Washington, Brüssel, Berlin, Moskau – Sämtliche Provokationen strippenziehender Transatlantiker prallen an Putin-Russland ab: Putsche, Sanktionen, Destabilisierungskriege, Terrorschmieden, Verbrechen an der Menschlichkeit. Russland macht in seiner Selbstverteidigung und geopolitischen Position aus der Not eine Tugend, schickt sich an, Exportweltmeister von Bioprodukten zu werden, mit Partnern wie China den Dollar als internationale Leitwährung abzuschaffen und beste partnerschaftliche Zusammenarbeit mit europäischen Unternehmen mit Handschlagqualität zu pflegen. Ein wirtschaftlich prosperierendes Eurasien rückt somit in greifbare Nähe und das menschen- und völkerrechtswidrige Vorgehen der Sanktionierer ist für sie selbst günstigstenfalls ein Schuss ins Knie. Realwirtschaft und Bevölkerung haben das längst kapiert.

Von Verena Daum

Ukraine-Putsch, Provokationen in Syrien, Skurrilitäten in Sachen US-Wahlen oder im Fall Skripal etc. – nichts von alldem konnte Putin-Russland zu überhasteten Gegenreaktionen verleiten, die im Sinne der Provokateure zur Eskalation geführt hätten. Sanktionen seien dumm, sinnlos, kontraproduktiv und schädlich für alle – die Sanktionierten und die Sanktionierer gleichermaßen – vor allem aber für die Bevölkerung, wiederholt der Präsident der Russischen Föderation Wladimir Putin im Rahmen von Wirtschaftsforen, beim Treffen mit Trump in Helsinki oder auch bei seinem Besuch in Wien: „Die Aufhebung der Sanktionen würde den Interessen aller dienen. Russland und die EU würden gleichermaßen von der Wiederaufnahme vollständiger Kooperation profitieren.“ Grotesk, wie westliche Medien dem russischen Präsidenten penetrant unterstellen, die EU spalten zu wollen. Das Gegenteil sei der Fall, sagt Putin mit Nachdruck: „Moskau wünscht sich eine einige und blühende EU, denn sie ist unser wichtigster Wirtschaftspartner.“ Federführend forciert der Kreml-Chef ein prosperierendes Eurasien von Lissabon bis Wladiwostok, arbeitet mit Partnern wie den BRICS-Staaten an der Abschaffung des Dollars als internationale Leitwährung und ist auf bestem Weg, Russland nicht nur Lebensmittel-autonom zu machen, sondern führender Exporteur von Bioprodukten zu werden. Seit 2016 sind Import und Anbau von GMO mitsamt Giftcocktail in Russland verboten. Der Bio-Lebensmittelmarkt ist seither massiv gewachsen und den Titel „Exportweltmeister“ hat Russland mit gutem Getreide bereits erreicht.

Die Hoffnung auf partnerschaftliche Entwicklung stirbt zuletzt

Im Jahr 2015 erklärte Pentagon-Berater George Friedman beim Chicago Council on Global Affairs der versammelten Weltpresse wie die transatlantische Machtelite seit jeher mit aller Gewalt eine deutsch-russische Wirtschaftsmacht zu verhindern versucht – mittels NATO-Osterweiterung, völkerrechtswidrigen Sanktionen, Ukraine-Putsch, Destabilisierungskriegen, Terrorschmieden … das ganze Programm. Im selben Jahr kündigte der russische Präsident an, sein Land zum größten Anbieter gesunder, ökologisch sauberer und qualitativ hochwertiger Lebensmittel zu machen, die die westlichen Produzenten offenbar „längst aufgegeben haben“. Er hat damit das überlebenswichtigste Thema aufgegriffen: die Ökologie. Und was macht die EU-Politik? Wo sind die Trennbanken nach dem Platzen der Finanzblasen 2008? Weiter nur mit krummen Gurken und Billigfleisch beschäftigt? Umso erfreulicher, dass Realwirtschaft und Bevölkerung im Westen, genau wie Putin, auf Kooperation statt Konfrontation mit dem östlichen Nachbarn setzen und man direkt aufeinander zugeht für eine partnerschaftliche Gesellschafts- und Wirtschaftsentwicklung.

Sanktionen treffen direkt das Volk

Russland will Friedenssicherung durch partnerschaftliche Wirtschaftszusammenarbeit und eine gerechte multipolare Weltordnung „zum Wohle aller Völker“ unter Aufsicht einer starken UNO