Caritas Auslandshilfe im vergangenen Sommer in Äthiopien. Zwei Wochen waren zwölf der Jugendbotschafterinnen in Äthiopien im Einsatz und vermittelten in mehreren Workshops zahlreichen Mädchen nicht nur die Bedeutung von Hygiene beim Händewaschen oder nach dem Toilettenbesuch, sie gaben auch Nähkurse zur Herstellung von wasch- und wiederverwendbaren Monatsstoffbinden.

Weltweit gute Hygienebedingungen wichtig

Aktuelle Zahlen zeigen, dass mangels Hygieneartikeln während der Menstruation Mädchen in ländlichen Gegenden Äthiopiens in drei Jahren bis zu acht Monaten Unterrichtszeit versäumen! Die Gefahr des hohen Infektionsrisikos und von Erkrankungen bei nicht vorhandenen Monatshygieneartikeln kommt zur Tragik dieser enormen Schulzeitverluste für Mädchen noch erschwerend hinzu. Allein in dieser Aktivität finden sich zahlreiche der 17 globalen Ziele für nachhaltige Entwicklung wieder: Gesundheit und Wohlergehen, hochwertige Bildung, Geschlechtergleichstellung, weniger Ungleichheiten. Infos unter: www.caritas-vorarlberg.at/mithelfen/auslandshilfe