Dornbirn/Vorarlberg – Bereits vor Christi Geburt wurde in Denizli/Pamukkale im Einklang mit der Natur angebaut. In der Mary-Rose-Produktionspartnerregion Izmir/Denizli ist das auch heute noch so, wovon sich Heimtextiliengroßhändler und Mary Rose/Tyrler-Inhaber Stefan Grabher regelmäßig persönlich überzeugt. Der Beweis dafür ist ein archäologisches Fundstück, eine ca. 2000 Jahre alte Steintafel mit der entsprechenden Inschrift zur Baumwoll- und Textilienproduktion in kleinbäuerlichen Strukturen in der heutigen Region Denizli/Pamukkale.

Von Verena Daum (der Artikel ist am 3. Juli 2018 in der Extra-Ausgabe „Bewusst leben“ der Vorarlberger Nachrichten erschienen)

„Unsere Produktionsstätte befindet sich demnach in einer uralten Textil-Kulturlandschaft, wo immer schon, seit Jahrtausenden, in kleinen Einheiten Baumwolle im Einklang mit der Natur angebaut und Textilien produziert wurden“, freut sich Grabher. Das funktioniert auch heute in regionenübergreifender Partnerschaft und zeige deutlich, dass es keine giftige Industrie braucht.

Vier ökosoziale Säulen

Die ökologisch sozialen Bemühungen von Mary Rose und des Großhandelsunternehmens stehen laut Stefan Grabher auf vier tragenden Säulen: „Ein Baustein ist unser Beitritt zum Klimaneutralitätsbündnis, ein weiterer ist der Ursprung der Produkte sowie der gesamte Produktionsprozess und die Social Compliance. Der Schwerpunkt bei Mary Rose heißt Organic, also Biobaumwolle, der durch neutrale Überwachung wie etwa die GOTS-Zertifizierung gesichert wird.“ Selbstverständlich ist Stefan Grabher regelmäßig persönlich in den Partnerregionen. So auch in der Türkei, wo schon während der Hochblüte des Römischen Reiches beste Qualität an Baumwolle gewonnen wurde.

Alle Partner investieren

„Die Weberei ist nur eine kurze Wegstrecke vom Anbaugebiet entfernt und seit mehreren Generationen ein Familienbetrieb“, informiert Grabher. So wird der verstorbene Großvater noch als Aktionär geführt und seine Gewinnausschüttung geht an die Aufforstung, welche für den Wasserhaushalt entscheidend ist, und in die Jugendweiterbildung in Form von Stipendien. „Die ökosoziale Ausrichtung liegt allen Partnern am Herzen und diese Familie hat Nachhaltigkeit einverleibt. Sie freut sich, dass jemand interessiert und beeindruckt ist, wie sie Ökologie und Ökonomie in Einklang bringt. Wir haben das gleiche Verständnis, eine gute Basis und setzen Zertifizierungsvoraussetzungen auch am Produktionsort um.

Null-Schadstoff-Ziel

Weberei und Färberei, ausgestattet mit einer eigenen Kläranlage, sind top modern und auf höchstem technischen Stand.“ Eine weitere Zukunftsinvestition von Stefan Grabher befindet sich in der Projektierungsphase, in der Türkei soll ein Solarkraftwerk auf den Dächern entstehen mit dem Ziel, „Null-Schadstoff-Biotextilien“ herzustellen.